Liebe Kellerfreunde! Hilfe, in meinem Bruchsteinkeller (z.T. noch verputzt) blüht Salpeter...

19.05.2005



Also, statt in meinem Keller (Backsteinhaus,BJ.1905) habe ich jetzt hier zwei Tage gestöbert und (hoffentlich) viel gelernt.

Folgendes Problem: Unser Haus steht am Hang, der Kellerraum um den es geht, liegt größten Teils überirdisch,nur die Nordwand ist teilweise unterirdisch; die Westwand mit kleinem Fenster -schönerBlick- ist unsere liebe Salpeterwand / Norwand geht so, stellenweise betroffen / Südwand zum Kellerflur auch / trockene Ostwand grenzt an einen alten Kohlenkeller, da ist soweit alles o.k.

Unser Vorgänger hat alles mit (vermutlich) Gipsputz verputzt; bist letzte Woche war der Raum mit einer Sauna fast vollständig zugebaut; ausserem ist noch eine treue 20J alte Gastherme drin (die Gott sei Dank der Schornsteinfeger noch nicht abstellt).

Ich habe jetzt erst mal die Sauna abgebaut; die soll in den Kohlenkeller (unverputzter Backstein; voll unterirdisch, Lehmboden und ziemlich trocken).

Der Heizungskeller soll noch Waschküche (mit Klo und Dusche) werden; Boden ist übrigens gefliest.

Also ich hab das jetzt mal so geplant:

Putz runter; dann eine Zeit beobachten, ob`s weiter blüht-die ersten Stellen fühlen sich eigentlich trocken an- ; dann für die großen Fugen zum Füllen Traßkalk, Muschelkalk? und anschließend Kalkmilch - optisch würde uns das reichen; Hauptsache es sieht sauber aus. Bin gespannt auf die Fachmeinung; Danke und Viele Grüße!

Rainer Knittel



sie sollten



vielleicht auch mal überlegen, ob ihre kellerräume nicht "übernutzt" sind. ganz schön viel, was sie (und der vorgänger) ihnen zumuten. die olle therme produziert reichlich Abwärme und sie wollen noch einen waschkeller dazu?
braucht der mensch eine sauna in einem altbaukeller? ihr Erdkeller wird ihnen das sicherlich übel nehmen. ausreichende querlüftung vorhanden?
verkaufen sie die sauna und investieren sie das geld in eine neue therme.
sie sollten wirklich bedenken, dass sie keine weisse Wanne haben.



Stimmt schon....



Danke für den Hinweis; also mit der "ollen Therme" überlege ich auch, ob ich die austausche. Der Lehmkeller hat zwei kleine "Luken"; müsste vielleicht reichen; sonst nutze ich den nicht weiter;wir haben noch einen Vorratskeller; der leider - schlecht beraten - bei Einzug mit Rotband zugeputzt wurde. Die Waschküche ist ansonsten schon wichtig; kann ich denn das Wandproblem so angehen? Oder vielleicht doch einfach die Wände mit einer Unterkonstruktion Dachlatten und Rigips für Feuchtraum zu machen und das war`s...

Danke und viele Grüße!

R. Knittel



Schlechte Putze



sind alle, die nicht ordentlich deklariert sind. Das wollen wir hier mal kurz nachholen: Traßmörtel funktioniert nur, wenn Zement reingeschmissen wird. Und das machen alle Hersteller. Und Muschelkalkmörtel hat MG Ic oder II - das ist alles hydraulisch und nur mit schadsalzreichen alkalien drin, sie schmeißen Hüttensand rein - ein Abfallprodukt der Stahlverhüttung und als Zementzuschlag wohlbekannt (Hochofenzement HOZ). Nein, das sollte man einer alten Bude nicht antun.

Wenn Sie richtig beobachten, werden sie feststellen, wie ihre freigelegte kalte und salzhaltige Wand mehr und mehr Kondensat aufnimmt und absäuft. Viel Spaß!

Besser wäre, einen Kompressenputz aufzubringen und das Schadsalz rauszwingen. Das nennt sich Opferputztechnik. Alles weitere dann auf den Links:


Aufsteigende
Feuchte gibt es nicht


Die alternative Wahrheit zum Sanierputz