Holzbalkendecke

25.10.2008



Hallo zusammen!
Ich weiß, ein altes Thema, habe aber keine für mich passende antwort gefunden, deshalb stelle ich hier meine Frage, und hoffe mir kann jm helfen:
Wir sind dabei ein ehemaliges Scheunengebäude (Bj ca 1960)zum Wohnhaus umzubauen.
Hierzu sollen Holzbalkendecken eingezogen werden, oben der Wohnraum unten Garage.
Geplanter Deckenaufbau: 20cm hohe Balken, von unten mit Gipskarton verkleidet (Brandschutz) dann Einschub, Schüttung aus Blähschiefer (schallschutz), dann Mineralwolle und Spannplatten oben drauf.
Gibts soweit einwände?
Muss ich auf etwas bestimmtes achten (Dampfsperre, etc)?
Wie dick sollte solch eine Schüttung sinngemäß sein und wie dick die Mineralwolle?
Danke schonmal gruß Fabian





Hallo,

beim Gipskarton sollten Sie die Feuerschutzplatten (GKF) mit dem roten Stempel nehmen und die 12,5er Platten doppelt legen.
Sie erreichen dann in etwa die Feuerwiderstandsklasse F 60.
Aber wozu das in einem Einfamilienhaus ?

Der Blähschiefer ist leicht und deswegen nicht unbedingt ein guter Schallschutz. Die gefundene Lösung ist aber ein guter Kompromiß. Guter Schallschutz wäre Sand (geglüht), weil der Masse mit einem hohen Faktor der inneren Reibung verbindet.
Mit 25 mm MiWO als Trittschallschutz kommt man erfahrungsgemäß hin. Man kann aber auch Masse und Feder noch optimieren. In meiner Bildergalerie hab ich den Zusammenhang mal dargestellt.
Die Dampfbremse können Sie weglassen, wenn nicht gerade eine dauernd dampfende Küche, das Bad oder eine Sammlung von Warmwasseraquarien darunter steht. Dann wäre ohne Dampfbremse nämlich Schimmelbildung an dichten Bodenbelägen zu erwarten. Wenn Sie so etwas befürchten müssen, dann hilft es schon, den entsprechenden Abschnitt der Deckenunterseite z.B. mit Latexfarbe dichtzustreichen.

Grüße vom Niederrrhein





Also lt. meinem Architekten müssen wir da Feuerwiderstandsklasse 30erreichen. lt. Baustoffhändler ist hierfür 1 mal 10mm ausreichend, aber soweit sind wir noch nicht,
Die MiWo ist nicht als Trittschalldämmung (sowieso uninteressant, da Garage drunter!) gedacht, sondern wegen der Wärmeisolation!!!
Und meine Frage mal genauer: Wird der Blähschier so wie er ist verwendet oder wie Beton o Estrich angerührt?





Hallo,

das sind ja einige neue Infos:
Der Blähschiefer ist auf die Wärmedämmung anrechenbar.
Reine Miwo-Daämmung gegen kalten Keller oder Garage am Boden braucht 10 cm in WLG 040.
Aber dafür ist Ihr Archi da !

F30 zwischen Garage und Wohnung halte ich für bedenklich. Aber auch dafür zeichnet Ihr Architekt verantwortlich.
Böähschiefer wird im allg. als Schüttung verwendet, alles andere ist experimentell, aber das machen wir ja hier reichlich.

Grüße





ja, klar, nur ich wolte schonmal vorab ein paar Infos einholen, meinArchi ist erst nächte Woche wieder da.

Auf die Sache mit dem Blähschiefer komm ich aus 2 Gründen: Zum einen wird er nur 15 km von mir hergestellt, und warum Vermischen: Mein Schwiegervater sagte, so sei in seinem Haus ausgebaut worden, ich vermute aber hier ging es um Estrich!?



Da der Schallschutz...



...keine Rolle spielt, laß den Schiefer weg und füll mit Miwo auf. Nimm anstatt der Spanplatten OSB, verleim sie ordentlich und streich die Rigips nicht gerade fünfmal mit Latexfarbe Garagenseitig. Es sollte noch etwas Diffusionsoffenheit zum Kaltraum gewährleistet sein. Korrekt wäre noch ein Andichten der OSB an die umlaufenden Wände oder Fußpfetten der Scheune. Die F-Klassen und die daraus resultierenden Rigipsstärken handele mit deinem Architekt aus.

