schallschutz trockenbau




hallo,
ich plane gerade trockenbau-holzständerwände. die Ständer haben 40/80 mm und sind doppelt beplankt mit Gipskarton bzw einfach mit lehmbauplatten.
der Zwischenraum soll mit Holzweichfaser gedämmt werden.
wie optimiere ich nun den schallschutz? ist es besser den zwischenraum komplett zu dämmen oder nur 60 mm und 20 mm luftschicht? was gilt es sonst zu beachten bei der beplankung und den anschlüssen?
danke!



Trockenbauwand



Statt Holz besser Metallprofile nehmen.
Statt selber rumzuwursteln die Planungsunterlagen der Trockenbauhersteller (Rigips, Knauf, Fermacell...) nutzen. Genaue Aufbauanleitungen mit Details und Materialangaben und die dazugehörigen Schalldämpfungsmaße finden sich im Netz.





sehr geehrter herr böttcher,
ich werde holzprofile verwenden. die anschlüsse an den besatnd sind einfacher, der zimmerer kann es besser und günstiger verarbeiten, etc.
planungsunterlagen gibt es viele und ich habe auch viele gelesen.
die frage mit der luftschicht wurde mir da allerdings nicht beantwortet, weshalb ich sie hier stelle...



Trockenbauwand



Ihre Entscheidung sagt mir das Sie keine Erfahrung im Trockenbau haben- das ist kein Vorwurf, deshalb fragen Sie ja.
Ich habe Erfahrungen, auch praktische, im Trockenbau.
Die sagen mit das Metallprofile maßhaltiger, leichter und besser verarbeitbar sind (vorausgesetzt man weiß wie) als Holz.
Deshalb meine Empfehlung.
Ob mit oder ohne Luftschicht finden Sie sehr wohl, die Stärke der Materialien ist angegeben, es gibt detaillierte Schnittzeichnungen.





sehr geehrter herr böttcher,
es ist ja durchaus in ordnung, dass sie ihr erfahrungen weitergeben. trotzdem gibt es nun einmal die möglichkeit aus verschiedenen gründen holzunterkonstruktionen zu verwenden und es wird auch nicht nur einmal so gemacht.
ich hatte eigtl eine einfache, präzise frage gestellt, die ich nach durchsicht aller unterlagen von knauf, fermacell, etc. nicht beantworten konnte:
bringt einen ncht vollständige Dämmung des zwischenraumes schalltechnisch vor- oder nachteile? das müsste eigtl (zb durch einen akustiker) klar zu beantorten sein?



Schallschutz



Dann gebe ich Ihnen eine klare Antwort:
Wenn ich noch nicht mal weiß welche Art Schall gedämmt werden soll ist das Nachdenken über Schallschutz wenig förderlich, auch das ich für Sie im Netz die entsprechende Seite herauskopiere.
Schallschutz (hier wahrscheinlich Luftschall)ist eine komplexe und diffizile Angelegenheit. Das beginnt eben auch mit der Wahl der Tragprofile.
Es ist müßig über Hohlräume zu spekulieren wenn Sie einschalig mit Kanthölzern arbeiten.
Hohlräume sollten (müssen aber nicht)möglichst immer vermieden werden (Resonanzwirkung).
Resonanz kann man auch anders mit einfachen Mitteln und in bestimmten Frequenzen brechen.


Noch ein Hinweis zum Schluß,
dann bin ich aus dem Beitrag raus:
Es macht einen Riesenunterschied ob es sich hier um eine gemeinsame oder getrennte Nutzungseinheit handelt.
Es gibt es keine speziellen Vorgaben zur Schalldämmung innerhalb der Nutzungseinhheit, nur nach außen.
Etwas anderes ist es wenn es sich um Trennwände zwischen Nutzungseinheiten handelt. Da haben Sie mit Ihrer Frage versucht durch ein kleines Loch in den komplexen Raum "Schalldämmung" zu gucken in der Hoffnung ein winziges Eckchen zu sehen.
Statt: "Hohlraum oder nicht" welche Räume mit welcher Nutzung schalltechnisch getrennt werden sollen.
Dann haben Sie Hinweise zum Wandaufbau.
Was noch fehlt ist der Fußboden, die Decke und die Wandöffnungen.



danke!



das ist eine hilfreiche antwort für mich.
es ist innerhalb einer nutzungseinheit, zwischen wohn- und schlafräumen bzw. bädern. also jeglicher fall und obwohl es da keine werte einzuhalten gilt möchte man halt mit den mitteln die man hat einigermaßen guten Schallschutz für die bewohner herstellen.
ich dachte dass das mit dem Hohlraum ebenso klar zu beantworten wäre wie z.b. dass man den Fußboden besser trennt oder dass man beide seiten möglichst nicht gleich beplankt. oft ist es aber halt nicht so einfach...



Was



spricht gegen Holzlatten?

Wichtig ist das der Wandaufbau keine Hohlräume hat die ggf. den Schall verstärken können.

Wir arbeiten sehr viel mit Latten Lehmbauplatten und Flex Dämmstoffen.

Wir stellen die Latten unten i. d. r. auf Dämmstreifen um den Köperschall zu reduzieren.

