Sanierung mehrerer Bruchstein(aussen)wände in einem Keller



Sanierung mehrerer Bruchstein(aussen)wände in einem Keller

Hallo,

wir haben vor gut 4 jahren ein Haus Bj. 1934 gekauft. Seit dem lese ich hier schonmal mit und hole mir Anregungen und Tipps von Euch.
Nun möchten wir den Bruchsteinkeller sanieren und haben ein paar Fragen bzw. brauchen ein paar Tipps............
Danke schonmal dafür.

Zum Thema:
Der Keller des Hauses hatte mehrere Feuchte Ecken, die wir fachmännisch beseitigt haben (lassen), da im Zuge des Umbaus rings ums Haus die Bruchsteinwände freigelegt und mit Mörtel und Dickbeschichtung/Noppenbahn abgedichtet und eine Drainage gelegt wurden.
Nach Fertigstellung merkten bzw. sahen wir recht schnell den Erfolg der Arbeiten, denn die Feuchtigkeit verschwand im Keller aus den Aussenwänden.
Jetzt wollen wir aber die Wände von innen auch noch sanieren, weil noch "müffelige" Stellen da sind, der Putz abblättert und zur Verbesserung des Raumklimas.
Ich hab schon angefangen den Putz mit einem Beil abzuschlagen. Alles was fest ist, hab ich gelassen und nur zugesehen, das die Farbe überall weg ist.
Jetzt würde uns reichen, die paar dicken Löcher mit Kalkmörtel zu zumachen und die Wand mit dicker Kalkfarbe zu streichen. Optik wäre uns egal, kommen sowieso Regale vor.
Was sagt Ihr dazu? Reicht das oder muss Mörtel aufgezogen werden? Oder muss der Putz ganz ab???
Bild hab ich angehängt.

Danke



Ihr gedanklicher Weg...



...ist völlig ausreichend.
Am besten, sie wenden sich dazu sogar noch einmal an einen Hersteller reinster Kalkprodukte.
Ich gebe ihnen hier die Brücke vor:
Hessler Kalkwerke
Hr.Thomas Gramespacher
0 62 22 / 92 75-0
Da können sie auch ihre benötigten Materialien vielleicht noch ordern.

FG Udo Mühle



nächste frage



danke herr mühle.

kann ich denn dieses Weißkalkhydrat hier kaufen:

https://www.obi.de/zemente-kalke/weisskalkhydrat-25-kg/p/8141798

das wäre doch eine einfache, günstige und relativ schnelle lösung, oder?

sand dazu für Mörtel 1:4 für die Löcher und dann Streichen damit.



rein nur Weisskalkhydrat reicht nicht



hier gibt es noch mehr zu beachten, da die alten herkömmlichen Mischungen etwas anders sind als die industriellen Putze.

Es gibt schon Fertigputze, die diesen Ansprüchen genügen,
aber die Kosten muss jeder selbst abwägen ob sie ihm Wert sind oder nicht.

Ich habe nur gute Erfahrungen gemacht.

Das Problem hier und egal wo liegt immer nur im Preis, da müssen wir ehrlich sein.

Qualität kostet das ist so sicher wie das Amen in der Kirche, Lösungen die vermeintlich gut sind verpuffen meist im ungewissen.

Seriöse Lösungen liegen meist nicht da wo man sie vermutet, sie sind einfach und unscheinbar und darauf sollte man achten! Und nicht auf das was immer in den vollen Propagiert wird.

Ich habe es gewagt auf Unscheinbare Lösungen zu setzen und bin nicht Enttäuscht worden. Ich habe Luftkalkmörtel verwendendet und bin sehr zufrieden.



Weißkalkhydrat



und Sand natürlich.
@ Zollstock, dass die alten Putze was anderes sind als die heutigen Werkstrockenmörtel ist mir klar. Aber was gibt es noch zu beachten beim Selbermischen aus WKH und Sand entsprechender Sieblinie für das Kellervorhaben des Fragestellers? Ich habe immer nur selber gemischt, im Kellerbereich allerdings zum Ausfugen NHL3 genommen, und bin mit dem Ergebnis auch zufrieden.



@ Pope



man muss eben etwas über den berühmten Tellerrand hinausschauen und nicht mit Scheuklappen durch die Gegend rennen! das musste ich auch lernen.

