Sanierung Feuchtraum - Ideensuche

18.07.2021 Mirko

Sanierung Feuchtraum - Ideensuche

Hallo an alle!

Ich plane Sanierung eines bisher als Feuchtraum genutzten Raumes.

Eine kurze Zusammenfassung: Anbau, ca. 1880 an altes Fachwerkhaus. Kein Keller, Streifenfundament mit 36er Ziegel an Außenwand. Innenwand 80cm Bruchstein (wegen Anbau). Kompletter Fussbodenaufbau ist unklar, die bisherigen Fliesen sind direkt in die Mischung gelegt. (ca. 1960...1970)
Der Fussboden selbst ist ca. 30cm über dem Außenerdboden, muss also 'höher' gelegt sein.

An den Wänden befinden sich in Mischung gelegte Fliesen bis auf halbe Zimmerhöhe.
Im Raum selber befindet sich eine Nische (ehemaliger Durchgang Bruchstein) in ein ca. 2x1m großen Raum, welcher als Dusche genutzt wird.
Bodenfläche: ca 8qm, Wandfläche ca. 12qm

Frage 1:
Wir planen den Fussboden um ca. 8cm anzuheben. Meine Idee bisher ist direkt auf die alten Fliesen zu gehen. Also ca. 50mm Trockenestrich+EPS + Dünnschicht Fussbodenheizung + Ausgleichsmasse.
Kann man das so machen oder gibt es eine bessere Idee?

Frage 2:
An den Außenwänden würde ich die Fließen entfernen. Danach die alte Wand mit Kalkputz begradigen und auf die unteren 12cm mit hochkant gesetzten Kalksandsteinen eine Trennung zwischen Fussboden und anschliesender Holzweichfaserplatte (40mm) herstellen. Grund dafür ist, das evtl. auslaufendes Wasser nicht in die Dämmplatte einlaufen kann. Danach darauf Wandheizung und Verputzen mit Kalkputz.
Die Wände werden nicht mehr befliest, sondern bleiben atmungsaktiv offen. Machbar?
(Auf dem Bild würde ich die unteren braunen Fliesen an der Wand lassen - als "Wanne" für den Fussboden)

Frage 3:
In der Dusche befindet sich eine 80cm Bruchsteinmauer, welche auch eine Außenwand ist. Sehr kalt im Winter... Auch hier: Fliesen alle ab, und dämmen. Ich würde hierfür eine rundrum eine Wedi-Bauplatte oder ähnliches mit max. 20mm nehmen und danach wieder großformatig fliesen. Ich verspreche mit von dieser Lösung eine bessere Wasserdichtheit rundum und ein etwas "wärmeres" Gefühl. Gute Idee?

---
Im letzten Winter war die Ziegelaußenwände bei -10°C Außentemperatur knapp 10°C warm. Aus dem Grund lief dort auch nach dem Duschen das Kondenswasser von der Wand. Aus dem Grund soll das ganze gedämmt werden. Der Putz sollte Wasserdampf aufnehmen, aber auch wieder in den Innenraum abgeben können.

Ich würde mich freuen, wenn mir jemand helfen könnte!

Mirko



Verstehe ich nicht



" Ich plane Sanierung eines bisher als Feuchtraum genutzten Raumes."
Verstehe ich das richtig, das heißt, der sanierte Raum soll auch wieder als Bad/Dusche/Feuchtraum genutzt werden?

"Wir planen den Fussboden um ca. 8cm anzuheben." vs. "50mm Trockenestrich+EPS + Dünnschicht Fussbodenheizung + Ausgleichsmasse".
Also der fertige Fußboden soll am Ende ca. 8 cm höher sein als jetzt? Wenn schon 50 mm Trockenestrich geplant ist, wie dick ist dann die darunterliegende Dämmung, die draufliegende FBH und Ausgleichsmasse? Und der Bodenbelag fehlt noch. Ich glaube nicht, dass das auf 3 cm Höhe unterzubringen ist.

"Die Wände werden nicht mehr befliest, sondern bleiben atmungsaktiv offen." vs. "Ich verspreche mit von dieser Lösung eine bessere Wasserdichtheit rundum..."
Das widerspricht sich....???....

"die unteren 12cm mit hochkant gesetzten Kalksandsteinen eine Trennung zwischen Fussboden und anschliesender Holzweichfaserplatte (40mm) herstellen. Grund dafür ist, das evtl. auslaufendes Wasser nicht in die Dämmplatte einlaufen kann."
Damit baust du eine Wärmebrücke direkt über den Fußboden. Klebe besser statt der KS-Steine einen Sockel aus unverrottbaren Mineralschaumplatten (Multipor, o. ä.) an die Wände.
Diese und den neuen Fußboden kannst du mit einer Abdichtungsbahn und entsprechendem Kleber "als Wanne" abdichten: siehe z. B. hier: https://www.sopro.com/fileadmin/customer/Service/Sopro_Planer/Planer8_Kap3.pdf



Sanierung Feuchtraum - Ideensuche


Sanierung Feuchtraum - Ideensuche

Danke für die Anwort!

Ich habe den Raum grob skizziert einmal angehangen. die gekreuzte-blaue Fläche sind die blauen Fliesen.
Im oberen Bereich links befindet sich der Durchgang durch die alte Bruchsteinmauer und der Raum dahinter (ca. 2x1m) ist die Dusche.

Beim Trockenestrich bin ich von 20mm Estrich+30mm Dämmung ausgegangen. Dann habe ich noch 30mm für den Fussbodenaufbau. Darauf kommt dann der Belag. Hier hat jedes Zimmer eine andere Höhe. Ich versuche diese Gerade auf +/-2 cm aufeinander anzugleichen, damit es nicht ganz so wie ein Fuchsbau wirkt. :)

Ich habe mir gerade die Multiporplatten angesehen. Der U-Wert ist ganz passabel. Ich werde also diese anstelle der Weicholzplatten nehmen.

Das mit der Wanne abdichten habe ich noch nicht ganz verstanden:
Die Wanne habe ich doch schon mit den alten Fliesen und den braunen Sockelfliesen hergestellt. Soll die Abdichtung nach Variante A oder Variante B erfolgen?
Bei Variante A wäre die Abdichtung unter der Dämmung und bei Variante B unter dem Bodenbelag.
Oder die nicht eingezeichnete Variante C, direkt zwischen Trockenestrich und Ausgleichsmasse...?

Was mir gerade eingefallen ist: Könnte ich die Wandfliesen an der Wand lassen und direkt die Multiporplatten dort befestigen? An die Wand kommt zusätzlich noch eine Wandheinzung.

Mirko