Altbausanierung statt Neubau

11.07.2008


Hallo zusammen,
ich gehöre zu den bauwilligen Leuten in dieser Zeit. Seit einigen Wochen bin ich an einem ca. 200 jährigen Bauernhaus interessiert. Die Begehung mit Architekt hat ergeben, dass bei dem baufälligen Zustand es eigentlich sinnvoller ist das Haus abzureißen und auf diesem Grundstück einen Neubau zu errichten. Also habe ich eine Bauvoranfrage gestartet die bedauerlicherweise vom Bauamt abgelehnt wurde. Begründung: Landwirtschaftlicher Aussenbereich an Landschaftschutzgebiet angrenzend, meine Person nicht priviligiert und Verdichtung einer Splittersiedlung.
Jetzt stehe ich vor der Frage das Haus zu sanieren. Wobei der Zustand des Hauses zwischen jahrzehntelangem Sanierungsstau und Einsturzgefährdet zu bewerten ist. Auskunft des Bauamts: Was Sie innerhalb des Hauses machen interessiert uns nicht, höchstens wenn der Dachstuhl neu aufgesetzt werden muss. Da der Immobilienpreis sehr günstig ist, die ländliche Lage in Stadtnähe meinen Vorstellungen entspricht, frage ich mich ob ich die Sanierung angehen soll. Wer hat vergleichbare Erfahrungen schon hinter sich?

Viele Grüße
Jörg



Altbausanierung



Hallo Hr. Schwan,
ich denke sie brauchen eine grundsaetzliche bautechnische und baustofftechnische Beratung. Ich erarbeite Sanierungsplaene muss aber dazu Gebaeude und Leute sehen und begreifen.
Gruss
Norbert Hoepfer



Bei mir war es ähnlich...



...mein Haus steht in einem Sanierungsgebiet. Deshalb hatte ich auch ein paar Auflagen bezüglich Außenbild.
Das Haus selbst war in einem jämmerlichen Zustand, wenn auch nicht akut einsturzgefährdet. Vom Zustand her das schlechteste, das ich angekuckt habe, vom ganzen drumherum (hohe Decken, Garten Richtung Süden, zwei volle Geschosse, Sackgasse, Ortsmitte, etc.) aber das Beste. Bezahlt habe ich im Prinzip den Gegenwert des Grundstücks.
Fertig hat es hundertpaarundsiebzig qm Wohnfläche. Mal von der Nebenfläche abgesehen hätte ich für das Geld im selben Ort gleiche qm-Anzahl neu bauen können. Wenn ich meine Eigenleistung zähle, kam es sogar teurer. Entspannter wäre gewesen, ab und zu mit Bundfaltenhose und Eternahemd auf der Neubaustelle aufzukreuzen und den Fortschritt beobachten. Aber nöh, was mach ich, ich habe dann 2,5 Jahre in der Bude gearbeitet und praktisch keine Freizeit mehr gehabt.
Muß man mögen, ich wollte es so.
Aber merke dir, selbst zum Grundstückspreis wirst du ohne entsprechender Eigenleistung bestimmt immer über Neubaupreis liegen. Und ohne einen guten Bauleiter und gute Handwerker für die wichtigen Gewerke geht es gar nicht.

Ich würde es wieder machen,

Gruß Patrick.