Sanierung Keller (1920er Baujahr) Stampfbetonwand aus Bachkieseln

09.05.2016 rodpott



Liebe Community ! Liebe Experten !

Wir haben uns vor ca. 5 Jahren ein kleines Haus in der Eifel mit Baujahr 1920 zugelegt, welches wir jetzt Stück für Stück sanieren.
Als eine der nächsten Aufgaben stand nun die "Trockelegung" des Kellers an. Das Setzen der Anführungszeichen bei Trocklegung soll bereits den Hinweis geben dass uns klar ist, dass dieser Keller nicht zum Wohnraum werden soll und kann.

Fakten zum Keller:
-Höhe 1,8m
-keine Wasserlaachen
-Keine Rinnsale
-keine feuchten Ecken
-Luftfeuchtigkeit ca. 70%
-Wände leicht "salzig"
-Farbe (vom Vorbesitzer gestrichen) bröckelt ab
-nicht muffig
-Außenwände ca. 60-80cm
-Innenwände ca. 35-40cm
-vier kleine Lichtschächte die ganzjährig (außer Winter) Luft hereinlassen.


Bei einer Höhe von 1,80 soll der Keller als Waschküche und Lagerraum dienen.
Ziel der Sanierung soll die Erhaltung der Substanz der Kellerwände / Statik sein und vielleicht ein klein wenig optische Verbesserung.
Wir haben mit einem Bekannten (Firma für Erdarbeiten) nun eine Seite des Kellers freigelegt. Bilder sind ebenfalls vorhanden.
Nun scheiden sich die Geister, wie die Wand am besten zu sanieren wäre.
Da die Wand aus Stampfbeton ist, halten es einige für sinnvoll, die Wand nicht von außen aufzuarbeiten. Sprich kein Aufputzen und keinen wasserabweisenden Anstrich. Mittlerweile teile ich diese Meinung, da es mir logisch erscheint, dass ich so nur die Nässe, die durch die Mauern nach oben drückt nach Innen einschließen würde. Einen ähnlichen Bericht habe ich hier bereits gelesen.

Nun ist der Plan:
-die Wände freilegen
-Noppenfolie gegen die Wand
-Drainage auf Kellerbodenniveau
-Um das Haus ca. 2-3, mit Kies auffüllen, dass das Wasser weg kann.
-Der Keller wird zukünftig weiter ganzjährig gelüftet.

Ist dies die richtige Maßnahme oder raten Sie mir zu anderen?

Noch einmal sei gesagt, das soll kein Wohnraum werden. Außerdem möchte ich nicht unnötig Geld versenken.

Vielen Dank für Ihre Antworten und viele Grüße !



Kellersanierung



Bei den beschriebenen Fakten stellt sich mir die Frage: warum überhaupt etwas tun ? Der Keller scheint in einem sehr guten, bauwerkstypischen Zustand zu sein. Stampfbeton ist sehr dicht und wenig kapillaraktiv feuchtetransportierend. Mit aufsteigender Feuchte ist also eher nicht zu rechnen.

Entscheidend für den zu treibenden Aufwand sind die Sockel- und die EG-Fussbodensituation (Balkendecke über KG ? Spritzwasserzone / eventuell anstehendes Hangelände an einer oder mehreren Seiten über OKFFB EG). Diese müssen von der BAuwerksabdichtung sorgfältig ausgebildet werden.

Drainagen sind grundsätzlich erst einmal zu vermeiden. Die Drainagewässer müssen auf dem Grundstück verrieselt und nicht an die öffentliche Kanalisation angeschlossen werden. Zudem ist eine falsch konzipierte Drainage eher ein Baufehler, der eine Gebäude-Feuchtebelastung verschlimmert.

