Ideensammlung

04.12.2020 G00SE

Ideensammlung

Hallo Community! Ich bin seit kurzem Besitzer von einem Fachwerkhaus das 1954 gebaut wurde. Es ist damit relativ jung und ist Fachwerk auf einem Massivbaukeller. Ich würde gerne in den nächsten Jahren ein neues Dach und eine Außendämmung des Hauses vornehmen und bin mir noch unsicher ob ich die Vollverschieferung beibehalten möchte. Grundsätzlich weiss ich, dass das Fachwerk mit Zementplatten ausgekleidet ist die einen Teil Holzfaser integriert haben und da die Außenwand verschiefert ist, denke ich, dass eine Schalung besteht. Was habt ihr für Ideen um das Haus von Außen zu dämmen? Schalung auf Schalung, kann das klappen, oder lieber alles ab und neu? Von innen ist das Haus bereits schön ausgebaut und verputzt, da würde ich ungern alles neu machen müssen zumal die Elektrik und Wasserrohre modern und intakt sind. Ich habe Mal ein Bild im Anhang, freue mich über Rückmeldungen!



Herzlichen Glückwunsch



erstmal und willkommen hier.
Ich habe zuerst mal eine Rückfrage: Woher weißt Du, dass die Gefache mit Zementplatten ausgefacht sind? Hast Du die gesehen?
Auf dem Bild ist eine relativ intakte Verschieferung zu sehen. Wenn Du hier eine Außendämmung aufbringen willst, wird das unter wirtschaftlichen Gesichtpunkten eine massive Minusaktion.
Deine Idee mit der Schalung auf der Schalung wird kontraproduktiv sein, da ich vermute, dass jetzt zwischen der vorhandenen Schalung und der Fachwerk eine Hinterlüftung stattfindet. Wenn die bleibt, weil Du nur auf die vorhandene Schalung eine neue aufbringen willst ( warum das eigentlich), nutzt Deine dann aufgebrachte Dämmung auch nichts.
Wenn das Dach ( was ist jetzt drauf und was soll neu drauf?) neu gemacht werden muss, empfehle ich eine Aufsparrendämmung mit Holzfaserplatten und gleichzeitig eine Vergrößerung des Dachüberstandes.
Die evtl. in Deinem Kopf routierende Vorstellung, dass Fachwerk freizulegen, würde ich beiseite legen, dafür wird es nicht geeignet sein und ja nicht grundlos in der Erbauerzeit verkleidet worden sein.



Das mit der Hinterwandbelüftung



macht Sinn. Ich habe bei starkem Wind halt wirklich viel Zugluft an den Recht neuen Fenstern, aber vielleicht sind diese auch nicht ganz gescheit montiert. Ich hätte natürlich auch gerne weniger Energieverlust durch die Außenwände. Also das Dach ist auch verschiefert aber in die Jahre gekommen, geplant ist eine Aufsparrung und Dämmung mit Holzfaserplatten und eigentlich hätte ich gerne wieder eine Schalung. Ich überlege Dachschindel aus Metall von der Firma Böhme zu nehmen weil ich das Unternehmen schätze und die auch eine Schieferoptik haben. Ich will schlechten Schiefer und zu hohe Kosten vermeiden.



Schieferverkleidung



Naturschieferbekleidungen halten üblicherweise weit über 100 Jahre und sollten nur bei sehr mangelhafter Verlegung oder sehr schlechtem Material komplett ausgetauscht werden. Die zählen zu den hochwertigsten Materialien überhaupt.

Defekte Platten können ausgetauscht werden- am besten spezialisierten Schieferdachdecker konsultieren- evt Schieferhersteller wie Fa Ratschek, Magog etc befragen, ob die euch welche aus der Gegend nennen können.

