Sandstein Sanierung

24.08.2012 Erich



Hallo alle zusammen,

wir sind neu hier und suchen Rat.
Wir haben ein altes Haus (unbekanntes Baujahr).Renoviert wurde dies in den 60er-Jahren.Nun werden die Räume neu eingeteilt und mit Fußboden-Heizung versehen. Die Außenmauern bestehen aus Sandstein. Eine Seite haben wir freigelegt und lassen sie offen.Auf der anderen Seite wollen wir die Sandsteine Verputzen und im Bad sogar eine kleine Vorwand errichten.Mit welchen Steinen können wir vor den Sandstein eine Mauer hochziehen ohne dass sich dahinter Feuchtigkeit bildet und schimmelt?
Mit welchem Verputz können wir den Sandstein verputzen oder ggf. nur streichen?
Wir wären dankbar, wenn jemanden uns Tipps oder ein Fachadresse im Rhein-Neckar-Kreis geben kann?



Neee...



... so klappt das nicht mit dem Forum...

was heißt denn "renoviert in den 60ern"...
was heißt denn "Räume neu eingeteilt"...
was heißt denn "mit Fußbodenheizung versehen"...
was heißt denn "eine Seite freigelegt und offenlassen"...
was soll die Mauer im Bad bringen... worauf soll sie stehen...

Bitte noch ein bissel Input...

Gutes Gelingen & LG,
Sebastian Hausleithner



Fragliche Fragen



Hallo SH

Wenn Sie nichts zu sagen haben - lassen Sie es einfach.

So klar wie hier die Fragen sind, kommen Ihre gesammelten "Meinungen" nie daher - mit Verlaub.

zur Frage:
- überdenken Sie die FBH
- sperren Sie die Sandsteine weder mit zementären noch mit Kunststoff haltigen Baustoffen
- lassen Sie Ihre angedachte Innenaufdopplung - ist nur Geldvernichtung

- Verarbeiten Sie entweder selbst hergestellten Putz mit Sand und Kalkhydrat oder schauen mal bei www.solubel.de nach

- Streichen entweder mit selber hergestellter Kalk-Kaseinfarbe (Sumpfkalk, Wasser, Magerquark) oder auch bei der obigen Firma - farblich mit kalkechten Pigmenten

- moderne Supperfarben die das Blaue vom Himmel versprechen - forget it

- Adresse über Firma von oben

Viel Erfolg

Florian Kurz
www.slow-house.de



Lassen wir doch einfach...



... dieses Platzhirschgeschrei...

Lieber Florian Kurz...
Es ging und geht mir um einen sinnvollen Lösungsansatz im Sinne der Fragestellung... und wenn ich aus meiner Warte mehr Input benötige, dann frage ich das nach...

Bitte unterlassen Sie Ihre persönlichen Anfeindungen, Ihre Probleme liegen nicht an mir...

Zur Sache:
Bei der FB-Heizung bin ich genauso skeptisch...
Die Zwischenwand habe ich nachgefragt...
Die Empfehlung der grundsätzlichen NICHT-Verwendung von Zementputz ist zweifelhaft...

LG,
Sebastian Hausleithner



Sandstein Sanierung



Vielen Dank an Herr Kurz und Herr Hausleithner.
Zum besserem Verständnis stellen wir 2 Bilder ein.
Auf einem Bild sieht man die freigelegte Sandsteinmauer mit Durchbruch (Zusammenlegung Küche-Eßzimmer)
Auf dem zweiten Bild sind die Vorkehrung für das Bad zusehen.
An der Stirnseite der Mauer wird ein Waschbecken installiert.Dort soll eine Mauer errichtet werden damit ein rechter Winkel entsteht.
1.Aus welchen Steinen kann die Mauer errichtet werden?
2.Muss der Verputz vorher von der Außenmauer entfernt werden?
3.Der Auftrag für FBH ist schon vergeben. Weshalb sehen Sie die FBH kritisch? Das Fundament wurde ca. 40cm ausgegraben, eine Isolierung und Bodenplatte wird eingebaut darauf folgt ein weiter Isolierung und dann kommt erst FBH.



Sandstein Sanierung



...zweite Bild



Ich sehe...



zweimal das gleiche Bild, aber egal...

Zu 1. und 2. wahrscheinlich wäre im Sinne von Kosten/Nutzen denn doch ein Vorwandelement am effektivsten...
Zu 3. Die Nachrüstung einer WW-FBH (wovon ich jetzt mal ausgehe) im ungedämmten Altbau ist häufig dahingehend problembehaftet, dass mit relativ hohen Temperaturen "gefahren" werden muss... Dies führt dann zu eher hohen Oberflächentemperaturen am Fußboden bis zu 29°, welche denn auch zu den früher teilweise zutreffenden Vorbehalten gegen FBH geführt haben (Staubschleuder, Venenleiden, etc.)... Sofern die Heizleistung überhaupt ausreicht... Wenn Euer Heizungsbauer das im Griff hat, dann ist es gut... Basis sollte eine Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 sein, die Auslegung und Ausführung der Heizung ergibt sich dann aus weiterführenden Normen und technischen Regeln...