Grüße Gerd



Trockenbau



Dachlatten mit Randprofilen zu kombinieren geht gut, vorausgesetzt die Dachlatten sind auch gerade. Da geht es schon los. Bei größeren Längen wirklich gerade, nicht verzogene Stücke zu finden ist für Heimwerker die in Baumärkten einkaufen nicht so einfach. Metallprofile sind alle gerade und fluchtend.
Wenn die Randprofile montiert sind (mit selbstklebenden Dämmstreifen) brauche ich die Ständerprofile nur hineinschieben, fixiert werden sie beim Verschrauben der Platten. Bei Holz muß ich die hölzernen Randprofile zuerst fixieren. Durch ein 40 mm dickes Holzprofil zu bohren und dann das Dübellloch auf dem Boden genau darunterliegend zu positionieren ist aufwändiger und schwerer als durch ein vorgestanztes Loch im Randprofil zu bohren. Die hölzernen Ständer kann ich auf dem Randprofil nur mit Winkeln ordentlich fixieren. Eine Schraube die beim Setzen der Platten 5 mm vom Rand eindringt spaltet Holz, Blech nicht.
Kabel und Leitungen kann ich durch die vorgestanzten Öffnungen der Ständerprofile durchfädeln, Holz muß ich extra bohren... und noch eine Reihe weiterer Vorteile von Metall zu Holz.



Natürlich würde man KVH Holz



für eine solche Konstruktion nehmen, die sind i. d. r. gerade und verziehen sich nicht.

Natürlich haben C-Profile Vorteile und auch Nachteile.

Ich will hier kein Glaubenskrieg anzetteln aber Trockenbaukonstruktionen aus Holz und Lehm pauschal abzulehnen ....

Grüße Gerd



Schallschutz



Zum "Glaubenskrieg" noch eine Information:
Laut DIN 4109 Bbl.1, Tabelle 9 (Die Seiten die der Fragesteller nicht finden konnte oder wollte) als Beispiele Angaben zum bewerteten Schalldämmmaß von doppelt mit GK 12,5 beplankten Wänden:

Holzständer 60 mm, Dämschichtdicke 40 mm, 46 db
CW- Profil 50 mm, Dämmschichtdicke 40 mm 49 db
Holzständer einfach beplankt: 38 db
CW- Profil einfach beplankt 45 db.
3 bzw. 7 db Differenz hören sich nicht viel an, dazwischen liegen aber Welten.



Wie



sieht das eigentlich mit der Durchbiegung aus?

In der Schule hatten wir GK-Ständerwände mit CW-Profilen (Deckenhöhe ca. 3,5 m). Da konnte man wunderschön sehen wie sich die Wände um mehrere cm ausbeulten sobald sich auf einer Seite jemand gemütlich anlehnte. Das kann doch nicht ganz im Sinne des Erfinders sein, oder?



Trockenbauwand



Das ist "nicht ganz im Sinne des Erfinders".
Das ist Pfusch.
Pfusch in der Planung und/ oder in der Ausführung bitte nicht dem Materialsystem anlasten.
Wenn ich genauere Angaben kriege ( ein- oder zweischalig, Ein- oder Zweiständerwand,Profilabstand, Schraubenbild, Art der Beplankung, Nutzung der angrenzenden Räume wäre es mir eine Freude diesen Pfusch zu substantiieren und Wege aufzuzeigen wie man es richtig/besser macht.



Schalldämmung Trockenbauwand



Aufgrund geringerer Masse sind Metallprofile schalltechnisch günstiger als Holzprofile.
Sofern statische Anforderungen bestehen oder schwerere Lasten befestigt werden sollten haben Holzprofile Vorteile.

An allen Rändern die entsprechenden Schalldämmunterlagsstreifen verwenden, wie von div Herstellern angeboten
(Knauf, Rigips, Fermacell, Protektor, Lafarge etc)

Hohlräume innerhalb der Wand immer komplett ausfüllen, um Resonanzräume zu vermeiden.

Die 2. raumseitig Läge der Gipsplatten nur sparsam verschrauben-ca 30 cm Abstand,- da diese Lage dann besser unabhängig von der untersten den Schall besser absorbieren kann.

Falls sich nach Abschluß der Arbeiten herausstellt, dass der Schallschutz noch besser sein soll kann eine zusätzliche Lage Platten zur Schallabsorption mit etwas Abstand vor der Wand montiert werden (siehe Schalldämmkonstruktionen der og Hersteller)

Besonders auch auf gute Dämmung von evt Türdurchgängen achten,
schallgedämmte schwere Türblätter verwenden, Zargenhohlräume voll mit Weichzellenschaum füllen

Andreas Teich



Genau



das hat mich interessiert, ob das ein System- oder Ausführungsproblem ist. Technische Details weiß ich leider wenig, ich war nur ein neugieriger 14-jähriger Schüler in einem an sich fertigen Gebäude, Details über die Konstruktion habe ich nur anhand von Fehlern - Decken, bei denen man bei Streiflicht die GK-Platten zählen kann, dank fehlender Stopper von Türgriffen eingedrückte GK-Wände etc.

Was die biegsame Wand anbelangt meine ich von der Dicke her war das doppeltes Ständerwerk und zumindest einseitig doppelt mit 12,5er-Gipskarton beplankt, allerdings kann ich mich an doppelte Beplankung nur von Löchern in anderen Wänden erinnern, nicht in dieser konkreten.

Auffallend stark war die Durchbiegung nur in nicht ganz vorgesehenen Lastfällen (Rangelei und jemand kippt gegen die Wand), aber das waren nur schmächtige Jugendliche und selbst bei normalem Anlehnen konnte man die Durchbiegung sehen.



Trockenbauwand



Vermutlich wird das keiner der eifrigen Schreiber zu diesem Thema lesen aber trotzdem:
Hier steht drin wie man es richtig macht. Ähnliche Unterlagen gibt es auch von den anderen Markenherstellern.

http://www.rigips.de/sites/default/files/downloads/verarbeitungsrichtlinien/vr_trockenbau.pdf