Sanierung Fachwerkhaus

14.03.2010



Ich möchte nein Haus sanieren, und frage mich nun wie ich das am besten anstelle.
Das EG besteht aus Feldsteinen, das OG und DG bestehen
aus einem Lehmfachwerk.
Sockel: Naturstein MG III
Aussenputz 2-lagiger glatter Unterputz
Auf der Südseite ist das Lehmfachwerk mit Holzlatten verkleidet.
Leider kann man hier keine Bilder einstellen.

Mit freundlichen Grüssen



Moin Frank,



Fotos kann man hier einstellen, wenn man sich im Forum angemeldet hat...kost nix und tut nich weh....;-).

Auf so allgemeine Fragen "Wie richte ich bloss mein Häuschen her" wirst du hier keine befriedigenden Antworten bekommen.

Also alles mal etwas konkreter bitte...

Gruss, Boris



Sanierung Fachwerkhaus



Was mich interessiert ist ob man eine Wärmedämmung aufbringen soll oder nicht.
Wenn ja, welche Materialien sollte man verwenden.
Auch wäre interessant zu wissen, ob man das Lehmfachwerk wieder verputzt, oder ob man das Lehmfachwerk sichtbar macht, und was dabei wieder zu beachten ist.
(bsp. Ob das Lehmfachwerk neu verputzt oder verkleidet werden muss.)
Mit freundlichen GRüssen



Fachwerksanierung



Hallo Frank,
auf jede Deiner Frage kann ich nur antworten:

- Kommt drauf an.

Wie der vorhandene Status der Dämmung ist.
Was für Materialien in welcher Stärke jetzt verbaut sind (Feldsteine und Lehmfachwerk ist zu ungenau)
Ob es bauliche Schäden gibt.
Wie die zukünftige Nutzung aussehen wird.
Wie die Beheizung und Warmwasserbereitung funktioniert.
Wie die klimatischen Bedingungen sind, vor allen die Ausrichtung (Wo ist die Westseite?)
Fass das bitte nicht als Sarkasmus auf, aber ohne konkrete Fragestellung und konkrete Zustandsbeschreibung auch keine konkreten Antworten.
Für Dich heißt das, erst einmal die Fragen:
Warum will ich sanieren?
Welche Zielstellung habe ich?
zu beantworten.
Das klingt banal, aber darüber solltest Du erst einmal Klarheit schaffen.

Viele Grüße



Sanierung Fachwerkhaus



Der vorhandene Status der Dämmung ist null.
(also keine Dämmung)
Sockel: Naturstein MG 3 , Dicke des Mauerwerks 50 cm
EG/OG: das Mauerwerk besteht aus 5,5 NF mit MZ 15 in MG 2
Leider sagt mir das nicht wirklich etwas.
Bauliche Schäden sind Putzrisse und abblättern von Fassadenfarbe. ( vielleicht eine Silikatfarbe oder Feuchtigkeit) Kann ich leider nicht 100% beantworten.
Beheizung und Warmwasserbereitung funktioniert über Gasheizung.
Im EG befinden sich hinter dem linken kleinen Fenster auf der Südseite ein ehemaliger Stall wo offenbar Ziegen gehalten wurden.
Heute ist dieser Raum Waschmaschinenraum, der beheizt wird.
Dahinter befindet sich ein Abstellraum ohne Heizung, wahrscheinlich ehmaliger Lebensmittelraum.(Haus 100 Jahre alt)
Auf dem Bild hinteres kleines Fenster auf der Westseite.
Die klimatischen Bedingungen sind, im EG etwas kühl ansonsten kann ich im Haus insbesondere nach der Dachdämmung nicht über Kälte klagen. Ausnahme ist das Vorhaus durch das Kälte eindringt.(Trotz zweier Türen)
Die Westseite ist auf dem Bild die linke Seite mit den
3 Fenstern.
Fass das bitte nicht als Sarkasmus auf, aber ohne konkrete Fragestellung und konkrete Zustandsbeschreibung auch keine konkreten Antworten.
Für Dich heißt das, erst einmal die Fragen:
Sanieren will ich weil der Putz die oben beschriebenen Probleme hat. Die Fenster sehen ebenfalls alles andere als gut aus (besonders die Kellerfenster und die Südseitfenster) siehe Bild.
Die Zielstellung ist das Haus zu verschönern.
Ich fasse das auch nicht als Sarkasmus auf, ich wäre froh wenn mir jemanden helfen könnte.
Ich hoffe ich habe jetzt ein besseres Bild abgeben können.
Wenn noch Fragen bestehen, beantworte ich sie natürlich bestmöglichst.