Es gibt natürliche Zusätze die den Putz verbessern können, die nicht im Baumarkt erhältlich wie alles andere.

Die Bequemlichkeit der Menschen macht es aus, alles muss Billig sein und wenig kosten und den besten Effekt bringen, dann ist es gut.

Irrtum die alten Baumeister hatten mehr drauf als wir, viel mehr!

Es ist keine Kunst Sand und Kalk zu mischen. Aber dieser Mischung das gewisse etwas zu geben, dass dieser Putz funktioniert, das ist die Kunst, so wie ein Bäcker dem Teig das Gewisse etwas gibt.

aber leider begreift das nicht jeder und das ist auch gut so



Putzzusätze



nun ja, das verstehe ich vollkommen und ich weiß, dass die alten Baumeister noch wirkliche Meister waren - aber was isses denn nun konkret, was hier zur Verbesserung beitragen kann? Ich schaue gern über Tellerränder, bin weder Faul noch bequem und billig will ich auch nicht. Ich gehöre noch zu denen, die ihr Gefache nach dem Putzen mind. 48h feucht halten, dafür fahre ich sogar von Arbeit nach Hause. Also was konkret sind diese Zusätze, ich würde gern schlauer werden. Und der Fragesteller auch, vermute ich.



@ Pope



Respekt, Pope Sie versuchen im Ernst mir eine geeignete Putzmischung die ich mir selbst erarbeitet habe hier herraus zu kitzeln :-)
frecher geht's wohl nicht



Produktschutz



es liegt mir fern, von Ihnen selbst erarbeitete Putzrezepte "herauszulocken". Ich habe angenommen, Sie haben alte, z.b. in der Literatur angegebene Mischungen ausprobiert. Das Sie mich als frech bezeichnen, überlese ich den Forenregeln entsprechend. Ich habe vor Ihrer Leistung Achtung, bessere Produkte als die Industriemassenware zu finden. Viel Erfolg weiterhin wünscht
Pope



Überempfindlich darf man hier nicht sein, das zum einen



zum anderen muss man sagen, dass sich hier sehr viele tummeln, die das Wissen der anderen, ich sag mal, kosten günstig für sich selbst nutzen.

Das Forum hier dient zur Beratung und ist kein Forum wo ich Wissen kostenlos aufsaugen kann. Wer was genauer wissen will, kann sich bei persönlich bei der dementsprechenden Person über eine PM melden.

ich bitte das zu verstehen, das es in Vergangenheit schon verschiedene Elemente gab, die es versucht haben kostengünstig an diverse Vorgehensweisen ranzukommen.

Man kann hier viel bekommen, aber die Akzeptanz dass doch nicht alles selbstverständlich ist, sollte man trotz allem bewahren.



Bruchsteinwand Reparieren



Moin die wirklich Grossen Fugen würde ich mit Weiskalkhydrat und Grobem Sand Ertüchtigen und n Tag Später die ganze Fläche (naturstein)mit Kalkpinselputz versehen und dann anschliessend mit Kalk 2-3 mal Dünn Streichen ,nicht Dick streichen..dann wird das Für so´n Kellerregal wohl ausreichen.

gutes gelingen Flakes.



und noch etwas..



Das wissen über Baustoffe ,ob von Früher oder Heute ,
für sich zu Behalten kommt der Vernichtung von echtem Handwerk gleich.
gutes beispiel ...
ein Malerlehrling der heute eine Lehre macht erfährt im 3 jahren Lehre und berufsschule nichts mehr über dem umgang mit Luftkalkfaben...Schade oder?

Vieles, was einst war, ist verloren, da niemand mehr lebt, der sich erinnert.(zitat):)

Flakes..



Das Wissen über Baustoffe



an die Lehrlinge weiter zu geben, kommt keiner Vernichtung des Handwerks gleich!
Aber das Wissen an Nichthandwerker weitergeben, vernichtet aber den Handwerker.

