sandsteinschwelle in split/sand verlegen?

25.09.2006



reicht das aus? die Schwelle ist für meine hoftür, da tür zurückgesetzt ist, ist sie kaum direkter witterung ausgesetzt. ansonsten fährt allenfalls mal ne schubkarre drüber. trotzdem habe ich bedenken, dass das gute stück absackt, wiegt bestimmt 80kg.
aber praktisch wärs, da ich gerade die nette pflaster-brigade da habe, die meinen innenhof pflastert...



wer auf sand baut baut nicht gut



Hallo Bettina,

Wenn du grad Pflasterer da hast, lass es ordentlich machen!
Egal was gepflastert, gesetzt oder gelegt wird, aus Natursteine, Platten, Schwellen, Treppenstufen oder oder oder, Niemals in Sand! Es ist lange her das so was gemacht wurde, denn da freuen sich nur Armeisen drüber und früher oder später sackt es ab.
Splitt geht, bin ich aber nicht so von überzeugt, da durch die immer wieder gleichen Belastungspunkte ein einseitiges absacken oder kippeln wahrscheinlich ist.

ABER!
Meine Erfahrung hat gezeigt, das Beste ist nach wie vor Beton, Magerbeton, Erdfeucht, halt 2 zu 1, reicht völlig aus.

Gruss aus Celle



Drainagemörtel



5 Schaufeln Splitt und 1 Schaufel Zement ergibt einen wunderbaren Drainagemörtel. Er wird fest und lässt Wasser durch. Körnung 2-5 mm. Keine Sande.





Der Aussage von Münzer B. kann ich so pauschal nicht zustimmen. Keinesfalls wird heute
"...alles was gepflastert, gesetzt oder gelegt wird, aus Natursteine, Platten, Schwellen, Treppenstufen oder oder oder..."
in Beton verlegt. Da sollte man schon maßhalten mit solchen Aussagen.
Eine 80kg Hoftürschwelle liegt super auf Schotter mit Splitt und Sand obendrauf. Bei einer Länge von mindestens 70-80cm kippelt sie auch nicht so einfach. Liegt auch am Anschluss der Pflasterung.
Wenn überhaupt Beton, dann geshredderten Recycling, einfach feststampfen, Splitt und bisschen Sand gerade abziehen, halben Zentimeter mehr lassen, dann vorsichtig einklopfen mit dem Kantholz, früher wie heute.
Keine Versiegelung und keine Betonwassersperren.
Alles Gute



wer auf sand baut baut nicht gut



Hallo noch mal,
mein Mischungsverhältnis war völliger Quatsch. Ich hab mich da total vertan. Bitte löschen und vergessen ! Richtig ist 1:4 bzw. 1:5.(Zement : Sand)
Im Rest habe ich wohl zu fachlich gedacht und dabei vergessen, dass meine Antwort das Fachwissen voraussetzt. Sorry!
Ich versuche es noch mal. Nur verständlicher.
Alles in Beton zu setzen oder legen wäre falsch!
Sand zu verwenden wäre nach wie vor auch falsch (rein fachlich gesehen).
Oder sprichwörtlich: Die Schwelle in den Sand gesetzt :)
Sand wurde früher verwendet. Wird heut zu Tage aber nur noch aus Kostengründen oder von Laien angewendet.
Die Empfehlung, Beton (Magerbeton) zu verwenden, bezog sich nur auf die Schwelle. War wohl etwas unverständlich.
Also noch mal, ich würde Ihnen empfehlen, die Schwelle in Magerbeton setzen zu lassen.
Die Variante von Uwe Werthebach ist dafür gut geeignet. Wenn die Schwelle auch im Winter der Witterung kaum ausgesetzt ist. Sollte der Untergrund jedoch nicht frostsicher sein, würde die Drainagelösung vom Frost gesprengt und die Schwelle sich vom Beton ablösen. Aber Drainagen sind ein eigenes Thema für sich.
Das Kippeln der Schwelle in einem Splittbett muss nicht auftreten, ist aber wahrscheinlich. Weil... durch immer wiederkehrende Punktbelastung.

Eines möchte ich noch aufgreifen: "geschreddertes Recycling". Vermutlich gemeint ist, Recycling-Mineralgemisch der Gütekasse K1 oder K2. Ein solches Produkt sollte nach der genannten Güteklasse schadstofffrei sein. Leider tun sie das in den seltensten! Fällen.

Ich wünsche eine gute Nacht.