Viele Grüße aus Sachsen



Sanierung Fachwerkhaus



Hallo Frank,
bis auf ein paar überpinselte Putzschäden an der Südseite, die sicher von einer ehemals defekten Dachentwässerung stammen, kann ich auf dem Foto keine gravierenden Schäden erkennen.
So wie es aussieht ist:
- das Dach und die Dachentwässerung neu und gedämmt,
- die Heizung funktionsfähig und sicher nicht uralt,
- die Fenster isolierverglast,
- die Ausmauerung im OG vermute 1,5 NF, das sind die früher (vor 50, 60 Jahren) übliche Hochlochziegel. Das heißt, das Haus ist vor einigen Jahrzehnten schon einmal grundhaft saniert worden. Dazu passt auch die Verschalung.
Der Westgiebel ist vermutlich bei dieser Sanierung komplett neu aufgemauert worden.
Ein Freilegen des Fachwerkes aus nostalgischen Gründen fällt m.E. nach weg. Aufwand und Ergebnis würden in keinem Zusammenhang stehen. Die Verschalung wurde damals nicht umsonst angebracht.
Eine energetische Verbesserung der Obergeschosse mit einigen kleineren Maßnahmen ist sicher möglich, muß aber vor Ort im Detail geklärt werden. Das können sein z.B. Innendämmungen zu unbeheizten Gebäudeteilen und Wärmebrücken anordnen, Dichtheit überprüfen usw.

Das der angebaute Windfang kalt ist, das ist normal; er sorgt für eine thermische Trennung der Eingangstür vom Hausflur.

Das Haus macht auf dem Foto einen recht passablen Eindruck.
Das Erdgeschoss wird zur Zeit nicht als Aufenthaltsraum genutzt, eine Dämmung ist also nicht unbedingt erforderlich.
Ich sehe bis auf die paar Putzschäden, die man ausbessern und überstreichen kann, keinen Instandsetzungs- und Modernisierungsbedarf.
Wozu ein Erdgeschoss dämmen, wenn da nur ein unbeheizter Lagerraum und ein zeitweilig genutzter Hauswirtschaftsraum und Verkehrsfläche ist?
Also, werde Dir erst mal klar, was Du mit dem Haus willst.
Soll z.B. das Erdgeschoss als Wohnraum umgestaltet werden?
Sind andere Nutzungsänderungen geplant?
Also noch mal: Was willst Du warum sanieren?

Viele Grüße





Hallo Frank,

kann es sein das im EG mal eine Viehhaltung betrieben wurde?
Die Schäden am an Putz und Farbe sehen danach aus.
Der derzeitige Farbanstrich ist offensichtlich nicht sonderlich diffusionsfähig, so das der Feuchtetransport aus dem Mauerwerk verhindert wird.
Diese Farbe müsste sicher runter.

Grüße aus Schönebeck



Wie anfangen mit der Sanierung...



Das A und O ist gute Planung und Abstimmung unter den verschiedenen Gewerken.
Die Bauleitung sollte entweder von einem Architekten erledigt werden oder von einem Handwerksfachbetrieb (z.B.Zimmermann oder Lehmbauer) Die jeweilige Person sollte entsprechende Fachkenntnis und Sachverstand in der Fachwerksanierung aufweisen können. Jeder Eingriff sollte grundsätzlich mit der Bauleitung abgesprochen werden um einen reibungslosen Bauablauf zu gewährleisten. Das kostet dann u.u. zwar erstmal etwas extra, diese Kosten kommen dann aber mit Sicherheit wieder rein, da somit unnötige und kostentreibende Zusatzarbeiten erspart bleiben und ein sinnvoller und möglichst reibungsloser Bauablauf erfolgt.

Viele Grüße
Mathias Josef



Sanierung Fachwerkhaus



Ja, im EG wurde mal Viehhaltung betrieben. (1 Fenster links)
Der derzeitige Farbanstrich würde die Feuchte schlecht aus dem Mauerwerk lassen, wurde mir einmal gesagt.
Nach Ende der DDR hätte man angeblich vielemal so einen Farbanstrich benutzt.

- das Dach und die Dachentwässerung sind neu und gedämmt,
- die Heizung von 1990 und funktionsfähig
- die Fenster sind isolierverglast, 1993

Warum könnte aber eine Verschalung angebracht worden sein?
Das Erdgeschoss soll momentan nicht als Wohnraum umgestaltet werden, da ich die Waschraumabflüsse alle ins Bad integrieren müsste. (Platzproblem und event. Wandproblem bei Durchbrüchen.)

Ich möchte mich für die Antworten hiermit bedanken, und werde jetzt keine Sanierung durchführen.

Werde mich jetzt um das Treppenproblem kümmern und wenn möglich den Ausgleich des Fussbodens im EG.

Viele Grüße





Hallo Frank,

Fassadenbekleidungen aus Holz, Schiefer, Zink oder Dachziegeln wurden angebracht um die Fachwerkkonstruktion vor Schlagregen zu schützen. (Konstruktiver Holzschutz)
Das ist bei Fachwerkhäusern durchaus üblich, besonderst an der Wetterseite.

Grüße aus Schönebeck