Grundsätzlich gehe ich davon aus, das der größte Teil der Feuchtebelastung im Keller aus dem Kondensat der Raumluft an der kalten Kellerwand stammt. Insofern nicht ganzjährig lüften, sondern immer nur dann, wenn es draußen deutlich kühler ist, als im Keller. Sonst verstärkt sich die Kondensatbildung noch. z.B. durch ein Lüften im Sommer.

Bei weitergehenden Fragen zu Ihrer Sanierung kann ich mir Ihr Haus auch gerne einmal im Sinne einer Bauberatung anschauen. Schleiden ist ja fast "um die Ecke"



Kellersanierung



Für den Stampfbeton ist es technisch völlig bedeutungslos, ob er im Wasser steht oder trocken ist- die Haltbarkeit leidet nicht unter Feuchtigkeit.
Wenn der Keller ohnehin nicht- schon aufgrund der Raumhöhe- ausgebaut werden kann, warum dann bloß überhaupt auf die Idee kommen alles auszugraben und eine Drainage zu legen???
Vor allem wenn keine Feuchtigkeitsschäden feststellbar sind?

Woher sollte die Nässe kommen, die im Mauerwerk nach oben drückt, wenn die Wände doch verputzt und abgedichtet werden sollten und warum soll dieser Mechanismus bei einer Noppenfolie nicht einsetzen?
Oder wird davon ausgegangen, dass bei Noppenfolien eine Wandaustrocknung stattfindet?
In welchem Beitrag wurde so etwas behauptet?
Man muß nicht immer alles glauben was geschrieben wird
oder wurde evt etwas falsch verstanden?

Lüften gerade dann wenn es draußen kühler ist und nicht wenn es warm ist,
weil dabei die warme Luft auf kühlen Kellerwänden Kondensatausfall verursachen kann.

Dichtender Sockelputz und Schlagregenschutz der Fassade ist sinnvoll, besonders wenn keine großen Dachüberstände vorhanden sind.

Andreas Teich



@Herr Teich warum lassen Sie es einfach nicht?



Herr Pickartz hat doch schon sehr gut verständlich beschrieben was zu machen ist.
Sie jedoch meinen überall und zu jedem Thema ihren Senf dazu geben zu müssen.
Was treibt Sie denn eigentlich an?
Könnte es sein, dass Sie sich hier durch Ihre Kommentare Aufträge erhoffen?
Haben Sie dies so notwendig?
Nehmen Sie sich doch diese Zeit und lernen vorab etwas zum Thema Bautechnik dazu. Siehe hierzu: http://www.dhbv.de/bautenschutz-seminarangebot/
@ rodpott
Sie schreiben zwar, dass dann "das Wasser weg" kann. Warum wird es durch den Kies erst eingeleitet?
Alles Wasser was die Fassade herunterläuft oder durch den Regen ans Haus kommt muss doch dann erstmal ablaufen "können". Mit einer Drainanlage wird es oft noch verschlimmert. Es wird doch erst recht ums Haus eingeleitet oder ist jemand der Meinung - es muss immer nur weg laufen?
Ab wann ist eine Drainanlage sinnvoll?
Ab wann ist ein Kiesgraben immer eine sinnvolle Maßnahme und auch eine Verbesserung?
In den letzten Jahren wird sehr oft auch bei alten Gebäuden um das Haus aufgegraben und eine Drainanlage eingebaut, sowie ein Kiesgraben bis zur Oberkantegelände hochgezogen und dies alles führt sehr oft eher zu einer Verschlechterung als zu einer Verbesserung.
Vorab muss erwähnt werden, dass die Abdichtungsnorm DIN 18195 auch einen Hinweis auf eine einzubauende Drainanlage nach DIN 4095 vorsieht. Es ist jedoch auch klar, dass diese Normen nur für den Neubau gelten und auch nur dann, wenn feststeht, dass es darum geht, Abdichtungen vor erhöhtem Wasserdruck zu schützen.
Ganz andere Überlegungen müssen bei einem alten Gebäude mit einfließen und auch abgewogen werden.
Sehr oft wird bei einer nachträglichen Instandsetzung mit einer Drainanlage der gewünschte Effekt – „ein trockener Keller“ nicht erreicht, bzw. manchmal auch das Gegenteil bewirkt, insbesondere bei alten Gebäuden.
War bisher Erdreich - und Humus am Haus, durch diese konnte nur sehr wenig Wasser eindringen. Nach dem Herstellen eines Kiesgrabens und einer Drainanlage wird das Wasser von der Oberfläche und auch das Regenwasser von der Fassade regelrecht „angesaugt“ und um die gesamte Hauslänge verteilt.
Dies führt oft dazu, dass an allen Stellen d.h. rund ums Haus Feuchtigkeit in erhöhtem Maße vorhanden ist. Es ist immer nur ein Wunsch, dass das Wasser durch die Drainanlage nur abläuft.
Wer jedoch wie ich, sich lange genug mit dieser Thematik beschäftigt weiß, dass sich Drainanlagen, aber auch der Kies mit Pflanzen und Schmutz oft zusetzen. Ob dann noch der gewünschte Erfolg möglich ist bleibt fraglich.
Ebenso findet dann, wenn Kies als Auffüllung eingebaut wird, in den oberen Randbereichen ein ständiger Wechsel zwischen feucht und trocken - nicht nur über das Wasser, sondern auch über die Kondensation statt. Dieser Wechsel zerstört oft die mit Sockelputzen ausgeführten Bereiche.

