Mineralwolle als Fußbodendämmung?

19.05.2012



Hallo miteinander,

unser altes Hauss (Backstein, Bj 1900) soll energetisch aufgemöbelt werden. Da es nur teilunterkellert ist und der Keller nur 175cm hoch ist, haben wir uns für eine oberseitige Fußbodendämmung entschieden.
Um die berechneten Dämmwerte einzuhalten, sollten nach ursprünglicher Planung 70mm-PUR-Platten (alukaschiert, WLG 024) verlegt werden. Darüber dann PE-Folie und Dielen. (Der Betonfußboden wurde bereits mit Bitumenbahnen abgedichtet.
Der gesamte Aufbau soll ca. 12,5cm hoch werden (berücksichtigt anschließende Türen und Treppen)

Jetzt kann ich mich für keine Dielenkonstruktion entscheiden (Dielen sind mit 27mm vorgesehen).

a) Auf Tragbohlen (80mm) verschraubt; die Tragbohlen würden mittels Gummi-Pads und Ausgleichshölzern (10-20mm) lose auf dem wegen Bitumenbahstößen etwas welligen Rohfußboden liegen? Bedenken: Die Fugen zwischen Tragbohlen/PUR-Platten, bei Gummi-Pads/Ausgleichshölzern der Abstand zwischen Tragbohle und Bitumenbahn sowie ein Hohlraum von 2-3cm unter der Dielenlage (Schalldämmung?).

b) Eine auf den PUR-Platten schwimmende Dielenkonstruktion mit querlaufendenen, trittschall-gedämmten Konterlatten (alle 60cm). Vorteil: Die durchgehende PUR-Dämmlage. Fraglich ist, ob die PUR-Platten beim Begehen nicht doch knirschen und knarzen, da sie leider nicht so richtig Plan aufliegen (Bitumenbahn-Stößen.) Und auch hier das Problem des Hohlraumes zwischen PUR und oberster Dielenlage (ebenfalls ca. 3cm)

Daher noch eine dritte Variante:

c) Dielenkonstruktion auf Tragbohlen wie bei a). Statt 70-mm-PUR-Platten dann aber 100mm Mineralwolle (WLG 032), die den gesamten Hohlraum bis unter die oberste Dielenlage und auch unter den Tragbohlen (stopfen) ausfüllt. PE-Folie als Feuchteschutz obendrauf. Energetisch komme ich damit auf die gleichen Werte, feuchte-technisch erscheint mir der wohl bekannte U-Wert-Rechner hier nicht ganz sicher zu sein. Gibt es hier Bedenken? Über Mineralwolle im Fußboden wird kaum mal berichtet, hat das seinen Grund?

Variante d) (Ausfüllen mit Perlite) kommt leider nicht in Frage; der benötigte U-Wert wird nicht erreicht.

Hat noch jemand weitere Ideen? Wichtig sind hoher Dämmwert, sichere und nervenschonende Konstruktion (Aufwand und auch langfristig ohne Beschwerden) und nicht zuletzt auch die Gesundheit (PUR/Minearalwolle)

Jetzt schon Danke für die vielen Beiträge, ich mach´ jetzt erst mal Brotzeit
Mahlzeit



nur



eine Frage, die mir auffällt - Trittschalldämmung und Schalldämmung als Auswahlkriterium auf 175 cm hohen Keller ?
Ich denke mal, das kann wegfallen. Steinwolle würde ich persönlich wegen Getier und Feinfaser in Lunge nicht mögen. Baugefühl: A), den Hohlraum könntest Du ja noch mit Verlitte aufüllen, ob daaaas was bringt - ich weiß es nicht ....



Raumschall, Trittschall oder überall



Hab ich´s wieder verwechselt?
Mit Trittschall meinte ich die Hohlgeräusche, die beim Begehen des Dielenfußbodens im selben Raum (nicht im Keller) zu vernehmen sind.



Mineralwolle und Fasern



Mineralwolle soll heißen Glaswolle, die ja nicht mehr allzu sehr ausfasert. Im fertigen Fußboden wäre sie ja wegen obenliegender PE-Folie auch nicht mehr zugänglich (wie bei Leichtbauswänden ja auch nicht)



also



Hohlgeräusche - das käme auf einen Test an, aber 27er Dielen, deren Hohlraum-Schall "wieder nach oben abstrahlt" und den Läufer stört - meine ??? bleiben. Dieser Resonanzen würden wohl eher den darunter stören - den gibt es nicht. Aber mein Vorschlag - füll es auf - mit Perlite oder gleichwertig. Wenn Du aber die Dämmung statt 6o auf 80 nimmst - dann bleibt nur der Hohlraum in Höhe der Ausgleichsklötzer.

Meine bedenken wegen der Faser beginnen schon beim Einbau - da hilft auch keine Folie !



Schüttung mit EPS



Ich hab eine ähnliche Konstruktion auf der Kellerdecke. Ich habe die Kellerdecke (Eichenbalken) von unten mit Straßenbauflies und Rauhspund verkleidet und dann eine Schüttung aus Recycling EPS Kügelchen durchgeführt. Darauf Eichendielen auf Deltavent Unterspannbahn (wasserdicht und diffusionsoffen).

Ich hab noch keine schlechten Erfahrungen gemacht und der Architekt hat seinen Stempel gegeben.

Schüttung aus Recycling EPS ist deutlich günstiger als Mineralwolle bei gleichem U-Wert.

Irgendwelche andersgearteten Meinungen der Experten?