Lohnt sich die energetische Sanierung wirklich?

25.08.2010



Nachzulesen bei:
http://www.messweb.de/news/ni423011.htm
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Angesichts unserer mittelfristig sehr niedrigen Habenzinsen und der wohl auch in Zukunft weiter heftig steigenden Preise für Öl und Gas fragen sich viele Besitzer älterer Häuser, nach wie viel Jahren sich eine energetische Sanierung voraussichtlich rechnen wird.
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Dazu muss man einige Annahmen machen, von denen niemand voraussagen kann, ob sie eintreffen:
1. Die Ölpreise sind in den letzten 8 Jahren im Mittel um 8,5% p.a. gestiegen, die Gaspreise hingegen nur um 4,5% p.a. Dieser Trend wird auch für die Zukunft angenommen.
Die energetische Sanierung amortisiert sich unter dieser Annahme also für eine vorhandene Ölheizung grundsätzlich wesentlich schneller.
2. Die Habenzinsen bleiben für zwei bis drei Jahre etwa so niedrig wie heute. Kommt es danach wirklich zu einer größeren Inflation zur Bewältigung der Finanzkrise, was auch höhere Habenzinsen zur Folge haben wird, dann ändert das trotzdem die Argumentation nur marginal, weil mit den Habenzinsen voraussichtlich auch die Energiepreise in ähnlichem Maß von der Inflation erfasst werden.
3. Eine Sanierung aus sonstigen Gründen ist auf absehbare Zeit nicht notwendig. Wo man Holzfenster mit dem Schraubenzieher durchstoßen kann, wo der Putz von der Wand fällt oder das Isolierglas bereits ziemlich blind ist, gilt die nachfolgende Betrachtung ausdrücklich nicht.
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Es gibt vier hauptsächliche Problembereiche, für die eine Sanierung überlegt werden kann: Fassade, Dach, Heizungsanlage und Fenster. Die Ergebnisse unter obigen Annahmen und den mittleren Kosten bzw. der geschätzten mittleren Einsparung pro Jahr sind teilweise niederschmetternd.
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Fassade (Kosten 18.000, Einsparung 700 p.a.):
Break-even bei Öl 17 Jahre bzw. 24 Jahre bei Gas.
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Dach (Kosten 20.000, Einsparung 900 p.a.):
Break-even bei Öl 15 Jahre bzw. 19 Jahre bei Gas.
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Heizung (Kosten 9.000, Einsparung 950 p.a.):
Break-even bei Öl 8 Jahre bzw. 10 Jahre bei Gas.
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Fenster (Kosten 16.000, Einsparung 300 p.a.):
Break-even bei Öl 26 Jahre bzw. 35 Jahre bei Gas.
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Bei Fenstern gibt es eine wesentlich bessere Alternative, wo es möglich ist, dass lediglich die Scheiben ausgewechselt werden: Break-even bei Öl 7 Jahre bzw. 8 Jahre bei Gas.
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Eine günstige Hypothek für die Sanierung zu bekommen, ist für Hausbesitzer jenseits der Rentengrenze nur mit Sicherheiten in mindestens gleicher Höhe zu bekommen. Wer aber die zur Investition notwendige Summe auf dem Festgeldkonto hat, sollte jetzt zumindest an den Austausch von Fensterglas und Heizungsanlage denken. Von anderen Maßnahmen profitieren eher die Erben.
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Ein komplexes Thema,



meiner Meinung nach lohnt sich die erergetische Sanierung entweder, wenn ein sehr schlechter Dämmstandart vorliegt, und oder Wand, Dach oder Bodenschalen sowie so erneuert werden müssen.

Und Kosteneinsparung ist das eine und Komfortgewinn und gesundheitliche Aspekte das andere.

Sicher ist der Gummischuh billiger als der Lederschuh der aber deutlich mehr bietet.

Grüße
Grüße