Sandstein-Fenstereinfassung wie reparieren und imprägnieren ?




Hallo Forumskollegen,

ich habe an meinem Haus die Sandstein-Einfassungen von zwei Farbschichten befreit.

Es ist ein gelber Sandstein.

Die Einfassungen sehen grösstenteils gut aus.

Jetzt suche ich nach einem Mittel um den Stein diffusionsoffen zu imprägnieren, damit er vom Regenwasser etc. keinen Schaden mehr nimmt.

Hat jemand einen Tipp für mich was ich dafür nehmen kann?

Außerdem, es sind Teile an der unteren Fensterladen-Halterung (die üblichen Stellen) mit Zement oder ähnlichem geklebt und ausgebessert worden.

Mit welchem Mörtel kann ich diese Stellen fachgerecht und am besten "farbecht" reparieren?

Vielen Dank!

Gruß

Andreas





normalerweise ist Sandstein, der für solche Zwecke verwendet wird, feuchtigkeitsunempfimndlich und sogar frostsicher.

Dia Antwort auf die Frage:

"Hat jemand einen Tipp für mich was ich dafür nehmen kann?"

leutet also: Lass es!

Es gibt zahllose Gebäude und Brücken, die aus nicht imprägniertem Sandstein sind und trotzdem jedes Okal Haus überdauern, z.B. der Kölner Dom und auch der Reichstag in Berlin.
Der Mindener Dom ist fast 1000 Jahre alt.

Wenn es nötig wäre, Sandstein gegen Witterungseinflüsse zu imprägnieren, dann gäb's in der Natur keinen Sandstein, sondern nur Sand!

Wegen der Fehlstellen würde ich einen Steinmetz bemühen, der das Material genau kennt.
im Forum gabs schon verschiedene Beiträge zu diesem Thema. So ganz einfach ist das nicht.

Gruß

GE





Um ein dauerhaftes Ergebnis zu haben brauchen sie einen weicheren Mörtel als der Sandstein an Härte hat.Sie sollten zum ausbessern einen Kalkmörtel verwenden, den können sie sehr gut Modellieren und über Tage bearbeiten.Sie entfernen vorher alle alten Ausbesserungen und Streichen vor dem Mörtelauftrag den Stein wo ausgebessert werden soll mit einer Kalkmilch ein, so verbessern sie zusätzlich die Flankenhaftung des Mörtels.
Danach Mörtel antragen und Modellieren bei stärkeren Ausbrüchen in mehreren Lagen, Tageweise aufbringen,pro Tag
max.Schichtstärke 2 cm. Keine Acryl-dispersion oder Silikatfarbe für Anstrich verwenden,verträgt sich nicht mit
Sandstein und Mörtel. Es entsteht ein Feuchtestau und führt
wieder zu Abplatzung von Stein,Mörtel, und Farbe.

Die o.g. Ausführung habe ich einigen guten Beiträgen im Forum entnommen und zusammenkopiert.

Größere Fehlstellen können sie auch mit passgenau zugeschnittenen Sandsteinstücken ausbessern, ggfs. mit
Armierungsstangen aus V2A sichern. Eisenreste im Sandstein möglichst entfernen. Da diese irgendwann rosten und durch die Volumenvergrößerung den Stein sprengen. Dies gilt insbesondere für alte Stützkloben.

Eine dauerhafte Imprägnierung gibt es nicht und wenn das Zeug einmal drinnn ist geht es nicht wieder raus. Sandstein ist Regenbeständig aber nicht tausalzbeständig. Saurer Regen tut ihm auch nicht gut.





vielen Dank für ihre nützlichen Antworten!

Das mit der Imprägnierung dachte ich, da die Fensterbänke auf der Oberseite 1-2 cm tiefe "Vertiefungen" haben. Sieht so aus als wäre es ausgewaschen und käme vom Regen.. dachte ich jedenfalls.

