Sand unter Dielen raus oder nicht???

16.08.2014



Hallo Miteinander,

mein Haus ist 80 Jahre hat 2 Etagen (EG,OG) einen Spitzboden und Keller.
Die Außenmauern besteht aus roten Mauerziegeln und die Innenwände aus Bimssteinen. Verputzt sind alle Innenwände mit Sand/Lehmputz.
Der gesamte Boden besteht aus Dielen (die noch gut aussehen) außer im Badezimmer EG.
Unter diesen dielen befindet sich Sand der trocken ist dennoch richt es muffig.

Meine frage: Kann mann das so lassen und einfach zusätzlich einen Raumentfeuchter reinstellen?

Im OG war komplett Laminat, der auf einer Schaumstofffolie auf den Dielen , verlegt war.
Nachdem alles entfernt wurde roch es am nächsten Tag nur in einem Zimmer muffig.
In den anderen zimmern ist klare Luft.

Meine Frage: Reicht es auch dort einen Raumentfeuchter hinzustellen?

Behebe ich somit den muffigen Geruch und kann dann dort einziehen ohne das dieser wieder entsteht und meine Möbel zureuchert?

Oder...

...würdet ihr den Dielenboden rausreißen und den drunterliegenden Sand Entfernen?

Ich bräuchte ein paar ideen oder eher tipps.

Danke
Peter S.



Im Erdgeschoß...



...sehe ich Handlungsbedarf.

Zumindest sind die Balkenauflager zu kontrollieren; unter Berücksichtigung einer zeitgemäßen Wärmedämmung wäre der Neuaufbau des EG-Bodens zu überdenken. Jetzt ist alles noch leer. Wenn's nach dem Einräumen immer noch müffelt und fußkalt ist, wird der Aufwand höher...

Ein Trockner jedenfalls bringt nix.

Grüße

Thomas





Okay danke.

Also der komplette EG liegt auf Stahlträgern. Die Zwischenräume sind mit Betonplatten gefüllt und dann kommen die Holzbalken sowie der Sand dazwischen.

Muss ich da auch was abändern?
Meiner meinung reicht es doch nur den sand raus zu schippen oder?

Der Keller wird dann auch noch Renoviert, evt. die Kellerdecke mit Styroporplatten.

Oder geht das gar nicht?



Sand unter den Dielen-nicht unbedingt schlecht



Hallo,
wir haben in unserem Haus im teilunterkellerten Bereich probleme mit aufsteigender Feuchtigkeit gehabt.Nach teilentfernung des Dielenbodens zeigte sich eine marode Unterkonstruktion und ein mit Sand verfüllter Hohlraum.Wir haben die Unterkonstruktion erneuert(mitTeerpappe unterfüttert)und durch Fachfirmen erfahren das der Sand als Dämmung und Schallschutz eingebracht wurde.Nach ca.4 Wochen Trocknung und Lüftung haben wir den Sand wieder eingebracht und den Dielenboden mit dem nötigen Belüftungsabstand wieder
Fertiggestellt.Die verschlossene Belüftungsfuge war übrigends eine der Hauptursachen.



Sand unter den Dielen-nicht unbedingt schlecht



Hallo,
wir haben in unserem Haus im teilunterkellerten Bereich probleme mit aufsteigender Feuchtigkeit gehabt.Nach teilentfernung des Dielenbodens zeigte sich eine marode Unterkonstruktion und ein mit Sand verfüllter Hohlraum.Wir haben die Unterkonstruktion erneuert(mitTeerpappe unterfüttert)und durch Fachfirmen erfahren das der Sand als Dämmung und Schallschutz eingebracht wurde.Nach ca.4 Wochen Trocknung und Lüftung haben wir den Sand wieder eingebracht und den Dielenboden mit dem nötigen Belüftungsabstand wieder
Fertiggestellt.Die verschlossene Belüftungsfuge war übrigends eine der Hauptursachen.





Okay danke



Fußbodenaufbau



Wenn alles raus ist dann sollten Sie einen neuen Fußbodenaufbau einbringen.
Im Bad bietet sich da ein massiver Aufbau an:
Obergurte mit Rostschutz behandeln,
Oberfläche der Rohdecke reinigen/absaugen,
anfeuchten,
mit Zementmörtel M 15 bis Höhe Obergurte auffüllen und so eine ebene, waagerechte Fläche schaffen,
Dämmung (Styrodur) verlegen,
Estrich einbauen.
Die Höhe der Dämmung richtet sich nach der zur Verfügung stehenden Aufbauhöhe. Zementestrich ist ca. 45 mm dick.
darauf dann Abdichtung und Fliesenbelag.
Für eine normale Raumnutzung kann auf den Zementausgleich Trockenestrich auf dämmender Ausgleichschüttung oder Dielung auf Holzfaserplatten mit eingebetteter Traglattung (DHD Doser, Steico floor)verlegt werden.
Falls die Höhe für eine Dämmung nicht ausreichend ist (ENEV beachten!) dann kann die Dämmung auch an die Unterseite der Kellerdecke (Topdec- Deckenlamellen).



@Quacks



Sand ist keine (Wärme)dämmung und in Richtung Keller braucht es auch keinen "Schallschutz". In 4 Wochen trocknen zwar die Socken auf der Leine, aber im Fußbodenbereich nix. Ihr habt da etwas Überflüssiges gemacht und etwas Wichtiges (Wärmedämmung)ausgelassen.

Grüße

Thomas



Dank an Thomas



Begründung hörte sich für mich eigentlich Plausibel an,irgendwann mußte der Sand ja dahin verfüllt worden sein.
Aber OK man kann immer dazu lernen.Danke!
Bei der Trockenzeit von ca.4 Wochen haben wir nach einbringung einer Horizontalsperre(Teerpappe),erneuerung der maroden Konstruktion und trocknung des entfernten und wieder verfüllten Sandes eigentlich ein gutes Gefühl.
Hoffe wir haben nicht alles Falsch gemacht.



Ein Haufen Sand...



trocknet nicht in 4 Wochen.

Sollte die alte Unterkonstruktion unter Schwammbeteiligung vergammelt sein, habt Ihr möglicherweise eine Pilzzucht angelegt.

Was für Flachmännern seid Ihr denn da aufgesessen?

fragt

Thomas



Der Sand war es nicht...



Ich habe mir mal einen Fachman zukommen lassen. Er sagte mir das gleiche wie Thomas das alles erneuert werden sollte.

Zu dem muffigem Geruch ist es nur gekommen da die angebliche lackschicht "Ochsenblut" war.
Die hat unter der Folie und dem Laminat nicht atmen können.

Ich denke das ich die Kellerdecke Isolieren werde. Da ich genug Raumhöhe besitze kann ich auch min. 15cm Isolationsplatten anbringen.

Danke für die ganzen Ratschläge und schnellen Antworten.



"Atmen"?



Die Lackschicht ist alt und ausgehärtet und produziert keinen muffigen Geruch, wenn was drauf liegt. Da ist nix direkt Vermoderbares drin. Der kommt wirklich von zuviel Feuchtigkeit und deutet eher auf Moderprozesse im Holz der Dielen / Balken hin.

Große Erfolge wünscht

Thomas