Trockner Sand als Ausgleichschüttung

14.01.2006



Ist es möglich trockenen Sand als Ausgleichschüttung im Haus zu verwenden. Flies>Sand>Weichfaserplatte>OSB.





Ist möglich, aber auch schwer. Vorher mal fachkundig die Statik begutachten lassen. Sie können den Sand auch mischen, z.B. mit Perlit (verringert das Gewicht) MfG



Was für´n Flies?



Hallo Detlef,
und was ist unter dem Flies?
Was spricht gegen eine Balkenlage, diese dann noch belüftet?
Grüße Lukas



Im Prinzip ...



spricht nichts dagegen!
nur die Höhe der Schüttung (Gewicht) sollte beachtet werden.
In Früheren Zeiten hat man den Sand "geglüht" - auf einem Blech heiss gemacht um Viechzeuch und / oder andere organischen Sachen abzutöten - und dann in die Fehlböden eingebracht ...
der Sand rieselt halt gerne davon - also das Flies verkleben und seitlich gut hoch machen ...
... im Prinzip ...
dann sollte man noch die Fragen klären: was kommt drauf (auf die OSB-Platte) und was ist unter dem Flies ...?

mfG

Florian Kurz



Flies



Hallo Johannes !
Hallo Johannes
Von der Statik her ist es kein Problem da die Decke mehrfach untermauert ist.
Hallo Lukas
Das Flies ist Diffusionoffen. Unter dem Flies ist eine alte Stalldecke ,Stahlträger mit Bimssteinen und eine 2 cm dicken Betonschicht diente früher als Getreidespeicher oder so, alerdings ist diese so uneben. Duch die Balkenlage komme ich zu hoch sodas ich eine Stufe zum alten Wohnberreich bekäme die ich eigenlich nicht wollte.
Gruß Detlef



OSB



Bei den OSB Platten wollte ich nur noch die Oberfläche behandeln mit ÖL oder Lack.



Entschuldige bitte, wenn ich noch nicht verstehe.



Was soll das Flies?
Aber viel wichtiger ist die Frage, was soll das Ziel sein und wie sind die äußeren Vorgaben? ( besonders die Höhe)



Druckfeste Ausgleichsschüttung bei schwimmender Verlegung



Bei deinen angesprochenen Unebenheiten wird es mit Sand sehr schwierig ausführbar sein, einen druckfesten Unterbau für die Oberlage zu erstellen!
Wie hoch sind den die Höhenunterschiede?





Das Flies soll als Rieselschutz dienen.
von 0-10 cm Höhenunterschied



Das ist ja wie beim Kwitz.



Nun laß Dir mal nicht alles mühsam aus der Nase ziehen.
Wennste was wissen willst, dann mußte auch was sagen. Je mehr Du sagst, desto mehr kannste erfahren.



aus meiner Sicht ...



... ist das doch klar:
"Unter dem Flies ist eine alte Stalldecke ,Stahlträger mit Bimssteinen und eine 2 cm dicken Betonschicht diente früher als Getreidespeicher oder so, allerdings ist diese so uneben (1 bis 10 cm)
drauf soll dann Holzweichfaser und OSB-Platten."

Wenn das so ist, ist gegen den Sand als Ausgleich nichts einzuwenden!
Ob man jetz Perlite oder andere Schüttungen oder Sand waagerecht und fachgerecht einbringt und "abzieht" das wird nicht das Problem sein ...

mfG

Florian Kurz



Schüttungen verdichten



Anscheinend werden sorglose Empfehlungen noch nicht strafrechtlich verfolgt;-)). TANJ

Mit der Empfehlung, dass, gegen herkömlicher Sand, ohne Vermischung,nichts einzuwenden ist, wäre ich sehr vorsichtig!

Die Probleme liegen immer im Detail!

*Schüttung muß ab 6cm mechanisch verdichtet werden und

*die Kornstruktur muß so strukturiert sein, dass eine Mischung aus Grob- und Feinanteilen für eine hohe Druckfestigkeit ausreichend gegeben ist!

Als Ausführender hätte ich bei der Verwendung mit herkömmligen Sand, ohne Vermischung mit anderen Komponenten, so meine Bedenken!

p.s."Waagerecht und fachgerecht einbringen und abziehen" klingt aber trotzdem jut....



Unebenheiten ausgleichen



kann man bei den angegebenen Stärken sehr gut mit einer sogenannten "gebundenen Schüttung". In diesem Fall würde ich beispielsweise einen Leichtestrich aufbringen: "Thermozell". Der Estrichleger weiß was gemeint ist. M.E. ist die Variante für Estrichmaschinen etwas besser als die Variante mit Sackware für Selberbauer. Es geht aber beides. Vorzug ist nebenbei ein guter Wärmeschutz, so um die 0,10.

Gutes Gelingen
Dietmar Beckmann



Hallom Detlef,



wie eben schon erwähnt sollte mann bei solch einem Ausgleich der mehr als 6 cm hoch ist eine gebundene Schüttung nehmen. Dafür bietet die Industrie sehr gute und sehr teure, oft sogar gesundheitlich besenkliche Schüttungen an. Ich habe mir angewöhnt solche Schüttungen selber herzustellen. Am liebsten Arbeite ich dan mit Estrichsand 0 - 2 mm und Lehmpulver. Daraus mache ich mir mit herkömlichen Betonmischer einen Lehmestrich, je nach Lehmpulver 1 Teil Lehm 3 - 5 Teile Sand. Den entweder wie einen Zementestrich einbauen oder mit Abzielatten die wie bei Trockenschüttungen oben aufliegen abziehen und dabei lagenweise verdichten. Dies ist zwar nicht anerkannte Regel der Technik, funktioniert aber und ist sowohl günstig als auch selbst herstellbar. Mit lehmigen Grüssen Martin



@ Martinbau



Gibt es Quellen für die Behauptung "Dafür bietet die Industrie sehr gute und sehr teure, oft sogar gesundheitlich besenkliche Schüttungen an"

Die Produkte die wir verarbeiten, ohne Werbung zu betreiben, haben nicht nur das Umweltverzeichnis vom Umweltministerium!
Im übrigen werden die Produkte ausschließlich aus nachhaltiger Waltnutzung verwendet!
Also aus zu 100% Holz gewonnen!

