Schallschutz einer dünnen Holzwand

24.11.2018 Knorkator



Hallo,

zwei Stockwerke unseres Hauses sollen zu einem Wohnbereich verbunden werden. Dafür möchte ich im Treppenhaus zwischen den Geländern eine Wand einsetzen, so dass die beiden oberen Stockwerke vom unteren getrennt sind. Zwischen den Geländern habe ich nur max. 4,5cm (von Handlauf zu Handlauf) Platz.
Mir ist klar, dass ich hier keine hervorragende Wärme-/Schallisolierung hinbekomme, ich möchte sie aber möglichst maximieren.
Ich dachte an einen mehrschichtigen Aufbau z. B. Sperrholzplatte(12mm)-Holzfaserpatte(10mm)-Sperrholzplatte(12mm). Die Platten würde ich von beiden Seiten gegeneinander flächig verschrauben und spachteln. Lange, aneinanderstoßende Kanten mit einer Leiste überdecken und verschrauben oder nageln. Die Außenseiten sollen hinterher weiß lackiert werden wie das restliche Treppenhaus bzw. Holz dort. Ich befürchte aber, dass sich die Sperrholzplatten wellen. Wären OSB-Platten besser geeignet?

Beste Grüße und vielen Dank!



Getrennte Wohneinheiten ?



Wenn ich das richtig verstanden habe , soll die EG Ebene eine Wohneinheit und das 1. und 2. OG (zusammengefasst) eine Wohneinheit ergeben.

In diesem Fall würde ich, wenn möglich, die Trennung bereits am unteren Ende der Treppe ( im EG ) vollziehen.
Das hätte mehrere Vorteile.

1. Die Bewohner des EG heizen nicht Teile des Treppenhauses mit.

2. Die Trennwandstärke könnte evtl. erhöht werden,
womit dann auch der Schall / Wärmeschutz besser realisierbar würde.

Sollte ich Dich falsch verstanden haben, bitte ignorieren.

Um auf Deine Frage direkt zu antworten.
Ich würde anstatt der Sperrholzplatten lieber OSB-Platten verwenden.
Jedoch wird sich egal wie, weder ein vernünftiger Schall - noch Wärmeschutz realisieren lassen.

Viele Grüße
Hanno



Stand heute



Nee, ist schon korrekt angekommen. Habe heute den ersten Teil eingesetzt. Ich denke ich werde es mit osb probieren. Da muss ich halt mehr spachteln, hoffe aber das gewelle auszuschliessen.
Das mit der iso ist klar, spätestens wegen der Einfachverglasung der Türen.

Falls noch jemand nen hilfreichen Tipp hat...

Auf dem Bild sieht man jetzt auch die Wohnungstür(en) im 1. OG. Eine führt in die Whg., die andere jetzt zum 2. OG. Es geht um den Teil, der jetzt noch offen ist. Wollte dort den unteren Teil der Trennwand an der Unterkante der nach oben führenden Treppe ansetzen und nach der 180° Kehre den oberen Teil der Trennwand an der Oberkante der Treppe befestigen.
Auf dem Weg EG nach OG lass ich das lieber, weil es sonst recht dunkel wird im Treppenhaus.

Gruß

Karl



Der Stabilität wegen...



...würde ich 2 x22mm OSB verbauen, überlappend verschraubt.

Nimmt man die geschliffene Variante, kann darauf ganz gut Vlies geklebt werden und das verspachteln entfällt.

Grüße

Thomas



Wand im Treppenhaus



Moinsen,

mische mich mal ein, weil wir evtl. bald was ähnliches bauen ;-)

Ich glaub ganz hab ichs nicht geblickt, aber soll die Trennwand nur auf einer Treppenwange aufsitzen ? Wenn man die Trennwand in der Dicke des Abstandes beider Wangen baut, hat man natürlich ordentlich Platz für Dämmung. Sozusagen die Überbrückung des "Schachtes" zwischen beiden Treppenwangen, die muss ja eh zu gemacht werden. So kann man u.U. je nach Bausituation auch die Treppengeländer innen weiterverwenden und muss die nicht rückbauen.

LG



Treppenwangen



Moin. Mir fehlte der richtige Begriff hier. Treppenwange ist es wohl.
Die Konstruktion hier reicht von einer Treppenwange zur darüberliegenden. Blöd ist halt auch, dass, egal wie dünn/dick (max. 4,5cm) die Wand wird, hinterher der Handlauf nicht mehr zu Umgreifen ist. Und da möchte ich bautechnisch nicht dran.



Abstand Wange Wange



Hi, die Wange ist quasi die Halterung der Stufen, also das Diagonal laufende Ding, was die Treppe hält.

Also dein Abstand zwischen den Wangen ist nur 4,5 cm ? Schad, dann gewinnt man natürlich nicht viel :-(

Dann wäre die Frage, ob man die Wand von der Stufenseite auf die Wange bringt und damit den Handlauf einbaut. Dann wäre er zwar weg, aber "konserviert". Kommt allerdings auf die Treppenbreite an, wenn man da keinen Platz verschenken will/kann ...

ja schwierig, wir haben ähnliche Überlegungen, den unteren Hausteil vom oberen abzutrennen und überlegen, was man da machen könnte.

Kannst ja mal schauen, ob sich das Geländer einigermassen Stressfrei demontieren lässt, dann wäre zumindest 2 mal Wange plus Abstand dazwischen als Wanddicke zur Verfügung.

Frage an die Profis : Wand dann eher "schwer" auslegen und mit Fermacell + Putz/Spachtel ? Hängt vermutlich vom Schwingungsverhalten der Treppe ab. Ich frage wegen Rißbildung.
Dann den Hohlraum dazwischen mit Finfloc/ISOfloc auffüllen, kann man billig selber machen, müsste als Schallschutz funktionieren... Aber hey, lieber nochmal abwarten was die Profis hier im Forum dazu sagen, ich bin auch nur ambitionierter Hobbyist ;-)

Gruß



Es gibt...



...doch gar keinen Hohlraum zum verfüllen.

2x OSB 22mm habe ich vorgeschlagen, weil fester und weniger spröde als GK und Fermacell. Diese sollten immer eine Tragkonstruktion haben, wofür hier schlicht der Platz fehlt.

Die OSB würde ich zwischen 2 aufrecht stehende Bohlen in 44mm Stärke stellen. Diese Bohlen werden vorher einseitig mit einem Falz von 22mm Tiefe versehen, so daß zuerst eine OSB-Lage in den Falz geschraubt wird, die andere Lage dann von der Gegenseite stumpf dagegen.

Mit dieser wie auch mit anderen denkbaren Konstruktionen ist kein hinreichender Schall- oder Wärmeschutz zu erreichen. Aufgrund der geringen Breite ist das, egal wie ausgeführt, Bastelwerk von begrenztem Wert.

Einzige (sehr hochwertige) Ausnahme: Ein Stahlgerüst aus vor Ort verschraubten Modulen, in das hochwertige Isolierglasscheiben montiert werden. Gänge ja des Sichtschutzes halber auch mit Milchglas oder foliert.

Soweit Wohneinheiten nicht nur innerfamiliär abgetrennt werden, sollten auch 'mal die einschlägigen baulichen Regelungen betrachtet werden...

Grüße

Thomas