Grüße



Sandsteinsanierung



Über die Sanierung von Naturstein, vor allem Sand- und Kalkstein, sind viele Untersuchungen und Experimente angestellt worden, DIE Lösung gibt es trotzdem nicht. Das liegt an der Variabilität des Materials, das ist eben Natur und verfügt nicht über genormte Eigenschaften. Deshalb ist die Frage nach einer geeigneten Mörtelrezeptur schwer zu beantworten. An der Festigkeit liegt es nicht, Sandsteine variieren in der Festigkeit im Bereich zwischen etwa 30 bis 90 N/mm². Zementmörtel kommt auf etwa 15 N/mm². Am besten sind Mörtel die im physikalischen Verhalten insgesamt dem Original nahekommen, dazu gehört auch Wasseraufnahme, Wärmeleitfähigkeit, hygrische Längenänderung, thermische Längenänderung usw. Zu weiche Mörtel wie reine Luftkalke frieren ab. Die Markenhersteller von Werktrockenmörteln wie Webac, Maxit, Remmers usw. befassen sich schon lange mit dem Problem und haben eine Reihe von Reparaturmörteln im Programm die dem Ideal wenigstens nahe kommen. Sie sollten dazu mal googeln oder Fachhändler befragen.
Metallteile im Naturstein sind immer ein Problem; Eisen rostet und wirkt treibend. Am besten herausnehmen. Früher wurde so etwas nicht eingemörtelt sondern mit Blei verstemmt.
Mein behelfsmäßiges Rezept:
Wenn Sie irgendwo noch Reste des Sandsteins herumliegen haben, mit dem Hammer kleinschlagen, absieben (Küchensieb), mit Trasskalk oder Trasszement als Mörtel anrühren und damit die Fehlstellen ausbessern. Dabei mit Überständen arbeiten. Die eingebaute Masse durch Stochern verdichten/entlüften. Nach dem Erhärten die Überstände vorsichtig abschleifen.
Ich habe Beton- und Terrazzooberflächen nachgearbeitet und dazu frostsicheren Fliesenkleber mit gesiebtem Sand (0-1) und etwas Trasszement verschnitten. Bis jetzt funktioniert es. Falls es nach Jahren wieder runterfliegen sollte (bei mir sind es jetzt 6 Jahre) wird es eben wiederholt. Der Aufwand dafür hält sich in Grenzen.





Vielen Dank für die Antworten!

Ich habe mir im Internet eingefärbten Steinrestauriermörtel für Sandstein gekauft.

Auf der Verpackung steht jetzt, dass er Portland-Zement enthält.

Kann ich diesen Mörtel verwenden?



Mörtel



Eine Frage mit tiefsinnigem Hintergrund.
"Kann ich diesen Mörtel verwenden?"
Da klingt heraus das Portlandzement böse ist und der Mörtel dadurch nicht funktioniert.
Also der Hersteller mischt etwas in sein Produkt was dafür sorgt das dieses Produkt seinen Zweck nicht erfüllen kann. Das ist so wie Getriebeöl in den der Hersteller Korundkörnchen zufügt oder der Bäcker der Brechmittel in die Schwarzwälder Torte mixt.
Was schätzen Sie wie hoch die Wahrscheinlickeit bei Ihrem Mörtel ist das der Hersteller bewußt oder unbewußt einen schädlichen Bestandteil zufügt?
Um das noch weiter auszuführen: bewußt bedeutet er begeht Sabotage oder wenigstens arglistige Täuschung.
Unbewußt bedeutet er macht das aus Blödheit denn Leute die Werktrockenmörtel herstellen haben keine Ahnung was sie da zusammenmixen oder wissen nicht was Portlandzement ist.
Jetzt denken Sie noch mal über Ihre Frage nach und ziehen dann einen logischen Schluß.
Unabhängig davon würde ich mir solche Mörtel immer über den Fachhandel besorgen und dann solche von Markenherstellern.





also sagen sie dass es der falsche Mörtel ist, wenn er Zement enthält?

Eine andere Frage:

Die Kloben für die Fensterläden sind nicht aus dem Sandstein zu bekommen... Kann ich diese drin lassen und einfach nur Streichen oder sitzt der Rost auch im Sandstein, sodass dieser irgendwann gesprengt wird?



Sanierungsmörtel



1. Ich habe nichts gesagt ich habe etwas geschrieben.

2. Ich habe weder gesagt noch geschrieben "dass es der falsche Mörtel ist, wenn er Zement enthält?"

3. Ich habe mit meinem letzten Beitrag versucht Sie dazu zu bewegen über Ihre Frage "kann ich diesen Mörtel verwenden" NACHZUDENKEN in der Hoffnung das Sie damit die Antwort selbst rausfinden.

4. Ich kann sie jedenfalls nicht finden da ich
a) nicht weiß was für Sandstein mit welchen Eigenschaften bei Ihnen vorhanden ist und
b) was für Mörtel mit welchen Eigenschaften Sie da erstanden haben.

Sie haben anscheinend meinen ersten Beitrag nicht verstanden, das ist frustierend für mich.



Mörtel



Also mit Remmers habe ich keine guten Langzeit Erfahrungen machen können . Daher meine Empfehlung hier.http://www.keim.ch/produkteprogramm/naturstein_instandsetzung/restauro_system0/


Größere Fehlstellen sollten jedoch generell von einen Steinmetz bearbeitet werden.