Nie wieder Sanierputz

02.12.2006



Hallo,

möchte hier mal meinen Kommentar zur den sog. Sanierputzen und anderen Schlemmen die das Geld der Bauherren aus der Tasche ziehen los werden. Ich habe einen 70 er Jahre Anbau mit Sanierputz versehen im Fußbereich, leider wurde die Sperrung 10 cm über den Fußboden gesetzt, Maueraustausch ist leider nicht möglich gewesen wegen großformatigen Hohlblocksteinen und Setzungsrissen. Nun nach dem auftragen das Sanierputzes an diversen feuchten Stellen schlug das Wasser direkt auf der Oberfläche des Putzes nieder also in Tropfenform, dann habe ich zum Vergleich an einer anderen feuchten Stelle Kalk-Opferputz verwand , dieser ist fast Trocken und gibt schön gleichmäßig das Wasser ab. Nun musste ich diesen Sanierputz wieder abschlagen Geld dahin der sack 23 € ;) und machte überall Kalkputz rauf , nachdem ich dann noch eine vernünftige vertikalsperre angebracht hatte mit Noppen und Deitermann und die Erde von der Seite weg war wurde es noch besser,danach habe ich die Heizungen im Raum so verteilt das diese den Fußbereich komplett ausheizen. Das Schlimme war ja der Sanierputz hat doch tatsächlich die Eigenschaft die Feuchtigkeit über die Sperrung (die ja oberhalb war ) zu leiten also noch 20-30 cm über die Sperrung. Was wäre wohl geworden wenn ich alles mit der Sanierschlemme und Sanierputz und diversen andern Chemikalien versucht hätte?????

Wer hat Ähnliches erlebt???

MFG Jens





Guten Tag,

ein Sanierputz sollte nicht auf Feuchte Mauerstellen aufgetragen werden. Dieser sollte erst auf trockene Wände aufgetragen werden, er ist kein Entfeuchtungsputz.
Zum besseren Verständnis empfehle ich Ihnen die Lektüre des WTA-Blatts - 2-9-04/D Sanierputzsysteme.
Weitere sinnvolle Informationen finden Sie auf der Internetseite unseres Forummitgliedes, Edmund Bromm, unter Schriften.
Mit freundlichen Grüßen aus Köln
Bernd Kibies



Sanierputz nur auf trockene Wände



guten Tag,

ja das dachte ich mir auch, aber wurde von diversen Anbietern nicht so dargestellt.



Wann ist oder wird ein "Sanierputz" - Sanierputz und somit den Anforderungen gerecht?



Ein Sanierputz (WTA) ist nicht gleich Sanierputz, nur weil dieses Produkt wesentlich mehr kostet als Kalkputz.
Klar ist, es gibt auch hier große Unterschiede.
Wie Herr Kibies richtig schreibt braucht man auch einen bestimmten Untergrund und auch ein bestimmtes Klima. Der Sanierputz kann nur "reifen" wenn er auch die Chance hat zu trocknen.
Die hydrophobierende Eigenschaft kann nur entstehen, wenn eine ausreichende Trocknung erfolgen kann.
Wenn diese Fakten (auch vom Untergrund) nicht vorhanden sind, wird es kein Sanierputz!
Bestenfalls ein Zement- aber auch Kalkputz mit Luftporengehalt, jedoch sehr gut leitfähig und dies kann dann nichts werden.
Aber daraus zu schließen der Sanierputz ist untauglich ist der falsche Befund.
.
Richtig ist was Jens sonst noch gemacht hat.
Feuchte weg und an der richtigen Stelle heizen bzw. erwärmen und auch, natürlich vorher, abdichten.
Dann hätte aber auch der Sanierputz auf Dauer eine trockene Oberfläche ergeben.
Ob dies auch mit anderen Putzen so bleibt - ist abzuwarten.
Leider dauert es sehr lange bis diese Wirkungen dann sichtbar werden.