Und weiter kann beim Wiederauffüllen und dem Verdichten oft ein größerer Schaden durch die Vibration des ganzen Hauses entstehen.
Beim Verdichten entstehen beträchtliche - auch seitliche Drücke, und können die Wand eindrücken aber auch vom Auflager verschieben. Dies kann auch wieder zu einer Undichtigkeit führen.
.
Es ist also nicht ganz so einfach, immer das Richtige zu tun.
Es bleiben sicher noch genügend offene Fragen.
In all diesen Fällen ist es auch wichtig zu untersuchen, ob es sich um Stau,- oder gar um drückendes Wasser handeln kann.
Eine genaue Prüfung z.B. nach Merkblatt WTA* ist sicher besser als der oft erwähnte Spruch – „das haben wir schon immer so gemacht“.



???



Wenn hier jemand offenbar Bauaufträge sucht, was ja auch legitim ist, muß man sich nur die einschlägigen Angebote ansehen.
Wie ich von Österreich aus einen Auftrag in der Eifel annehmen könnte erschließt sich mir nicht ganz.

Es ist völlig sinnlos immer zu versuchen, nur die zur eigenen Meinung passenden Beiträge gutzuheißen und permanent-auch wenn inhaltlich genau dasselbe gesagt wird- gegenteiliger Meinung zu sein.

Tips für Fortbildungsmaßnahmen benötige ich zum Glück nicht- wir haben schon genügend innerhalb und außerhalb vom Sachverständigenverband.

Ich äußere mich zu Fragen, die hier von Haussanierern gestellt werden- das genügt völlig.
Meine Zeit noch mit der Beantwortung von persönlichen Anwürfen zu verschwenden bringt niemand weiter.

Da viele Randbedingungen ohnehin nicht bekannt sind, können auch fachliche Fragen kaum 100 %ig geklärt werden und schon gar nicht einheitlich.
Gerade in Baufragen gibts widersprüchliche Meinungen- auch von sogen. Fachleuten, Professoren, Forschungseinrichtungen, Verbänden etc.
Und auch Erkenntnisse entwickeln sich weiter, wie vieles andere auch- 'panta rhei' stimmt auch hier.

Lt Bauschadensberichten sind Planungsfehler und Ausführungsfehler mit je ca 45 % an Bauschäden beteiligt.
Wenns alles so eindeutig wäre würde das nicht möglich sein.

