Sandsteinkeller trockenlegen - Tipps?



Sandsteinkeller trockenlegen - Tipps?

Hallo zusammen!
Leider kann ich zu meinem alten Thema keine neuen Beiträge mehr schreiben.
Daher hier ein aktuelles Foto unseres außen freigelegten Sandsteinkellers (die Vorgeschichte findet man unter der gleichen Überschrift).
Der Boden außen herum scheint nicht sonderlich nass zu sein - zumindest an dieser Hausseite nicht.

Was wäre euer Tipp, was man nun von außen tun sollte? Die Mauer ist ja ziemlich uneben. Noppenbahn, Drainage, Kiesbett...?



DIN 18533



Dazu gibt es in Deutschland sogar eine DIN: DIN 18533 (ehemals 18195).
Kurz gesagt: Die Seiten mit Dichtputz / Sockelputz versehen, bis eine einigermassen glatte Oberfläche vorhanden ist. Bei Dir: zuerst die Fugen ausgleichen, dann 8-10 mm die Wand glätten.
Dann kunststoffmodifizierte Bitumenmasse (KMB) in 2 Lagen a 2 mm Naßschichtdicke auftragen.
Dann kannst Du Deine Noppenbahn als EInfüllschutz davorstellen (Noppen nach AUSSEN!)





Oder du baust eine "braune Wanne" ein.

https://dernoton.de/index.php/bauwerk/vertikalabdichtung



Lösungsvorschlag außen


Lösungsvorschlag außen

Wir würden gerne davon absehen, den Sandstein nach außen hin abzudichten. Ohne funktionierende Horizontalsperre wäre die Konsequenz, dass alle Feuchtigkeit im Stein nach innen abgegeben werden muss.

Deshalb hätten wir uns das Folgende überlegt: am Mauerfuß bringen wir eine ca 20cm hohe Schotterpackung (16/32) ein. Darauf könnten wir eine Wand aus Filtersteinen stellen (manchmal auch Drainsteine genannt, z.B. http://betonwagner.de/draensystem/). Nach unten stehen die Steine auf einer Fußrinne, oben sind sie mit einer Abdeckplatte abgeschlossen.
Um der Unebenheit der Kelleraußenmauer Rechnung zu tragen, würden wir die Filtersteine ca 20cm vor der Außenmauer aufstellen. Den Zwischenraum würden wir entweder mit 16/32 oder 32/50 Kies oder Schotter auffüllen. Diese Schicht würde die Last vom umgebenden Erdreich aufnehmen und durch die Hohlräume es der Wand erlauben Feuchtigkeit abzugeben.
Des weiteren steht kein feuchtes Erdreich mehr an der Wand an und trotzdem wird nicht die Funktion/Physik der Sandsteinwand eingegriffen.

Als angenehmer Nebeneffekt würden sich Kosten und Arbeitsaufwand in Grenzen halten.

Was haltet ihr von dem Konzept?



Drainage?



Die Aussage mehrerer Beteiligter war bisher, dass wir auf die Drainage verzichten können, da es in unserem Fall kein drückendes Wasser gibt, sondern nur die normale Erdfeuchte und weil der Boden durchlässig ist. Außerdem hätten wir bei einer Drainage, die am Kanal hängt, die Gefahr von sich zurück stauendem Wasser. Wenn Drainage, dann sollten wir das Wasser in den Garten leiten.
Was ist denn das Risiko, wenn wir keine einbauen? Dass sich im Bereich des Schotters doch Wasser sammelt? Was halten Sie ansonsten von den Filtersteinen vor der alten Mauer?



Warum eigentlich?



"...dass wir auf die Drainage verzichten können, da es in unserem Fall kein drückendes Wasser gibt, sondern nur die normale Erdfeuchte und weil der Boden durchlässig ist..."
--> Warum habt Ihr dann eigentlich aufgebuddelt?
"...Außerdem hätten wir bei einer Drainage, die am Kanal hängt, die Gefahr von sich zurück stauendem Wasser..."
--> dafür gibt es Rückstauklappen
"...Was halten Sie ansonsten von den Filtersteinen vor der alten Mauer?..."
--> Ich kann nicht sagen, ob und wie lange das funktionieren würde. Aber ich verstehe nicht, warum ihr nicht auf ein bewährtes System zurückgreifen wollt und stattdessen bereit seit ein m.E. unkalkulierbares Risiko einzugehen. Im schlimmsten Fall habt Ihr danach mehr Probleme als vorher und zwischendrin ne Menge Arbeit.
Leuchtet mir nicht ein.
Wenn schon aufgegraben ist, ist eine konventionelle Abdichtung einfach und auch nicht allzu teuer.
Dass die Mauer in der geplanten Schotterpackung nennenswert Feuchtigkeit abgibt, kann ich mir nicht vorstellen, zumal Du ja schreibst, es gäbe kein drückendes Wasser, also wo soll die Feuchtigkeit herkommen? Von innen? Dann wäre es wohl einfacher die Ursache abzustellen anstatt die Auswirkungen zu lindern.

Grüße