Außerderm kann man solche Putze als Fertigmischung kaufen



Bruchsteinmauer



Was für ein schöner Disput über alte Handwerkskünste...
Zur Frage an sich:
Wenn ich Putz mit dem Beil abschlagen muß dann kann er auch dranbleiben.
Einen Pinselputz selber anrühren:
Wer es mag, gerne.
Ich nehme 3 Teile Sand 0-2 und 1 Teil Weißkalkhydrat aus dem Baumarkt, dazu manchmal eine Prise Zement. Verarbeitungsfördernde Zusätze brauche ich nicht, ich putze per Hand.
Zuerst Löcher verzwicken, dann anwerfen, mit dem Kellenrücken andrücken und verschlichten, nach dem Anziehen mit der Malerbürste verstreichen. Nach ein oder zwei Stunden streiche ich frescal mit Kalkschlämpe (Kalkhydrat + Wasser). Bei Ihnen wo es nur einzelne Stellen zum Ausbessern gibt mischen Sie auf einen Eimer Kalkschlämpe noch ein oder zwei Becher Magerquark damit der Kalk auf dem Bestandsputz nicht kreidet.
Das ist alles kein geheimes Adeptenwissen.
Dazu braucht man weder dolle Fertigkeiten noch irgendwelche geheimnisvollen Zusätze alter Meister.
Die gab es ohnehin nicht, die Mär von Ochsenblut, saurem Wein oder Eier traf für bestimmte, ganz spezielle Fälle zu wie bei Sgrafitto, wasserdichten Putzen, Temperafarben, al fresco. Ein Allerweltsputz wurde früher nur aus Sand, Kalk und Wasser gemischt. Im Außenbereich gab es auch mal hydraulische Zusätze wie Ziegelmehl, zerstoßenes altes Tongeschirr oder Kupferschlacke, Trass... aber nur wenn es unbedingt erforderlich war.
Statt alte Backsteine zu zerbröseln nehme ich eben etwas Zement, das hat den gleichen Effekt.
Zum Kalk: Wenn auf dem Sack Weißkalkhydrat CL 90 steht dann können Sie ihn kaufen, egal ob er von der Herrmann Gewinnsucht KG stammt oder aus leergeschlürften Austernschalen deutscher Gourmetrestaurants im Sinne der ökologischen Wiederverwertung von der Produktionsgenossenschaft allesöko in basisdemokratischer Gemeinschaftsarbeit und mittels schwefelfreiem Biogas hergestellt wurde.

Was die Abdichtung betrifft:
Ich hoffe das die Dränanlage von einem Fachmann geplant und errichtet wurde und regelmäßig gewartet wird.
Wenn nicht dann haben Sie günstigenfalls Geld im Boden versenkt, im anderen Fall eine Bewässerungsanlage für den Fuß der Kellerwand bauen lassen.
Bitumendickbeschichtung und Noppenbahn ist eine relativ sichere Kombination die Haltbarkeit der Dickbeschichtung auf ein paar Jahre zu begrenzen.
Soviel zum Thema "neue Handwerkskünste".

Was die alten Handwerkskünste betrifft:
Wir sind schon lange im Zeitalter der Spezialisierung angekommen. Es muß nicht jeder Maurer wissen wie man Heißkalkmörtel herstellt und damit die Busungen einer Kreuzgratkuppel freihand wölbt. Es wäre schon eine große Hilfe wenn die sich in ihrem tagtäglichen Geschäft auskennen würden- siehe Abdichtung.
Schlimm wird es wenn Maurer noch nicht mal die einfachsten Regeln der Handwerkskunst für Mauerwerk beherrschen, DAS IST DIE REALITÄT die ich immer wieder sehe.



Aus dem Einfachen.....



....wurde nunmehr wiieder eine philosphische Schlacht.
der Werkstrockenmörtel von Hessler braucht nur noch Wasser!
Und Kiese besitzt dieserr Mörtel und Putz auch nicht, sondern sein eigenes Kalkgestein.
Ich teilte hier doch anfänglich mit, dass man ganz einfach auch mittels Telefonhörer diese Firma kontaktieren kann und nicht über die OBI-Lobby widerum zur Billigchemievariante sich verirrt.
Die Gründe des warum, wurde hier ja teilweise angeschnitten.

Der Hessler Kalk orientiert sich schon ziemlich am historischen.

Weniger ist manchmal halt eben auch mehr!



Es waren nur ein paar Stellen feucht...



