Sickerschächte

11.03.2013



Hallo
Ich habe einen Flachdachanbau . ca 120m“
Das Regenwasser wird in 2 Sickerschächten abgeleitet . Diese sind vom Vorbesitzer angefertigt worden und befinden sich ca 3,5m vom Anbau weg . Durchmesser ca 0,6 M und tief ca 1M . Gefüllt mit Kies . Das Wasser läuft auch bei einem Wolkenbruch sauber ab . Also es funktioniert alles wunderbar .
Meine Bedenken liegen nur bei der geringen Entfernung zum Anbau . Muss ich mir da Sorgen machen , dass das Fundament eventuell Schaden nimmt ?

Gruss Mike



Versickerung



Hat das Fundament denn in den letzten 12 Jahren Schaden genommen?





Guten Morgen . Soweit ich das beurteilen kann = Nein . Ich habe nur an den Anbaunähten zum Altbau Risse . Dort sind laut Vorbesitzer auch keinerlei Maueranker verwendet worden . Wenn das Fundament sich aber im Bereich der Schächte setzen würde , dann würden die Risse sicherlich anders ausschauen und in den kompl. Wänden zu finden sein . sehe ich das so richtig ?
Ich habe mir mal die Mühe gemacht und in der NÄhe zum Schacht das Fundament auf einer Breite von 0,5 Meter bis zur Unterkante freigelegt und mal einen Sturzregen abgewartet . Danach war dieser Bereich trocken . Also spült dort kein Wasser in Nähe des Fundaments . Ist das denn so gängige Praxis mit solchen Schächten ? Ich persönlich hätte die Schächte ca 10M vom Haus entfernt gesetzt . Aber solange sie vernünftig arbeiten sehe ich auch keinerlei Handlungsbedarf . Wie sehen sie das H Böttcher ?



Versickerung



Dann verstehe ich Ihre Frage nicht.
Keine Schäden.
Wenn die Dinger 12 Jahre schadlos funktioniert haben dann werden sie das auch die nächsten 12 oder 120 Jahre tun.
Haben Sie so wenig Vertrauen in Ihre eigenen Schlußfolgerungen?

Viele Grüße





Ich habe wenig vertrauen gegenüber dem Vorbesitzer und dem was er selber in die Hand genommen hat . Wie gesagt , ich hätte die Schächte weiter entfernt gesetzt und wunder mich nur , das sie die Menge an Wasser so Verarbeiten können . Ist denn diese Entfernung von 3,5m so gängige Praxis ?



Versickerung



Wichtiger als Ihre Meinung zum Vorbesitzer ist das Vertrauen das Sie in Ihre eigenen Schlußfolgerungen setzen.
Es gibt keine "gängige Praxis" für die Entfernung eines Schluckbrunnens oder einer Rigole vom einem Bauwerk weil jeder Fall individuell von Grundstücksform, Bodenart, Wassermenge und Bauwerk abhängt. Funktionieren muß es.

Viele Grüße



Gängige Praxis...



... ist die Entwässerung in das Kanalsystem.
Wie und wohin entwässert denn das Haupthaus?

MfG,
sh





strassenseitig kanalsystem , hofseitig mit aufs Flachdach und dann in die beiden sickerschächte .



Mißtrauen



Wenn Sie denn so mißtrauisch sind zu Dingen die funktionieren:
fragen Sie sich im Ort durch bei den Älteren ( 80+)nach der ehemaligen offenen Entwässerung; dann stehen die Schächte nämlich genau dort drauf.





Hallo Benjamin . Was genau meinst du mit " die stehen genau dort drauf "?
Danke





Wenn Sie das nicht verstehen, erübrigt sich weitere Konversation.Siehe auch das Unverständnis seitens G.B.



Abgesehen...



... von der kritikwürdigen Arroganz im letzten Beitrag vermutet "Benjamin" mutmaßlich, dass die beiden Sickerschächte als Vorfluter zu ehemals offenen Rinnen, die dann irgendwann einmal zugeschüttet worden sind, dienen.

Dafür spricht, dass die beiden Schächte eher "klein" sind, dagegen spricht, dass der Anbau erst später zugefügt worden ist.

Man weiß es nicht aus der Ferne... und ich bitte um rhetorische Zurückhaltung.

MfG,
sh





Vielen Dank SH . Naja der gute Benjamin hats eben nicht verstanden mit dem nachträglichen Anbau . Scheint noch nicht wach zu sein .
Besten Dank an alle und noch einen schönen Tag ....



Nein...



... so einfach ist das auch nicht zu sehen... ich möchte aber gedanklich einen Schritt weiter gehen...

Zunächst:
1. Das System scheint zu funktionieren, also warum sollte man etwas ändern?

2. Um auf der sicheren Seite zu sein, könnte ein Anschluss an das Kanalsystem durchaus opportun sein... Das beeinflusst Deine Sommerurlaubsplanung ;-)

Jetzt der Schritt weiter:
3. Regenwasser kann man auch speichern und nutzen, sei es für die Gartenbewässerung oder/und die Klospülung...

Ich selber bin heilfroh über den 1000l-Tank im Garten, der allein vom 40m² Garagendach fast immer ausreichend mit Gießwasser gefüllt ist... übers Jahr gehen da auch 5-6m³ durch... das Plantschbecken mit 8m³ befülle ich 2-3 mal mit vom Chemiker abgenickten (und anschließend trotzdem gechlortem) Brunnenwasser... macht also rund 35m³ Wasser, die ich nicht als Trinkwasser vom Versorger mit rund 5,- Euro/m³ bezahlen muss.

Weitere Rechnung mit der Klospülung:
Pro Person werden täglich rund 30-40l Trinkwasser weggespült. Das macht übers Jahr (bei 35l) also 35l/(d*P)*365d/a gleich rund 12m³/P, bei fünf Personen also 60m³/a.

Weiteres Potential liegt in der Nutzung für die Waschmaschine, die mit durchnittlich 12l/(d*P) angesetzt werden kann.

Sollte also ein Umbau der Regenentwässerung im Zusammenhang mit Hausinstallationen angedacht sein, sollte die Möglichkeit der Regenwassernutzung einbezogen werden.

MfG,
sh





Könnte ich auch noch drüber nachdenken . mit den Auffangbehältern . wie gesagt , mir ging eshauptsächlich um die geringe Entfernung zum anbau . der boden ist ja gut aufnahmefähig , aber irgendwie blieb immer ein wenig die angst , das fundament könnte schaden nehmen . wegen der geringen entfernung . scheint aber ja nicht der fall zu sein .



Regenwassernutzung



oder Wasser aus dem eigenen Brunnen ist ne tolle Sache, dabei ist zu bedenken daß der Versorger informiert werden muß wenn es für Klospülung und Waschmaschine genutzt wird, der möchte dann gern die Rechnung für das in den Kanal eingeleitete Abwasser stellen....
Ich hab grad "Spaß" mit denen, die glauben nicht daß 90 % des bei mir anfallenden Regenwassers nicht eingeleitet wird...

Grüße Micha



Regenwassernutzung



oder Wasser aus dem eigenen Brunnen ist ne tolle Sache, dabei ist zu bedenken daß der Versorger informiert werden muß wenn es für Klospülung und Waschmaschine genutzt wird, der möchte dann gern die Rechnung für das in den Kanal eingeleitete Abwasser stellen....
Ich hab grad "Spaß" mit denen, die glauben nicht daß 90 % des bei mir anfallenden Regenwassers nicht eingeleitet wird...

Grüße Micha