Gruß Patrick.





@Patrick:
Ich habe geschrieben das eine Trittschalldämmung uninteressant ist, da drunter Garagenräume sind, allerdings soll der Schallschutz nicht vernachlässigt werden, da ich ja nicht vom Sofa fallen will, wenn unten jm einen Traktor startet.

Was mich brennend interessiert: Wie dick muss wohl eine sinnvolle Blähschieferfüllung ausfallen (ungefähr!)? Möchte mal Kosten überschlagen, und planen ob und wie hoch ich über die tragenden Balken noch aufbauen muss.
Achso: Wie viel Freiraum muss wohl zwischen Einschub und Rigipsplatte bleiben? reichen 3 cm?

Vielen Dank für alle Antworten



Noch ein paar Alternativen gefällig?



Unterseitig würden wir eher die Fermacellplatten empfehlen, da diese aus verschiedenen Sichtweisen sinnvoller sind.
http://www.xella.de/html/deu/de/fermacell_gipsfaserplatten_produkte.php?language_id=1&countries_id=1&area_code=3&product_id=42&sub_detail_type_id=1&dyn_section=sub_detail

Den Zwischenraum von Unterbeplankung bis Blindbodenunterkante kann man eventuell mit Hanfmatten füllen (aber nicht zwingend notwendig).
Ab Oberkante Blindboden sollte unbedingt ein vollflächiger Rieselschutz aufgebracht werden (Geovlies ausreichend!), also bestenfalls gleich balkenüberlaufend.
Die Füllung in der Balkendecke könnte außer Blähschiefer auch andere Materialien (Blähglas, Trevertinsplitte, Lehmschüttungen/Lehmsteine etc.) erlauben, die eine bessere Feuchteregulierung und Massespeicherung erreichen.
Oberflächentechnisch wäre auch eine 50 DHD Doserplatte denkbar (kommt auf den Balkenabstand an!), die aber auch problemlos auf einen billigen Rauhspund verlegt werden könnte. Endlage wäre hier eine Dielung möglich aber auch OSB, wenn das gewünscht ist.
Welche Nutzungvorstellungen bekommen die Räume oben?
Sind da Höhen (Türen Brüstungen etc.) bereits einzuhalten?

Hilfreiche Grüße
Udo Mühle





Danke für die Alternativ Vorschläge, die oberen Räume sollen Wohnräume werden, unten sind Garagen.


Zitat:Den Zwischenraum von Unterbeplankung bis Blindbodenunterkante kann man eventuell mit Hanfmatten füllen (aber nicht zwingend notwendig).

Wie hoch ist denn dieser Zwischenraum sinnvoller Weise????


Nein, eigentlich sind wir frei in der Höhe, gern würde ich aber möglichst eine geringe Aufbauhöhe erzielen.

Wie dick sollte denn die Schüttung sein? (Wir werden Blähschiefer verwenden, den gibts hier um die Ecke ab Werk)
Auf einen Rieselschutz kann ich, denke ich, verzichten da der Einschub ziemlich dicht wird und falls beim befüllen ein paar Körnchen durchgehen.... (Garage) Später wird ja die Fermacell oder Rigips Platte alles abdichten.

Gruß Fabian



Zwischenraum



Bei einer seitlichen Latte von 4 x 6 ist der Zwischenraum 4 cm.
Rieselschutzvlies ist trotzdem sinnvoller, da ja auch viel Staub dabei mit anfällt und nicht der Kostenfaktor ist.
Die Variante mit der DHD Doserplatte als gute Unterlage für den Bodenendaufbau ist schon empfehlenswert.
Bin auch zu gesprochenen Info's gern bereit (0160-7226041).

Grüße Udo





Danke, und wie dick sollte eine Blähschieferschüttung sinnvollerweise sein?





Kann oder will mir niemand auf diese Frage antworten?



Wir können darüber auch telefonisch schwatzen



Hängt von der statische Situation ab.
Außerdem von den Querschnitten und den weiteren zu erwartenden Lasten.
Einen Statiker konsultieren!!

Zu weiteren Fragen kannst Du mich auch tagsüber unter: 0160-7226041 konsultieren oder abends unter 035936-45398.

Grüße in die Nacht





Was soll das mit der Statik zu tun haben (ausser gewicht, ist scho klar) aber es geht mir erstmal um eine Sinnvolle Dämmung, also wie dick sollte eine Schüttung sein um ordentlich Schall zu schlucken?