Komischer Geruch nach Sanierung.

23.02.2012



Hallo,
ich habe ein Haus Bj. 1940 vor ca. 3 Jahren saniert.
Wir stellten relativ schnell einen moderigen Geruch in einigen Zimmern fest - scheint unter dem Estrich etwas zu sein.Wir suchen jetzt einen kompetenten "Sachverständigen,Experten o.ä. der sich das Ganze mal anschaut-ob ich bei der Sanierung Bockmist gebaut habe (Taupunkt,Abdichtung ect.)
Wir wohnen im Kreis Segeberg,kennt jemand eine oben genannte Person die das einschätzen kann und was würde so etwas über dem Daumen kosten?

LG Michael



das stinkt zum Himmel??



Hallo

da würde ich auch mal jemanden drüber schauen lassen …

Wenn Sie können stellen Sie sich schon mal ein paar Notizen zusammen, was Sie genau gemacht haben, wie die Aufbauten waren, welche genauen Materialien, deren Abfolge, die Abmessungen, evtl sind Fotos und Zeichnungen vorhanden?

Falls Sie in Ihrer Gegend nicht das Passende finden können Sie sich ja mal bei mir melden - evtl schon mit so einer Zusammenstellung.

viel Erfolg

FK



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Jürgen Kube
FensterEcke Brüggemann + Kube ZiMMEREi
www.fensterecke-minden.de





Hallo,
erstmal danke für die Antworten!
Mal meine Zusammenstellung:
Wie gesagt nur Geruch,keine FleckenSchimmel,ablösenden Tapeten o.ä. zu sehen.
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Fußbodenaufbau:
-Holzfussboden raus!(im Nachhinein:LEIDER!!)
Nackten Fußboden (Füllsand) mit PE-Folie ausgelegt
-Sohle geschüttet, 10cm Beton mit Stahlfasern
-Schweißbahn drauf,Anbindung an die alte Mauersperrschicht mit Bitumenspachtelmasse und Kaltkleber
-9cm Dämmung
-Fußbodenheizung
-Estrich
-Laminat auf Dampfbremse verlegt,gefliest
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Wandaufbau:
Außen Ziegelstein im Kreuzverband,5cm Luftschicht,dann 1/2 Ziegelstein (Also Außen ist sozusagen die tragende Wand)
-Luftschicht mit Perlite verfüllt (Fußpunkt habe ich vorher vom Schutt befreit)
-Von Außen habe ich dann Perimeterdämmung - oben schräg angesägt - als Sockeldämmung befestigt.Ich wollte damit eine Wärmebrücke am "Perlite-Fußpunkt" entgegenwirken.
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Decke (Zwischengeschoss)
-Gefache mit Steinwolle ausgefüllt (versuchter Schallschutz)
-OSB-Platte als Dampfbremse drunter,Stöße verklebt,Anbindung an die Wand mit Dampfbremsenfolie und Klebeband)
-Rigips
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Ich werde mich dann mal bei den PLZ umschauen!
Aber vielleicht kann ja schon einmal jemand eine Tendenz erkennen?!

LG Michael





Hallo zusammen,
jetzt bin ich das Thema mal mit einem Sachverständigen angegangen:
Er hat Mikrowellenmeßgeräte usw. eingesetzt.Nach der Messung meinte er das Feuchtigkeit durch die Aussenwand ins Innere kommt.Ich sollte die Sockeldämmung oben mit Dichtmasse verschmieren (PU) und die Wand mit "Remmers FC" imprägnieren.Irgendwie bin ich mir nicht sicher,ob das der richtige Weg ist....Vielleicht wäre nochmal einer so nett und schaut sich meine Zeichnung an.
Für mich kommt auch in Betracht:
-Von mir geschüttete Betonsohle hat sich abgesenkt und die Schweißbahn ist im Fußbereich gerissen und Feuchtigkeit kommt durch.
-Wasser läuft hinter die Sockeldämmung und kann durch diese nicht mehr nach Aussen entweichen.
-Taupunkt?
Es riecht halt in mehreren Räumen.Vielleicht ist es aber auch der Geruch vom Kaltkleber und der Bitumenspachtelmasse...
Bin mir nicht sicher ,ob ich mit der angeratenen Maßnahme alles noch "verschlimmbessere"...

Lg Michael



kein Freund …



bin ich von diesen Zaubermitteln und tollen Konstruktionen, die dem Bauherrn die Flocken aus den Beuteln zaubern und dann auf den Bauschäden sitzen bleiben …

Ich glaube eher an den von Ihnen befürchteten "Bockmist" an das traditionelle: "verschlimmbessern" und die Unfähigkeit der modernen Baustoffe Probleme lösen zu können …

Was hat denn der Fachmann jetzt gemessen?
gibts da ein Protokoll, Messdaten etc.

Würde mich interessieren, wie man aus Mikrowellenmessgerätmessungen die Ursache erkennen kann?

Falls Sie Bedarf haben kann ich Ihnen ein Angebot machen.

Florian Kurz
www.slow-house.de





wenn es genau so ist, wie auf der Zeichnung und der Estrich ist trocken und nicht rissig , halte ich die Senkungstheorie für unwahrscheinlich.

Kann man die Perlitefüllung über dem Sockel mal ganz diskret anbohren? Da muss man dann auch kein Mikrowellengerät dranhalten, zu allererst reicht der eigene Rüssel.
Das Loch wieder zu verschließen, sollte ja kein Problem sein.

Meist hatten solche alten Luftkammern früher irgend eine Belüftung, die durch zufällige oder gewollte Öffungen realisiert wurde, die nun vielleicht zu sind (unter Perimeter?).

