Schallschutz Decke

21.12.2005



Liebe Fachwerker,
Derzeit bin ich dabei, meine Decke zwischen EG und 1.OG in meinem neien Haus einzubauen. Dazu will ich zwischen die Deckenbalken eine Deckelschalung einbauen. Der Architekt rät mir aus Gründen des Schallschutzes (Trommeleffekt) den entstehenden Hohlraum auszustopfen. Da es hierbei nicht um eineWärmedämmung geht sondern einfach nur verhindert werden soll, dass ein Resonanzraum entsteht ist mir Hanfdämmung einfach zu teuer (sind ca. 50m² bei ca. 14 cm Stärke). Was habe ich für Alternativen, Glaswolle???
Vielen Dank für Eure Hilfe.





Hallo

wie wäre es mit Zelluloseschüttung.
Glaswolle im Innenraum ist aus wohnphysiologischen Gründen nicht geeignet.

Grüße

Jochen Engelhardt



Kosten Zelluloseschüttung



Hallo Herr Engelhrdt,
was müsste ich rechnen für ca. 6 m³ Zelluloseschüttung in Euro?





Hallo

hier in unserer Region wird die Zellulose mit ungefähr 70 Eur netto eingebaut.

Grüße



Schallschutz



Zelluloseschüttung ist gut für die Dämmung, aber nicht für den Schallschutz. Hier hilft nur Masse. Ist hier schon mehrfach beschrieben worden. Schau doch mal in Fachwerk nach Schlagworten unter "Schall" nach!
Gruß aus Dortmund
Harald Vidrik



Schallschutz Decke



Hallo Herr Vidrik,
Schallschutz braucht Masse ist richtig. Dazu wird über den Balken eine Lehmsteinschicht eingebaut.

Meine Frage bezieht sich aber auf den Hohlraum der zwischen den Balken entsteht, wenn ich die Deckelschalung einbringe. Die wirkt doch dann wie ein Resonanzraum (Trommel). Was kann ich dagegen tun.



Dämmung



Hallo Karsten,
der Aufbau Ihrer Decke ist mir nicht ganz klar. Warum bringen Sie nicht die Lehmsteine in den Hohlraum?
Man hat früher in die Hohlräume Schlacke oder teilweise Bauschutt eingebracht (ist heute natürlich nicht zu empfehlen).
Sie könnten auch Blähton 8-16mm oder 4-6mm einbringen.
1,5 m³ kostet bei www.conluto.de Brutto 104,54 € = ca. 10,71 €/m² bei 14 cm Dicke.
Von Glaswolle würde ich in jedem Fall abraten.
Gruß aus Dortmund
Harald Vidrik



Schallschutz



Hallo Herr Vidrik,

folgender Aufbau über den Deckenbalken ist geplant:
1. Rauhspund 1" (liegt schon)
2. Rieselschutz
3. Lattung (ca. 5 cm) die auf Filz liegt
4. Fichtendiele (28 mm)
zwischen die Lattung werden Lehmsteine gelegt (wegen Masse).

Zwischen den Deckenbalken soll eine Deckelschalung eingebracht werden. Dadurch entsteht ein Hohlraum zwischen dem Rauhspund und der Deckelschalung, den ich nicht unbedingt als Resonanzraum erhalten möchte. Meine Frage zielte darauf, was kann ich dort einbringen, ohne große Investitionen zu tätigen?
Hanf hatte ich eigentlich geplant, aber der ist ja ganzschön teuer.
Vielen Dank!



Schallschutz



Hallo Karsten,
haben Sie schon mal daran gedacht,Stroh mit einer Lehmschlämme zu begießen und in den Hohlraum zu stopfen, wie bei einer Strohleichtlehm Stampfwand?
Gruß aus Dortmund
Harald Vidrik



Strohlehmschüttung



Eine klassische Lösung ist so ähnlich wie der Harald Vidrik beschreibt: Eine Strohleichtlehm Schüttung wird auf den Blindboden (Deckelschalung ist eigentlich etwas anderes) zwischen die Deckenbalken gegossen und abgezogen. So erreicht man die Masse und die Hohlraumfüllung in einem Arbeitsgang.
Dann kann der Dielenboden ohne weitere Masse gelegt werden.
Eine traditionelle, in Jahrhunderten bewährte und schalltechnisch einwandfreie Konstruktion.

Gutes Gelingen,
jh



Unüblich, aber sehr effektiv



Hallo. Ich saniere zur Zeit eine alte Mühle aus dem Jahre um 1300. Da dort mehrere Wohnugnen entstehen, stellte sich mir auch das Problem mit dem Schallschutz. Ich weiß nicht, was Sie an Raumhöhe zur Verfügung haben, aber unser Aufbau sieht folgendermaßen aus. Balkenlager, einbringen der ublichen "Stickstecke", 5 cm Holzfaserplatte(Isotherm), ausfüllen mit Splitt bis ca 4 cm über der Oberkante der Balken. Anschließend entweder OSB udn Belag oder Lattung und Dielen. Rumhopsen kein Thema, da keine Verbindung zum Untergrund, was Schall übertragen kann. Masse ist reichlich. LG