Nach dem Bild würde ich die Pauschalaussage mit dem Vorbehalt bzgl. FBH erst einmal relativieren, Ihr habt einen eher großen Raum mit wenig Fensterfläche...

Gutes Gelingen & LG,
Sebastian Hausleithner



Sandstein Sanierung



... jetzt.....



Badausbau



Hallo Erich,
mit den Fotos läßt sich etwas mehr anfangen:

1. Wozi- Wand
Grundsätzlich ist eine steinsichtige Verfugung möglich, obwohl das persönlich nicht meinen Geschmack trifft. Es passt m.E. nicht zum Baualter und zur Funktion des Gebäudes.
Wenn es denn sein muß:
Steine gründlich mechanisch säubern (harte Bürste, Pinsel),
Verfugung als Schlämmfuge mit einem schlämmbaren Kalkmörtel.
Florian Kurz kann da sicher was empfehlen.
Darauf optional ein frescaler Sumpfalk- oder Kalkkaseinanstrich.
Planen sie ein das die Wand langsam einstauben wird. Wenn der Staubsauger nicht mehr hilft muß neu gestrichen werden.

2. Badwand
Eine Fußbodenheizung auf WW- Basis ist für ein nur temporär genutztes Zimmer keine optimale Lösung, da zu träge.
Falls der Putz an der Außenwand noch fest und eben ist, kann man nach dem Abwaschen eine gedämmte Trockenputzplatte aufkleben, z.B. der Marke Wedi. Wichtig ist im Buttering- Floating- Verfahren hohlraumfrei zu arbeiten. Eine Installationswand im unteren Bereich vorzustellen ist dann problemlos möglich.
Das bringt zwar keine Riesendämmwerte, ist im Bad aber nicht nötig. Wichtiger ist es zu verhindern das die massive, ausgekühlte, sorptionsfähie Außenwand nicht bei jeder Badbenutzung mit Kondensat aufgeladen wird; eine ordentliche Lüftung nach Badgebrauch traue ich Nutzern nicht zu. Besser ist eine gedämmte, diffusionsdichte Schale mit höherer Bauteiltemperatur die erst einmal Kondensatbildung minimiert und, falls es auftritt, nicht in der Wand gespeichert wird. Dann gibt es eben auf den Fliesen Kondensattropfen, die sieht man und kann sie abwischen- im Gegensatz zu kapillar in die Wand eingeleiteten Wassermengen.
Zur Heizung:
Das mit den höheren Vorlauftemperaturen im Altbau sollte man berücksichtigen, deshalb lieber einen Handtuchheizkörper einsetzen. Der reagiert schneller und hat einen höheren Strahlungsanteil. Wer mehr gefühlte Behaglichkeit will kann unter den Fliesen eine elektrische Zusatzheizung verbauen (habe ich in meinem Gästebad im EG). Die kurzen Zeiträume die so eine Heizung in Betrieb ist sind energieseitig kaum spürbar.
Warum dieser Vorschlag: Das Bad wird in der Regel nur vor/bei Benutzung geheizt, nach dem Baden wird die Heizung wieder heruntergeregelt. Dafür ist diese Variante besser geeignet und sparsamer.

Was ist mir noch aufgefallen:
Sie haben die Mantelreibung der inneren Fundamentseitenfläche durch Aufschachtung zerstört. Das kann zu statischen Schäden bis zum partiellen Grundbruch führen. Einfach auffüllen reicht nicht. Rufen Sie mich an, dann kann ich Ihnen ein paar Tipps geben was zu machen ist.
Zum Fußbodenaufbau finden Sie im Forum genügend Hinweise.

Gewaltige Dimensionen, die Sie für die Entwässerung verbaut haben. Sieht aus wie die Grundleitung des Herrenklos in einem Fußballstadion. Nur das man da versucht, Leitungen nicht im rechten Winkel einzubinden.

Viele Grüße



Sandstein Sanierung



Nochmals vielen Danke für die Tipps. Ich finde ganz toll, dass Sie sich soviel Zeit nehmen und alles sehr ausführlich erklären.
Die Vorwand ist vielleicht noch erklärungsbedürftigt.
Hier eine Skizze.



Leichtbau...



... wenn überhaupt...
Mein ehem. Prof. sagte sinngemäß: "Anspruchsvolle Architektur kommt nicht ohne 56,374°-Winkel aus..."
Es muss kein rechter WInkel sein...

Gutes Gelingen & LG,
Sebastian Hausleithner



Badausbau



Das sehe ich auch so.
Warum nicht mal einen spitzen Winkel?

Viele Grüße