Gruß G

p.s.

habt Ihr wirklich Laminat übergefliest und wie um alles in der Welt hast Du den Schutt aus dem Luftspalt entfernt?





Hallo zusammen,
Der Fachmann hat erhöhte Feuchtigkeit im Bereich der Mauersperrschicht der Aussenwand und im Randbereich des Estrichs gemessen.Aufgrund seiner 20 jährigen Berufserfahrung könnte es nichts anderes sein:Feuchtigkeit von Aussen...sagte der Fachmann.
Es gibt kein Protokoll

Vorher war ein belüfteter Holzdielenfußboden im Haus.Die Löcher habe ich im Aussenmauerwerk verschlossen.
Laminat haben wir nicht übergefliest....sollte bedeuten:teilweise gefliest und andere Räume Laminat verlegt.
Ich habe jeden 2. Stein von innen entfernt und den Luftspalt vom Schutt befreit:ziemlich bekloppt aber ich wollte keine Kältebrücken.Naja,hat irgendwie auch nicht geholfen.


Lg



Hellseher



Hallo

Zitat:
Aufgrund seiner 20 jährigen Berufserfahrung könnte es nichts anderes sein: Feuchtigkeit von Aussen...sagte der Fachmann.
Es gibt kein Protokoll

Fachmann oder Flachmann?

Hat der schon mal was vom Taupunkt gehört?

Das Märchen vom Aussenwasser ist doch die beste Ausrede für Unwissenheit … und soo plausibel für den Bauherrn …

Aber auch Sie sind ja schon skeptisch ob Ihrer diversen Baukünstlereien … mit den x Schichten, Perliten, Materialien und Absperrereien …

back to the roots!

Florian Kurz
www.slow-house.de



Habt Ihr…



… noch irgendwelchen uralten Entwässerungsrohre im Bodenbereich?

Bei uns bemerkten wir einen ziemlich ekelhaften Geruch, nachdem wir in der ehemaligen Küche die diversen Bodenbeläge (Fliesen, PVC) und seitliche zementäre Sockelabdichtung (feucht) entfernten. Die Quelle war ein altes gusseisernes Abwasserrohr, was an einer Verbindung leckte, wie wir nach Aufstenmmens des Bodens (Estrich und Beton) feststellen konnten. Diese stinkende Feuchtigkeit war hochgezogen und hat offenbar auch die Bitumenschicht zwischen Estrich und Beton durchdrungen und konnte die seitliche Wand hochziehen.
Nach Entfernen des undichten Rohres und Neuverlegung haben wir nun Ruhe.

Wahrscheinlicher dürfte allerdings eines der bei Dir verwendeten materialien sein. Hast Du dir mal die diversen Kleber und Dichtungsmassen in Kombination mit den verklebten Materialien testweise zur Nase geführt?





Hallo,
altes Abwasserrohr kann ich ausschließen.

Meine Frau war heute mit Reinigungsbenzin dabei alte Aufkleberreste von den Fenstern zu entfernen.Der Geruch erinnerte mich sofort an den Muff vom Estrich/Mauerrand.
Kann der Muff tatsächlich vom Kaltkleber/Spachtelmasse sein?Ist von einer Gefährdung auszugehen?Kann ich das messen?....
Wie lange dunstet der Kram denn aus....ist das irgendwann vorbei?



lg Michael





Hallo zusammen,
wir hatten den Tip bekommen:Baubiologe.Der hat fleißig auf Schimmelsporen gemessen,die Proben ins Labor geschickt und es hat sich herausgestellt das wir teilweise eine hohe Schimmelkonzentration haben.Er vermutet diesen unter dem Estrich und es sollen jetzt Bohrungen (Probenentnahme) gemacht werden.
Da kam mir die Idee, ob das Problem davon kommen könnte, dass der Estrichleger damals keine Trennschicht (Folie o.ä.)zwischen Dämmung und Estrich verlegt hat.Es war zwar Alukaschierte Dämmung (obere Lage,untere ist normale "weiße" Estrichdämmung ),aber zwischen den Stößen konnte ja u.U. Wasser vom frischen Estrich durch die Dämmung auf die Schweißbahn gelangt sein.Dieses Wasser konnte dann ja nicht mehr weg und das deswegen die Dämmung anfing zu schimmeln.....?Oder ist dieser Gedanke abwegig?

lg Michael





Hallo,
ich habe jetzt die "Nerven verloren" und den Estrich aus dem Wohnzimmer entfernt.Es war tatsächlich auf der V60S4 Schweißbahn schmierige Feuchtigkeit und die Dämmplatten waren von unten schwarz vom Schimmel.Wir haben auch die Schweißbahn entfernt und die Betonsohle darunter ist trocken.....nur im Fußpunkt/Randbereich vom Fundament ist auch unter der Schweißbahn Feuchtigkeit gewesen (da wo ich die Schweißbahn bis zur Horizentalsperrschicht in der Wand hochgezogen habe).Vielleicht konnte die Feuchtigkeit aufgrund der Sockeldämmung Außen und Schweißbahn innen nicht raus.
Jetzt bin ich auf der suche nach einer neuen Aufbauvariante.Zementestrich und Fußbodenheizung hat sich für mich erledigt.Ich möchte etwas diffusionsoffenes,damit eventl. anfallende Feuchtigkeit mit rausgelüftet werden kann.Am liebsten würde ich auch auf eine Abdichtung auf der Betonsohle verzichten,da ich glaube sonst im Randbereich wieder Probleme zu bekommen.Wie sieht es denn mit Balkenlage + Dielen aus?

lg