Schädlinge in 23 Jahren alten Holzfenster




Wir haben in unserem Wohnzimmer ein nagendes Geräusch gehört und nach öffnen des Fenster haben wir Ausfluglöcher gefunden. Danach haben wir unsere restlichen Fenster untersucht und konnten in drei weiteren ebenfalls solche Löcher finden. Uns sind die gleichen Löcher auch in unserem Brunnen und unserem Treppengeländer aufgefallen. Im Brunnen und im Treppengeländer haben wir Wurm tot in die Löcher gespritzt und uns ist keine Weiterentwicklung aufgefallen. Vor zwei Jahren hatten wir in einem dieser drei Fenster schon solche Löcher und haben sie mit Wurmtot behandelt. Nachdem wir letzte Woche unsere Fenster im Wintergarten geputzt haben fanden wir wieder in zwei Fenstern solche Löcher. Uns ist aufgefallen das alle Befallenen Fenster in Richtung Süden oder Westen zeigen. Nun fragen wir uns wieso nach 23 Jahren unsere Fenster befallen sind und um was für eine Schädlingsart es sich handelt.



ich



kann zwar die Viehcher nicht bestimmen, hatte aber bei Fieferfenster ein ähnliches Problem. Was für Holz wurde denn zum Fensterbau verwendet ?





Die Fenster sind aus Kiefer Holz. Sie wurden mit Holzschutzlasur von Sikkens gestrichen. Alle zwei Jahre haben wir sie nach gestrichen. Sie sind zum Teil mit Alu verkleidet. Unser Nachbar legt keinen Wert auf den Erhalt seiner Fenster und streicht sie nicht, könnte es davon kommen. Er wohnt auf dieser „Befallenen“ Seite.



Und nun?



Den Nachbarn zur Rechenschaft ziehen und verklagen? Ist doch egal, woher die Biester gekommen sind, Ihr müsst sie wieder loswerden... und anscheinend hilft der Holzschutz ja diesbezüglich nix...

MfG,
Sebastian Hausleithner



Wir leben im Jahr 2013 --



- Seit mindestens 30 Jahren werden die Fensterrahmenkanteln
aus 3 -Schichtigen Lamellen hergestellt.
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Das heißt :
IV - 68 - Fenster - Isolierverglaste Fenster mit einer Rahmendicke von 68 mm.
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Zur Herstellung der Rahmenhölzer für ein modernes Holz -
Isolierglasfenster werden eigens dafür 25 mm dicke Bretter
im Sägewerk eingeschnitten .
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Diese Bretter werden in einer Trockenkammer künstlich bei einer Temperatur von über 60 Grad Celsius getrocknet.
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Danach werden die getrockneten Bretter erneut eingeschnitten und ausgehobelt - danach zu Fensterkanteln 3- fach verleimt.
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Dadurch entsteht ein Fensterrahmenholz , welches sich ( fast) nicht mehr verziehen und in seiner Form verändern kann.

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Bei der künstlichen Holztrocknung in einer Trockenkammer entstehen Temperaturen von weit über 43 Grad Celsius.
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Kein Mensch und auch kein Insekt kann über einen längeren Zeitraum Temperaturen über 43 Grad Celsius ertragen, weil dann die Eiweißgerinnung einsetzt und zum Tod führt.
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Dem Nachbarn aus Unwissenheit eine Schuldzuweisung zu
präsentieren, halte ich für eine pure Dummheit - Auch wenn er seit Jahren vesäumt hat, sein Eigentum zu pflegen.
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Kieferfenster



Hallo,
im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb war es bis vor
kurzem noch ( bei kleinen Fensterbauern ) üblich Massivkanteln
zu verwenden.
Leider ist der Splint der Kiefer nicht sehr dauerhaft.
In Dänemark wird für die Fensterproduktion nur Kieferkernholz
verwendet.
Warscheinlich wurden Ihre Fenster aus Holz mit einem großen
Splintanteil gefertigt.

Viele Grüße
Hans-Peter Mast
Holz Pur Manufaktur