Sandsteinscheune, Höhenunterschied, Möglichkeiten

06.04.2015 m-heil



Guten abend ich ich bin neu hier zu meiner Person ich bin 21 Jahre alt und Beruflich komme ich aus dem Maschinenbau. So zu meinem Projekt ich bin dabei meine Sandsteinscheune als Werkstatt umzubauen. Mein Problem ist hier der Boden momentan eine sehr unebene Mischung aus Lehm und Sand. Ich möchte hier später als Ergebnis einen Dielenboden haben meine frage jetzt welche Aufbau Möglichkeiten gibt es?
Noch ein paar Gegebenheiten Höhenunterschied bis zu 30 cm Boden ist nach mehreren Tagen regen feucht und es sollte so einfach wie möglich gehalten werden. Vielen Dank schonmal und liebe grüße Max



Einfachste Lösung:



Ausbaggern, betonieren, Sperrschicht drauf, Lagerhölzer und darauf die Dielen.

Grüße, Gerhard



Ein klein wenig ausführlicher:



- Fundemente prüfen, evtl. gegen aufsteigende Feuchte mit Horizontalsperre sicher. Denn vor dem Fußbodenaufbau kommt man noch gut von beiden Seiten an das Mauerwerk dran.
- Wenn bereits genug Tiefe da ist nivelieren mit Kiesschicht
- Betonplatte 10 cm.
- Feuchtesperre (PE-Material, etwa Teichfolie), an den Wänden hochziehen bis über das Niveau der Dielen-Oberkante.
- Kanthölzer, z.B. 8 x 10 hochkant, legen. Abstand bis 80 cm Mitte/Mitte bei 28-30 mm Massivdielung.
- Dämmschüttung (ich bevorzuge Blähton) einbringen.
- Filzstreifen von der Rolle auf die Kanthölzer tackern.
- Dielen mit Dielenschrauben durch die Feder auf die Kanhölzer montieren oder schwimmender Aufbau (Dielen liegen untereinander mit Latten verbunden schwimmend auf den Kanthölzern.)

Viel Freude beim Bauen!





Vielen dank für die antworten und ich stimme mit ihrer Lösung absolut überein wenn es um eine normale Sanierung gehen würde allerdings hab ich hier einen Fehler gemacht und mein ziel schlecht umschrieben.
Ich möchte gerne eine "original" Renovierung so wie sie mein uropa der die Scheune gebaut hat gemacht hätte. Ich würde ungern jetzt Beton reinkippen und zum Bsp Paraffin in die Wände pumpen.
Ich hoffe sie verstehen mein Anliegen jetzt etwas besser.
LG max



Lieber Max,



es geht auch, wie Ihr Uropa es gemacht hätte. Allerdings mit dem Nachteil evtl. aufsteigender Feuchte.

Was das Mauerwerk betrifft, wäre eine Horizontalsperre am besten Stück für Stück unter dem Fachwerkbalken einzuziehen. Ist natürlich aufwändig.

Beim Fußboden hält sich der Aufwand für Beton + Feuchtesperre + Dämmschüttung in Grenzen, sorgt aber für trockenen, fußwarmen Boden.

Falls es wie bei Uropa sein soll: festen Untergrund aus Stampflehm bilden, Sand aufschütten, Traghölzer in den Sand legen, Dielen drauf. Dann müssen aber die Dielen (wie bei Uropa) unterlüftet sein durch Öffnungen im Mauerwerk unterhalb Dielenniveau, ansonsten können das Holz im Boden und die Dielen zu gut und schnell kompostieren. Nachteil der Lüftungsöffnungen nach Vorfahrenart: Fußkalt, höherer Heizaufwand!

Die andere Lösung verbindet die Vorteile von traditionellem Fußbodenaufbau mit heutigen Ansprüchen an Wohn- / Arbeitskomfort und Heizstoffersparnis (und verursacht nur unwesentlich höheren Aufwand und Kosten). Schätze, Uropa würde es heute auch so machen!

Schöne Grüße!



Werkstattboden



Wenn du keinen Beton gießen willst-
(sollte eh vermieden werden, falls nicht technisch unbedingt notwendig)

Möglichst schon außerhalb des Gebäudes die Feuchtigkeit ableiten.

Zuerst Boden nivellieren,
Oberfläche durch Stampfen verdichten,
Geotextil auslegen
EPDM-Folie als Feuchtigkeitssperre Verlegen (in einem Stück, auch günstige Reststücke von Poolshops verwendbar, ca 1 mm dick)
bis Oberkante vom fertigen Fußboden hochziehen- Ecken Falten- nicht einschneiden)
Dann -bei größerer Belastung und falls der Unterboden nicht ganz fest ist:
Kleinere Betonplatten als Auflager unter die Holzbalken verteilen,
darunter zum Schutz Geotextilabschnitte legen.
Auf den Betonplatten die Lagerbalken mit Holzstücken, Gummigranulatplatten etc nivellieren.
Ggf Dämmung in die Balkenzwischenräume füllen
Auf für Balken Holzdielen schrauben.

Alle Materialien sind bei dieser Konstruktion problemlos rückbaubar und wiederverwendbar.

Du könntest natürlich auch den Erdboden nivellieren,
eine gleichmäßig dicke Sandschicht aufbringen und gerade abziehen.
Darauf Betonplatten auf der gesamten Fläche verlegen.
Die Platten gibt's oft umsonst oder vom Abbruch.
Hinterher evt noch mit Rüttelplatte (und untergelegter Gummi-Schutzplatte)abrütteln.
Die Konstruktion wäre dann wie bei Auffahrten, Carports etc
Dieser Boden wäre dann erst einmal nutzbar bis du den Dielenboden verlegst.
In diesem Fall das Geotextil auf die Betonplatten legen und darauf das EPDM

Andreas Teich



Werkstattboden



Opa hätte auch Beton reingekippt.
Uropa hätte einen Werkstattboden gepflastert.
Wie der Enkel das machen kann hängt vor allem davon ab was für eine Werkstatt das werden soll und wie bzw. wie intensiv sie genutzt wird.





Ich finde die Varianten von Herr Teich für meine Zwecke und das was mir auch wichtig ist bei diesem speziellen Gebäude sehr gut vielen Dank dafür.
Als kleine Info rein kommt eine reine Tischlerwerkstatt in der die schwerste und fast einzige Maschine die Drechselbank sein wird.
Vielen Dank für die ganzen kommentare und Vorschläge ich werde mal ein paar Bilder vom Ergebnis reinstellen vielleicht interessiert das ja den ein oder anderen
Lg max