Sandsteinfundament, Fundament, Mitleidenschaft

05.01.2018 Fam Miller



Hallo liebe Community,
bevor die Frage kommt ein paar Eckdaten:
Wir haben eine/ zwei Scheunen (von 1887 und von 1898) erworben und möchten eine davon zu einem Wohnraum umbauen.
Die Scheune(17m auf 8,5m) steht auf einem Sandsteinfundament. Das Fundament ist ca 1m tief und 40cm breit.
Die Fachwerkwände sind sehr in Mitleidenschaft gezogen, da es einige undichte Stellen im Dach gibt und sie nur notdürftig ausgebessert wurden.

Jetzt meine Frage:
Was für Möglichkeiten gibt es bezüglich des Fundaments?
Bevor wir uns mit dem Architeckten besprechen, würden wir uns gerne informieren. Um gegebenenfalls gleich die richtigen/ relevanten Fragen stellen zu können.
Die Überlegeung wäre:
Eine Fachwerkwand(front) komplett zu restaurieren.
Die restlichen Wände neu zu ziehen.(Da durch eine Bombe oder gesenktem Boden nicht zu erhalten)
Mein Mann würde gerne ein neues Fundament (50cm Sandsteinfundament ausgraben und da drauf das neue) betonieren. Macht das Sinn?
Vielen Dank schon mal im Voraus.

Miller



Fundament



WARUM
will Ihr Mann das Fundament erneuern?



Das herausschauende Fundament ist durchlöchert



Und soll deshalb erneuert werden. Da war die Überlegung gleich ein neues Fundament zu ziehen. Die vorhandene Bodenplatte ( wenn man das Bodenplatte nennen kann) muss auch raus, da sie wie alles andere immer nur notdürftig nachgebessert wurde.



Fundament



Ich wette mit Ihnen um einen halben Hektar Pflaumenkuchen das dieses "durchlöcherte" Fundament auch noch die nächsten 100 Jahre seinen Dienst tun wird. Die größte Gefahr für die Standsicherheit sind außer den paar "Löchern" (was auch immer das sei, Fotos wären gut)und außer Wasser die Modernisierungswut der Eigentümer.
Wenn Sie ein paar Fotos einstellen kann ich Ihnen noch mehr schreiben.



Ich muss weiter ausholen



Die Ziegelsteinwände über dem Fundament lassen sich mit der bloßen Hand zerbröseln, was Rückführend für die Feuchtigkeit in den Wänden/Fundament spricht.
An einer kompletten Wand muss ein neues Fundament gelegt werden , denn die Scheune neigt sich dort auf die Seite des Nachbarn. Es gibt auch andere Promlemstellen mit Feuchtigkeit (Loch in der Wand durch eine Bombe ) und und und.
Der Aufbau wäre dann:
Altes Fundament ca 60cm im Boden(da zwischen Dachpappe?) mit neuem Fundament ca 25cm im Boden und 25 cm drüber. Wie verhalten sich die beiden Fundamente auf der Auflegestelle?
Neue Bodenplatte soll wie Folgt aufgebaut werden:
etwas Kies- Folie- Betonplatte - Bitumenbahn- Syrodur- Bodenheizung und abschließend ein Designestrich. Gibt es andere Vorschläge?
Wir lieben die Scheune und möchten so viel es geht erhalten oder wiederverwenden, aber nicht auf Kosten des Komforts.(Feuchtigkeit und/oder Wärmeverlust)



Hin oder her...



....vorherige Fragen zwar in allen Eheren, aber besser wäre es, eine Meinung an ihrem Objekt erst einmal durch einen Architekten zu erhalten, da ja viele Fragen im raum stehen und es sich hierbei um eine komplette Umnutzung eines Gebäudes geht.
Und somit jetzt aus der Kalten heraus sich nur um das besagte Fundament ohne einen Eindruck von diesem zu haben, in halbe Streitfragen zu verheddern, finde ich unnötig.

Wenn sie die ersten Aussagen auf dem Tisch haben, dann macht die Einholung weiterer oder halt eben einer zweiten Meinung, Sinn.

Schreiben sie ganz einfach auf einen Zettel Plus und Minus darauf und darunter dann ihre verschiedenen Punkte.
Dies arbeiten sie mit dem Fachmann durch eine Begehung ab und erst danach formt sie ein besseres Bild.

Vom besagten Pflaumenkuchern durch Herrn Böttcher, würde ich auch gern ein Stück nehmen, sonst bekommt er doch Bauchschmerzen.

FG Udo



Ein Bild



Ein Bild des Sandsteinfundaments von innen sieht man das Licht durchscheinen.



Fundament



Vielen Dank Udo und Herr Böttcher für die Antworten.
Ja, es stehen viele Fragen im Raum, deshalb besonders ich mich vorab informieren will.
Mein Mann (steht hinter mir) und sagt: "ich will unbedingt ein neues Fundament."
Wie tief das neue Fundament reichen soll, ist jetzt die Frage.
Wie verhalten sich die Fundamente aufeinander?
Wie sind da die Erfahrungswerte?
Am liebsten würde Mann gerne mit unserem Bagger schon los legen.
Ein Bekannter Architekt kommt "erst" in einem Monat durch.

Mann hat schon Erfahrung im Bau von Neubauten, Aber das ist nicht mit einer Fachwerkhaus-Restoration zu vergleichen.

Ps: liebe Herren sie sind herzlich zu ein paar Stücken Pflaumenkuchen eingeladen.



Fundament



Das ist nicht das Fundament.
Das befindet sich unterhalb des Sockelbereiches im Boden und ist in Ordnung.
Natürlich ist dieses Wandstück, genauer gesagt der Sockelbereich sanierungsbedürftig, aber es hat nichts mit dem Fundament zu tun.
Nix aufgraben, nix betonieren, Finger weg vom Fundament.
Wie man die Wand saniert kann nur nach Ansicht der örtlichen Gegebenheiten entschieden werden.



@Gerorg Böttcher



...da muss iuch zustimmen.
Lassen sie doch bitte die geraume Zeit ins Land gehen, bis sie ihren Architekten vor Ort haben.

Neubau und Altbau (Sanierung) sind zwei völlig von einander zu betrachtende Situatiionen und Aufgabenbereiche.
Wer nur neu bauen kann, hat aber sicherlich riesige Probleme bei historischen Sanierungsaufgaben und -lösungen!
Leider!!