..nun was für Feuchte war es denn?
Wenn das Tauwasser war, weil warme feuchte Luft auf eine kalte Fläche kam, was hatte dann eine Drainanlage (mit allem Drum und Dran) für einen Sinn?
Oder war es doch Wasser das in den Keller eingedrungen ist.
Wie hoch ist denn der Wasserstand (oder Liter) gewesen?
Welche Nutzung ist denn vorgesehen?
Mit Heizung?



ich wollt erst nicht... kann aber auch nicht anders



ts ts ts...eine geheime Hexenküchenrezeptur im normalen Kalkputz als Betriebsgeheimnis???? Die Forenmitglieder nicht schlau machen???? Lieber Zollstock es scheint so als ob das Forum hier als reine Werbeplattform angesehen wird mit ein paar unwichtigen Tips als Würze(anfüttern nennt man das im Marketing).
Das Wissen untereinander mit einer größeren Benutzermasse auszutauschen ist der eigentliche Sinn eines Forums. Wenn der ein oder andere davon profitiert(Auftrag bekommt, oder sich traut eine Dienstleistung selber auszuführen) ist das doch mehr als legitim. In der Regel haben die Forumsmitglieder diese Hilfe mehr als verdient, da es sich heute nur noch wenige trauen eine zu sanierende Immobilie zu kaufen. Leider gibt es auch keine Förderung seitens der Denkmalämter für Eigenleistungen der Eigentümer die oft mit viel Liebe und Hingabe Ihre alten Schätzchen reanimieren. Das Ergebniss ist oft schöner, besser und historisch wertvoller als von so manchem "Profi". Oft auch die einzige Möglichkeit finanziell ein solches Vorhaben überhaupt zu realisieren - danke noch einmal an alle die anstatt einer Abrissbirne eine mühevolle und auch kostspielige Sanierung in Angriff nehmen!
Wenn das Handwerk durch so etwas aussterben würde darüber kann ich nur schmunzeln - diese Immobilien würden gar nicht erst gemacht! Die meisten Handwerker haben Ihre Auftragsbücher voll, wenn das bei Ihnen nicht der Fall ist würde ich mal drüber nachdenken. Es gibt
Leute die bleiben so unter dem Radar das man Sie gar nicht erst findet.

Zur Fragestellung:
Natürlich kann man den Putz so wie hier schon empfohlen selbst herstellen - das Forum ist voll mit solchen Rezepturen(auch deswegen macht es gar keinen Sinn auf heimlich zu machen)
Bei der Menge allerdings könnte man auch einen fertigen Sack kaufen(Hessler wäre übrigens eine gute Wahl - andere gehen aber auch blos keine Wissenschaft draus machen) Der Unterschied liegt dann vielleicht bei 10 bis 15 Euro.
Viel Freude auf alle Fälle beim selber machen! Gelungene Ergebnisse beflügeln einen weiterzumachen.

Hoffentlich ist die Noppenbahn, nicht wie häufig, mit den Noppen zur Dickbeschichtung ausgerichtet.

Viele Grüße
Hüpenbecker



Antworten und fragen



Nabend zusammen und danke für die kommentare.
auf ein paar werde ich eingehen, auf manche nicht...........

das haus war an 4 stellen sehr sehr feucht, weil Wasser von aussen über mehrere Jahre eingedrungen ist. Zum einen waren die Fallrohre inkl. Kanalrohr undicht und zum anderen lief das Wasser bei Schlagregen im ungünstigen Winkel ins Mauerwerk. Dazu kamen noch die örtlichen Begebenheiten, das Haus liegt an einem felsigen Berg und wir wollten sicher sein, das wir für die nächsten Jahrzente kein Wasser im Keller haben.Da wir sowieso ausschachten mussten, um an die Kanalrohre zu kommen, haben wir dann in Absprache mit unserer Bauleitung die Wände von aussen nach gründlicher Reinigung mit Kalkzementmörtel verputzt. Das hatte das Haus verdient, denn an vielen Stellen, die im Erdreich lagen, war schon keine Fuge mehr vorhanden, bzw. flog beim kärchern ab. dann haben wir die Dickbeschichtung aufgetragen, amtlich ne Drainage gebaut und ne Noppenbahn, mit den Noppen nach innen(!), vor die Wand gestellt und verfüllt. Nach kurzer Zeit konnte man sowohl an den Aussenwänden als auch durchs Klima im Keller erkennen, das diese Massnahmen zum gewünschten Erfolg führten. Die Funktion der Drainage hab ich im Sommer noch durch spülen gecheckt.
Egal, was hier geraten wird, ich würde diese Abdichtungsmassnahmen immer wieder machen! Kosten hierfür waren rund 3000€.
Ich habe den erwähnten Kalk im OBI gekauft, weil er die gleiche Zusammensetzung hat, wie das Zeug der einschlägigen Ökobaustoffhändler, jedoch nur rund ein Drittel kostete und sofort verfügbar war. Am liebsten hätte ich selber Kalk gelöscht, habe aber nicht die Räumlichkeiten dafür und den zeitlichen Vorlauf fürs "einsumpfen" dann auch verpasst........
Anfang nächster Woche werde ich, wenn nix dazwischen kommt, mit dem Kalk anfangen und wahrscheinlich nach Flakes Tipps arbeiten (Extra Dank dafür!). Dann werd ich hier nochmal ein paar Bilder einstellen.
Jetzt hab ich aber noch n paar Fragen...........
Im Zuge der Wandrenovierungen wollen wir auch den Fussboden des Kellers streichen. Er ist zum grössten Teil noch original, aber hat auch schon sehr viele Flickstellen. Der originale teil hat so eine art "Waffelmuster". Die Farbe ist wohl nachträglich mal draufgekommen, blättert hier und da ab, ist aber doch sehr widerstandsfähig und lässt sich nicht so ohne weiteres entfernen. Jetzt hab ich mir überlegt, den ganzen Boden mit einem Kunststofflack zu streichen, der dann natürlich dicht machen würde. So hätte man immer eine saubere Fläche, die gewischt werden kann und auf jeden Fall sauberer aussieht, als der Belag derzeit. Kann ich das machen?? Würde das dann auch gerne noch ca. 10 cm die Wände hochziehen.
Möglich oder nicht???