Zugluft um Fenster liegt an fehlerhaftem Einbau- nicht an der Art der Außenverkleidung und kann relativ einfach korrigiert werden. Mit Kerze oder Anemometer Undichtigkeiten suchen und gezielt beseitigen.



der schiefer ist fast neuwertig



ich kann @pope da nur beipfichten.
Haus aus 1954... dann sind Schieferdach und Wand ja kaum älter ;)
Geh mal rum und schau wie alt gut gepflegte Schieferdeckungen werden können.
Man erkennt auch, daß wertig ausgeflickt wurde.
Sieht das Dach genauso gut aus?
Mach lieber ein Wartungsvertrag mit nem Dachdecker und lass Ihn regelmäßig flicken und penibel überprüfen, dann überlebt dich der Schiefer vermutlich.

Hast Du Geld wie Heu: alles runter und mit dem wertigsten Schiefer gedämmt neu aufbauen, das wird sich aber in 50 Jahren eher nicht amortisieren.

Das ist doch ein klassischer Fall für ne zarte Innendämmung mit WH.
Eventuell Zimmer für Zimmer, wenn mal renoviert werden muss?
Fensterlaibung kannste ja mal an einem untergeordneten Raum von innen öffnen und den Einbau inspizieren. Vermutlich kann man da noch was verbessern.

Mach bloß keine Schnellschüsse !
Man neigt anfangs dazu funktionierendes zu zerstören.
gruß
micha

PS: schickes Haus was man so erkennt.

edit: überschnitten mit andreas ;)



neuer Schiefer



ich habe letztens mit unserem Dachdecker geschwatzt und der hat mir erzählt, dass er jetzt gerade an den ersten Dächern, die er zur Wende mit spanischem Schiefer neu gedeckt hat, die ersten Reparaturen wegen defekter Platten durchführt. Er meint, er kann keinen Schiefer mehr mit gutem Gewissen empfehlen, der deutsche ist ausgebeutet ( und man sieht ja , wie dick die Platten sind) und der spanische ist wesentlich dünner und von viel weicherer Konsistenz, hält also bei weiten nicht mehr so lange und wittert schneller ab.



ja



das ist so.
auch das macht funktionierende, alte eindeckungen besonders wertvoll.



Generell


Generell

Bin ich bei euch, aber das Dach ist in keinem guten Zustand, das Holz der Gauben ist teilweise total hinüber und es wurde immer nur notdürftig und schlecht geflickt über die Jahre. Zudem ist einiges von dem Schiefer schon hinüber und zerbröselt. Leider haben die Vorbesitzer auch Kletterpflanzen bis aufs Dach wachsen lassen. Der Dachdecker will mir natürlich etwas neues Verkaufen, aber 50 -80.000 Euro sind es mir nicht wert, da ist der Leidensdruck zu gering. Danke für die Tipps, ich schaue mich Mal nach einer Schieferprofi um, alles selber machen geht halt nicht immer!



Schiefer decken



meinst Du mit der genannten Summe die Kosten für die Fassade? Bei dem Dach könnte sich ein Durchreparieren z.B. um die Gauben herum auch lohnen, aber das muss vor Ort entschieden werden. Ich wünsche Dir das richtige Entscheidungshändchen.
PS. der Fensteinbau sieht wirklich komisch aus, die scheinen mir ziemlich weit draußen zu sitzen, wenn du unter dem Schiefer noch Schalung hast. Oder die Schalung ist ohne Hinterlüftung direkt aufs Fachwerk genagelt. Weißt Du, wer den Fenstereinbau zu verantworten hat, der Hausverkäufer u.U.? Hast Du einen Energieausweis erhalten ( dazu müßte der Verkäufer verpflichtet gewesen sein)? Da sollte der Wandaufbau beschrieben sein bzw. sich recherchieren lassen.



Wand so lassen



Ich würde auch die Wände mit dem Schiefer so lassen. Die Fenster besser einbauen und abdichten. Das Dach weiß ich nicht, wie kapput es ist. Eine gute Aufdachdämmung hier und wenn Du den Schifferlook mit der neuen Dachdämmung erhalten willst, gibt es z.B. bei Brass Tegalit. Vielleicht kannst Du auch das Dach selbst decken.



Bitte Bild vom Dach



Kannst Du uns das ganze Haus mit dem Dach noch einmal Vorstellenper Bild?



Sehr


Sehr

Gerne