Fragende Grüße





„die Kornstruktur muß so strukturiert sein, dass eine Mischung aus Grob- und Feinanteilen für eine hohe Druckfestigkeit ausreichend gegeben ist!“

Will ja jetzt nicht provozieren, aber wie strukturiert sich eigentlich eine Struktur? Also die eigentliche (ernstgemeinte) Frage: Für was Druckfestigkeit bei der Schüttung, seit wann hat die für die Lastabtragung eine Funktion?



Willst du



denn nicht deine Holzweichfaserdämmung direkt auf die Schüttung verlegen, komt den somit kein Druck auf die Lage der auf die Decke abgeleitet werden soll.Gruß Martin



Hallo Michael,



kenne diene Produkte nicht und kann deshalb auch nichts zum Preis sagen, Quellen für gesundheitsschädliche Produkte findest du bei großen Fertigproduktehersteller. Diese sind dann oft mit Styropor als Leichtzuschlag und PU in den verschiedensten Varianten als Bindemittel. Wenn du gesundheitlich unbedenkliche Materialien verwendest, wovon ich ausgehe, so dürften sie Lehm, oder Kalkgebunden sein. Wieso kaufst du da dann teure vertige Produkte und mischt sie nicht selber. Keine fragende sondern lehmige Grüsse Martin



Sinn und Zweck



Hallo.
Frage: Für was Druckfestigkeit bei der Schüttung, seit wann hat die für die Lastabtragung eine Funktion?

Die Funktion bezieht sich nicht auf die flächige Last, sondern auf punktuelle Lasten.
Nimm eine Hand und drücke damit in Sand. Der Sand wird verschoben. Das soll so aber nicht sein, weil´s dann Essig ist mit Ebenheit und gleichmäßigem Lastabtrag.
Es gibt Sande, die das können. Z.B. in der Gießerei.
Es gibt viele Wege, wie einer eine gebundene Schüttung herstellen kann. Wichtig ist, daß die Schüttung gebunden ist.

Grüße Lukas



Aufbauten aus gleichen Materialien...



...sind mittlerweile am Markt verfügbar und auch sehr interessant.
Sollte es sich um Holzbalkenkonstruktionen handeln, so ist eine Aufbaumöglichkeit mittels trittfester Holzpellettschüttung auf ein Rieselschutzvlies möglich nachher eine Holzweichfaserplatte vollflächig oder als Verlegevariante mit integrierbarer Holzlatte zur Aufnahme eines nachträglichen Holzbodens.
Nachzuschauen unter: Pellito im Netz.
Massebeschwerungen hängen stets von den statischen Verfügbarkeiten der vorgefundenen Konstruktion ab, doch sollte es immer eine Lösungsvariante zwischen Masse und Dämmstoff sein.

Grüße Udo



rieselschutz



was ist gegen eine Folie als rieselschutz in einer Zwischendecke einzuwenden? (anstatt fließ ?)



Dampfdicht



Diffussionsverhalten gestört und darüber gibt es hier in der Plattform enormes Nachlesepotential (Folie und Bauteile!!).
Das Vlies soll ja nur erreichen, daß keine feinbestandteile durch die Konstruktion rieseln.
Man kann auch ein Rieselschutzpapier verwenden, doch unsere Erfahrungen zeigten bisher,, daß es eben sehr spröde ist und an den verschiedensten Stellen im Bauteil einzureißen droht oder es eben auch tut.

Grüße Udo



folie oder fließ



eine folie ist ja nicht automatisch diffusionsdicht. könnte die Feuchtigkeit der raumluft sich unterhalb der folie niederschlagen und so die Schalung beschädigen? der Taupunkt wird ja irgendwo in dem Fehlboden sein und nicht zwischen folie und schalung (etc.), d.h. die evtl. anfallende feuchtigkeit könnte nach oben hin weg und die schalung würde nicht darunter leiden, oder?
grüße hans



Folie hin, Folie her...



...bei einem gewissen gesunden Bauchgefühl, sollte eigentlich stets die Denkweise von einer Folie (auch wenn die dazugehörigen Merkblätter lt. Prüfzertifikaten und Laborbescheinigungen stets Funktionsfähigkeit suggerieren!!!) sich entfernen.
Ich sage eigentlich immer, wenn organische Materialien (Holz etc.) sich in Konstruktionen befinden, sollte man Kontaktlösungen mit Kunstoffen vermeiden.

Auch sind stoffliche bzw. papierhaltige Materialien bedenkenloser, nachhaltiger und teilweise auch preiswerter.

Grüße Udo



mach dirs nicht so schwer



schmeiss den sand rein, 3 mm schrittschalldämmung und dann osb drüber



Die Selbstverwirklicher haben gesprochen!



Was ist "Schrittschalldämmung"?

Man kann stets alles tun und wer alles selbst tut, hat auch die Verantwortung zu tragen.
Doch meistens sucht man dann nach einer fremden Schuldigkeit.

Grüße



Trittschall, sorry



Lehmhandwerk, Sie scheinen ja versiert auf allen Gebieten...