Bodenbeschaffenheit



Aus welchem Material ist jetzt der Boden hergestellt? Ich kenne das von Estrichböden, da wurde mit einer Art Nagelbrett ein Muster in den Beton gedrückt, wohl um die Rutschfestigkeit zu erhöhen? Falls es Beton sein sollte, der ist ja bereits dicht.An den Wänden allerdings würde ich die Beschichtung nicht hochziehen.



Kellersanierung



Das mit der senkrechten Abdichtung habe ich befürchtet. Die Dickbeschichtung wird wahrscheinlich schon perforiert sein, durch das Absenken der Noppenbahn infolge Setzung der Verfüllung wird sie beginnen von der Wand abzureißen.
Vor eine kunststoffmodifizierte Bitumendickbeschichtung werden kombinierte Bahnen gestellt und oben befestigt, sie bestehen aus einer Gleitebene, einer Dränschicht und einem Anfüllschutz. Man kann auch eine 20 mm-Perimeterdämmung nehmen und den Flächendrän mit einer Kiesverfüllung ausbilden.
Ob der Fußpunkt der Kellerwand ordentlich abgedichtet wurde bezweifle ich. Ich hoffe das die Dränung wenigstens ordnungsgemäß und rückstausicher an die Vorflut angebunden wurde und die Genehmigungen dafür vorliegen.
Die einfachste Lösung für den Kellerfußboden ist einen billigen PVC- Bahnenbelag aus der Restekiste im Teppichmarkt lose zu verlegen. Billig, pflegeleicht und reversibel.
http://ingenieurbüro-böttcher-asl.de/mediapool/88/885822/data/Vademecum_f_r_Hausk_ufer_-_Teil_4-1_Keller.pdf

Siehe Seite 17-18



Bruchsteinkeller musste sowieso aufgegraben werden???


Bruchsteinkeller musste sowieso aufgegraben werden???

Gut, die Wände waren feucht aber was bedeutet das?
Ich hatte mehrmals nachgefragt, wie hoch das Wasser im Keller gestanden hat. Keine Antwort erhalten!
Nun um anderen Lesern zu helfen unsinnige Maßnahmen - nämlich aussen aufzugraben usw. zu ersparen, will ich darauf hinweisen, dass dieser Aufwand nicht richtig ist.
Glaubt denn jemand, dass das Wasser nicht von unten eindringt wenn nur seitlich abgedichtet wird. Wie dichtet man das Haus von unten ab?
Oder hebt jemand das Haus hoch um auch unten die Abdichtung zu ergänzen?
Es gibt sicher Menschen die alles mögliche aber auch unmögliches ausführen.
Ich habe das Beispiel schon oft erklärt, dass man einen Maßkrug (mit kühlen Bier gefüllt) wenn das Wasser im Sommer außen herunterläuft innen nicht Abdichten braucht.



