Hausbock in Lärchenschalung




Hallo an alle Holzwürmer,
denke wenn ich mit meiner Vermutung richtig liege habe ich demnächst ein rchtiges Problem.
In 2001 habe ich kleines Grundstück im Landkreis Osterholz-Scharmbeck gekauft und an das bestehende Nachbargebäude (in Blockhausbohlenweise) angebaut.
Aus zeitlichen und finanziellen Gründen blieb die aussen verbaute Lärcheschalung bis April diesen Jahres unbehandelt. Dieses Jahr wurde sie mit Jotun Farbe+Grundierung gestrichen und sieht auch gut aus.
Nur jetzt habe ich an der rückwand an mehreren Brettern kleine Löcher mit Sägemählrändern entdeckt.Ein befrendeter Zimmerermeister riet mir die Bretter sofort abzureissen.
Dabei fiel mir der Feind in die Hände und ich denke es handelt sich um den Hausbock.
Wer kennt einen guten Sachverständigen der meinen Verdacht bestätigt oder auch nicht?
Was ist jetzt zu unternehmen?
Wieso geht das Biest in Lärche?
Wenn eine neue Schalung angebaut wird, wer garantiert mir das, dass Vieh nochmal wieder kommt?
Ist sowas hier Meldepflichtig?
Mit verzweifelten Grüssen Thees



Hallo,



wie groß sind die Löcher denn? Hausbocklöcher würde ich nicht mehr als klein bezeichnen.

Auch wenn Lärche ein im Außenbereich gut dauerhaftes Holz ist, ist doch der offensichtlich mitverbaute Splint anfällig für Schädlinge. Stell doch 'mal Fotos ein.

Holzschutz-Sachverständige findest Du hier im Forum reichlich, sicherlich wird sich z.B. Lutz Parisek zu Wort melden.

Grüße

Thomas





Die Löcher sind so um die 4 mm gross und oval.
Tatsächlich sind die Viehcher nur imm Splintholz zu finden,
also an den Rändern.(hellere Farbe)
Allerdings ist die Schalung waagerecht als Stülpschalung angebracht und zwischen den Brettern mit Lärchenleisten aufgefüttert, selbst da tummelt sich das Viehzeug...
Alles Sc....

Bilder vom Caos folgen



Nur Splint



Guten Tag, wenn es denn der Hausbock ist, was nach ihrer Bescheibung schon passen kann, dann ist nur das Splintholz der Brettverkleidung gefährdet. Lärche hat an sich einen relativ kleinen Splintholzbereich. Wenn die Bretter und Latten jedoch mit großem Splintanteil eingeschnitten sind wird natürlich auch ein großer Anteil durchnagt. Was mir mehr Sorgen macht als die nicht tragende Schalung ist, dass Sie schreiben "in Blockhausbohlenweise angebaut". Heißt das unter der Fassadenschalung befindet sich eine Tragende Blockhauswand?
Zu den Fragen:
Entfernen der befallenen Bauteile löst das Problem, ganz ohne Chemie und ohne CO2 für Hitzebehandlungen. Ist natürlich auch kostenaufwendig und letztlich Umweltbelastung durch die Neuherstellung und Neumontage. Sonst sehe ich für die Schalung nur ein mittelschweres Risiko. Tragende Funktion hat sie ohnehin nicht. Die Ausschlupflöcher lassen verstärkt Regenwasser in das Schalungsholz gelangen. das heißt es entstehen eher unzutägliche Holzfeuchten als bei ungeschädigter Schalung. Folglich ist sie etwas schneller "Verschlissen" und ein geringer optischer Mangel stellt sich durch die Fraßschäden und punktuell erhöhte Wasseraufnahme ein. Die ausschlüpfenden Insekten werden sich paaren und nach weitern geeigneten Hölzern zur Eiablage suchen. Die Gefährdung, dass andere Bauteile befallen werden ist also etwas größer als ohne den Befallsherd direkt am Haus. An tragenden Dachsparren usw. kann ein Befall statisch relevant werden. Also wenn es sich um Hausbock handelt: vielleicht doch die Schalung erneuern und jetzt sowie regelmäßig in den nächsten Jahren andere Holzbauteile auf Befall kontrollieren.
Garantien auf Befallsfreiheit kann Ihnen Niemand geben. Wenn in Ihrer Gegend viele Hausbockbefallene Gebäude stehen, kann schnell einmal wieder ein Gelege in Ihrem Holz abgelegt werden. Für tragende Holzbauteile sollte deshalb immer der konstruktive Holzschutz ggf. unterstützt durch chemischen Holzschutz ausgeschöpft werden. Bei nicht tragenden Bauteilen gilt prinzipiell das gleiche jedoch muss die Gefahrenabwägung hier nicht so hoch angesetzt werden. Eine (teurere) Eichenschalung kann nicht vom Hausbock befallen werden. Splintfreie Lärche ebenfalls nicht.
Bei der Bauaufsicht muss meines Wissens nach inzwischen nur noch in den Bundesländern Thüringen und Sachsen der Befall angezeigt werden. Die anderen Länder haben die Anzeigepflicht soweit ich weiß alle abgeschafft. (Steht in den jeweilgen Landeabuordnungen unter dem Paragraphen "Schädliche Einflüsse" meist so Paragraph Nr. 16 bis 19.)
Es scheint also auf eine ganz persönliche Gefahrenabwägung Ihrerseits hinauszulaufen. Dazu muss natürlich ein möglichst guter Erkenntnisstand über Befallsart und -ausbreitung vorliegen. (Letzters ist oft sehr schwierig einzuschätzen.)
Damit sind wir bei ihrer Ersten Frage: Schauen Sie hier im Forum nach Sachkundigen in Ihrer Nähe, schauen Sie in das Sachverständigenverzeichnis der IHK, schauen sie in die Sachkundigenliste der Gütegemeinschaft. (holz-schuetzen.com?; .de?) Schauen sie z. B. auf die Internetseite des DHBV. Mit freundlichen Grüßen Ihr Ulrich Arnold



Lärchenschalung



Guten Morgen Forumsmitglieder,
nach dem ausführlichem Beitrag von Herrn Arnold muss ich klarstellen, dass es sich bei meinem Haus um ein Holzrahmenbau handelt. Dieser ist mit einer Konterlattung versehen, wodrauf die Shalung montiert ist.
Bei dem Nachbargebäude, wo angebaut wurde handelt es sich um ein massives Blockhausbohlen-Bau älteren Baujahres.
Dabei wollte ich nur darauf hinweisen ob der Schädling von hier kommen könnte...
Ein Gutachter der IHK sieht sich die Sache am Samstag an, bis dahin bleibe ich erst Mal ganz UNRUHIG

Vielen Dank an alle schreibenden