Würden sich alle nur zu sachlichen Themen äußern hilft das weiter als zu versuchen, eine persönliche Ebene oder Animositäten einfließen zu lassen.
Foren haben offenbar ihre Eigendynamik

Andreas Teich



Steht da nicht etwas von Köln und Bonn vor Österreich?



„Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind so sicher und die Gescheiten so voller Zweifel.“
Bertrand Russell
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Der Begriff "Sachverständiger" sollte zum Inhalt haben - Sachverstand. Dass Sie nichts dazulernen müssen ist mir schon klar, verstehe ich.



Gleichzeitig?



Ich bin noch keine gespaltene Persönlichkeit und daher ist es mir vorerst leider nicht möglich, mich an zwei Orten gleichzeitig aufzuhalten.

Im Sommer bin ich aber wieder in D, sodass ich dann Termine wahrnehmen kann

Andreas Teich



Ich glaube, dass Herr Teich



eine Erfindung des Forenbetreibers ist. Ein Troll. Zur Generierung endloser Klickstrecken und daraus resultierender Werbeeinnahmen. Die Beiträge werden automatisch und größtenteils völlig sinnfrei aus dem Archiv mit Hilfe einer hoch unmathematischen Formel zusammenkopiert und mit unzähligen Adverben wie z.B. "sicher" garniert. Den wahren Fachleute auf den jeweiligen Spezialgebieten bleibt nichts anderes übrig als sich selbst aus dem Forum auszusperren...



Kellersanierung



Hallo rodpott@

Was willst du jetzt machen?
Sind noch Fragen offen?
Ich war letztes Jahr bei einem Gebäude aus den 1950 er Jahren mitweinen Keller in Stampfbeton tätig- der war allerdings teilweise so porös, dass innerhalb von wenigen Minuten Wasser durch die Wand hindurchfloß-
hier wäre also, auch wegen geplantem Wohnausbau, eine Abdichtung sinnvoll.
Bei meinen eigenen Gebäuden von 1910 mit Stampfbetonkeller und --fundamenten ist dieser so gut, dass jegliche Art von Sanierung überflüssig ist.
Abblätternde Farbe kann auch an Dispersionsfarbe und/oder Kondensfeuchteentstehung liegen.
Farbschäden können ggf bei Verwendung von Silikat-oder Kalkfarben vermieden werden.
Bei unserem Gebäude aus den End-1970 ern wurden die mit Beton gefüllten Schalsteine ohne Verputz außen nur mit Noppenfolie abgedeckt- das hat auch funktioniert.
In deinem Fall ohne größere Feuchtigkeitsschäden würde ich mir unnötige Investitionen sparen.
Allenfalls bei Verwendung als Waschküche zur Feuchtigkeitsabfuhr eine Lüftungsanlage installieren, die eine einheitliche Luftfeuchtigkeit sichern kann, wenn genügende Fensterlüftung nicht möglich ist.
Infos per email möglich.
Wärmepumpen- oder Ablufttrockner (nach draußen) würde auch zu hohe Luftfeuchtigkeit durch Wäsche vermeiden.
Freie Finanzen oder Arbeitskapazitäten können sicher sinnvoller in andere Sanierungsmaßnahmen fließen.

Andreas Teich



wieder falsch, dann würde das Wasser zwar nicht mehr von der Seite eindringen, aber..



eben möglicherweise von unten.
Eine Abdichtung nur von der Seite würde nicht sehr viel Sicherheit bringen. Es sei denn man hebt das Haus hoch, dichte dies von unten ab und ziehe diese Abdichtung seitlich hoch.
Erscheint mir sehr fraglich.
Hier dringt aber kein Wasser ein, sondern es sind nur die Wände feucht. Dazu wurde wie ich meine alles ausreichend erläutert.



@Hr. Bromm



Tun Sie sich selbst einen Gefallen und gehen Sie nicht auf Herrn Teich ein. Don´t feed the Troll!