Aussen-Abdichtung



Hallo Bruchsteinkeller,

ich kann mich hier Herrn Bötcher nur anschliessen auf Dauer wirst Du nicht lange Freude an der Abdichtung haben. Die Dickbeschichtung ist ein flexible Schutzschicht mit eine gewissen Stärke ähnlich eines durchgekauten Kaugummis. Wenn man jetzt die Noppenbahn mit den Noppen gegen die Dickbeschichtung stellt und das Erdreich einfüllt und dann auch noch verdichtet drückst man die Noppen in die Dickbeschichtung bis zur Wand durch, dann wird die auch noch nach unten geschoben und der Effekt der Dickbeschichtung ist dahin. Warum das im Handwerk immer wieder falsch gemacht wird wissen die Götter. Es gibt die Noppenfolie auch direkt mit einem Flies über den Noppen aber die Noppen zeigen dann vom Haus weg. Somit hast Du einen Drainageeffekt. Wenn man mit der normalen Noppenfolie arbeitet brauchst Du min. die Perimeterdämmung als Schutzschicht für die Dickbeschichtung. Gleitlager(Gleitfolie).
Mir hat sich bis heute nicht erschlossen warum man die Noppen zum Haus hin einbaut. Das Wasser welches oben zwischen die Noppen läuft kann nicht vom Haus weg - erst wenn es unten an der Sohle angekommen ist und man darauf hofft das die Kiesfilterschicht funktioniert und die Drainageleitung Ihren Dienst verrichtet.
Mir war es immer wichtig das Wasser so wenig wie möglich ans Haus kommen zu lassen. Wenn man die Variante mit Flies vom Haus weg einbaut kann das Wasser auf jeder Höhe abfliesen.
Kaputte Dickbeschichtung und Staunässe geht auf Dauer nicht gut.

Es gibt ein paar schöner Bilder/Anleitungen von z.B. Sopro über einen vernünftigen Aufbau einer solchen Maßnahme.
Mit dem Innenputz kannst Du weiterhin so verfahren. Solltest Du einmal Kalk selbst löschen wollen, fachlichen Rat bekommst Du u.a. auch im Kalkladen. Google mal.

Viel Spaß weiterhin beim Sanieren.
Hüpenbecker



Noppenfolie



mit den Noppen nach innen geht nur im Betonbau ohne Abdichtung oder mit druckfester Abdichtung (bei Dörken oftmals unklar dargestellt:https://www.bausep.de/doerken-delta-ms-noppenbahn-20-m-x-1-50-m.html?gclid=CKbnkOfW39ACFQ5mGwodiEMJBA )

Bei Dickbeschichtung 1K oder 2K besser immer mit Gleitfolie und Flies - es wäre an der falschen Stelle gespart. Ich habe selber schon mehrerer wieder aufgegrabene Objekte genau wegen so einem Fehler gesehen - das wird teurer !!



erste wand fertig



hallo zusammen,
gestern habe ich die erste Wand des Kellerraumes "gekälkt".
Zuerst hab ich im Laufe der Woche mit div. unterschiedlichen Fugeisen und Fugbrett die "schlechten" bzw. ausgewaschenen Fugen armiert. Dazu hab ich mir einen Teil Kalk mit 4 Teilen Sand angemischt. Das Verfugen ging sehr gut von der Hand, das Zeug klebte wie Honig an der Wand. Super!
Gestern hab ich mir dann eine Mischung aus 3 Teilen Kalk, einer Handvoll Sand und Wasser eine sämige Plempe angerührt und die Wand damit vollflächig gestrichen. Der Kalk ist ja nicht so ohne, die Haut brennt sofort und einatmen will man das Zeug auch nicht so wirklich. Den Quast hab ich nach kurzer Zeit gegen einen breiten Lasurpinsel (Flächenstreicher) getauscht, weil dieser feinere Borsten hatte und man damit effektiver arbeiten konnte.
Das ganze dauerte doch länger als ich gedacht hatte, weil man auf den Bruchsteinen nicht wirklich Meter machen kann, immer wieder an Ecken hängen bleibt etc.. gestrichen hab ich bis zur unteren Horizontalsperre, weil ich den (Beton)sockel wie den Boden mit Kunststofffarbe Streichen werde.
Bilder kommen



Kalkschlämpe



Wozu soll der Sand gut sein?