Schäden an Hohlstein-Kellerdecke

24.07.2015 Peter



Hallo zusammen, ich bin neu auf dieser Seite und das ist meine erste Frage im Forum. Sicher aber nicht meine letzte...
In unserem EFH Bj. 1924 ist die Kellerdecke als Hohlsteindecke ausgeführt. Rundprofil-Stahlträger mit Betonmantel stützen die Konstruktion.
Im Heizungsraum wurden leider immer wieder Leitungen und Rohre unsachgemäß befestigt bzw. auch Durchlässe nach oben ins EG durchgebrochen. Es gibt nun einige Schäden an der Decke, an einer Stelle auch ein freiliegender Stahlträger mit allerdings nur oberflächlicher Rostbildung. Eine Kellerdeckendämmung ist in diesem Raum vorerst nicht geplant, da es ja der Heizungsraum ist und somit nicht auskühlt (bei ansonsten nicht beheiztem Keller).
Wie würdet Ihr mit solchen Schäden umgehen ?
Mein momentaner Plan ist, von unten zu schalen und wo es möglich ist von oben auszugießen, ggf. Armierungseisen einlegen.
Vielen Dank schon mal für Rückmeldungen !!



Kellerdecke



Da sich niemand meldet werde ich dann mal...
Das ist eine Stahlsteindecke, ein Mittelding von Betonrippendecke und scheitrechter Kappe zwischen Betonträgern.
Typisch für die zwanziger und dreißiger Jahre.
Es gibt mehrere Dutzend verschiedene Typen, jeder Bauunternehmer versuchte seine eigene Decke zu entwickeln und patentieren zu lassen.
Die Deckensteine sind Hourdis, Ziegelhohlkörper. Die Hauptlast wird von den Zugelementen übernommen, einer davon ist der verrostete Rundstahl mittig auf dem Bild. Die Hohlziegel dienen der Querverteilung von Lasten.
Mein Vorschlag:
Zugglied entrosten, mit Rostschutz grundieren, mit Zementmörtel verputzen. Falls die ausgebrochenen Ziegel optisch stören dann mit passend zurechtgeschnittenen Stücken von Porenbeton auszwicken. Die Fehlstellen werden mit Mörtel angeworfen, die mit steifem Mörtel versehenen Steinstücke mit dem Maurerhammer vorsichtig eingetrieben. Herausquellender Mörtel wird verstrichen.



Kellerdecke



Vielen Dank für die hilfreiche Antwort, Herr Böttcher !
Ich nehme mal an, Sie schlagen den Porenbeton vor, da er leicht zuzuschneiden ist und auch relativ leicht ist.

Was halten sie von der Ausguss-Lösung von oben her ? Bei den meisten Defekten gibt es eine Verbindung nach oben, d.h. mit einer Schalung von unten ließe sich das leicht vom EG her ausgießen. Wird das eher eine Belasung für die Deckenkonstruktion ?



Decke



Nix.



Kellerdecke - Leichtbeton ?



Hallo Herr Böttcher

Ok, klare Antwort. Habe aber noch etwas entdeckt:

... wäre dieses Produkt dafür nicht ganz gut geeignet ?

Bin bei der Recherche zu Porenbeton darüber gestolpert und der Hersteller ist auch noch in meiner Region.

http://leichtbeton.magu.de/

Vielen Dank schon mal für die Unterstützung, dieses Thema plagt mich nun schon länger und da die Bodengestaltung im EG nun ansteht wirds Zeit die Schäden auszubessern.

Grüße, Peter Ehrhardt



Leichtbeton



Nichts Neues, so etwas gibt es schon lange.
Dämmung besser unten an die Kellerdecke, z.B. mit aufzuklebenden Miwo- Dämmplatten.