Fußboden (Dielung) austauschen - auf Sand oder auf Beton?




Guten Tag zusammen!

Bei mir steht in diesem Jahr der Austausch eines Dielenbodens an (ca. 24qm). Das Zimmer liegt im Erdgeschoss (ca. 50 cm. über Gartenniveau), keine Unterkellerung. Es soll als Wohn- und Schlafzimmer genutzt werden (für 2 Personen).

Bisher ist der Aufbau "klassisch": auf losem Sand liegen Holzbalken, auf denen dann die Dielung. Leider wurden lange Zeit (vor uns!) die Hinterlüftungslöcher in der Außenwand verstopft und die Dielen mit ordentlich Auslegeware "gedämmt", so dass sich die Balkenköpfe vollständig verabschiedet haben, und auch die Dielen sind zum großen Teil arg mitgenommen.

Wir überlegen nun, ob wir die neuen Balken wieder einfach in den Sand legen (vorher eine Bahn Dachpappe drunter) und die Hinterlüftung offen lassen, oder ob wir Sand rausschippen, die Löcher zumauern und Beton einbringen - darauf dann mit Kreuzlattung und Trockenschüttung die Dielung.

Bei der "klassischen" Variante fürchten wir uns vor der Kälte, die durch die Lüftungslöcher kommt, vor allem natürlich im Winter. Bei der "modernen" vor Kondenswasser. Das Haus ist nicht ständig bewohnt (eigentlich nur am Wochenende) und hat auch keine Zentralheizung (und soll auch keine bekommen). Auch hat es keine Horizontalsperre, und soll eigentlich keine bekommen...

Gibt es einen "Königsweg", der eine ausreichende Hinterlüftung garantiert und zugleich das Kälteproblem löst? Kann man bei der "klassischen Lösung" auch eine Schüttung einbringen? Kann man eine "Beton-Lösung" (vielleicht durch eine besondere Schüttung)so gestalten, dass sich auch bei unregelmäßiger Nutzung und Heizung das Feuchtigkeitsproblem bewältigen lässt, ohne Horizontalsperre?

Vielen Dank für jeden Tipp!
Peter





Hallo Peter,

denkbar ist vielleicht beides. Handelt es sich um eine zweischalige Wand mit Lüftungsöffnungen nach außen und in den Fußbodenbereich?

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer





Hall Peter,

Gibt es denn überhaupt ein Problem mit Feuchtigkeit?
Wenn Sie einen Estrich aufbringen sollten Sie darunter eine Dämmung einbauen.

I
Grüße aus Schönebeck



Ergänzung...



...zu den bisherigen Nachfragen...

Die Außenwand ist eine normale, wenn auch dicke, einschalige Backsteinmauer.

Zur Feuchtigkeit: Akut gibt es kein Problem, denn durch die offen liegenden Hinterlüftungslöcher findet immer ein Austausch statt. Wenn das Zimmer in der kalten Jahreszeit aufgeheizt und benutzt wird, merkt man aber schon, dass sich an den kalten Wänden Feuchtigkeit niederschlägt. Nachdem ich im Forum immer wieder von den Problemen gelesen hab, die Kondenswasser anrichten kann, will ich nix (vor allem keinen Schimmel) riskieren.





Hallo Peter,

dann sollten Sie die Löcher in der Wand verschließen und einen gedämmten Fußbodenaufbau herstellen.

Grüße aus Schönebeck



oder so



Hallo
Hier im Forum gab es wenn ich mich erinnere des öfter solche Fragen zum Fußbodenaufbau und er gab immer sehr unterschiedliche Meinungen
Ich kann hier nur schreiben wie wir all das mit ein sehr innovatives Produkt gelöst haben und stellen gerade jetzt wieder bei diesen Temperaturen (Uckermark zurzeit vor meinem Haus -20 Grad) das es eine wirklich gute Entscheidung gewesen ist Schaumglas zu verwenden.
Die Balken haben wir auf Hanfdämmstreifen gelegt um die punkt Belastung zu verringern darauf Schlossdielung die seit 6 Jahren immer noch so liegen wie wir sie verlegt haben und keine Bewegungen der Dielen beim betreten des Bodens zu spüren ist.
Also ich bin der Meinung ist etwas neues, aber sehr wirkungsvoll
Wärmedämmung kapillarbrechend und diffundierend
Einfach Klasse
Viele Grüße aus der Uckermark die Lehmschwalbe



Grundsätzlich...



...sollte das Haus leicht temperiert werden. Frostwächter auf elektrischer Basis sollten genügen, die Betriebskosten werden sich wohl im Rahmen halten.

Zum Fußboden sollte man sich klar entscheiden: entweder bekommt die Platte eine Sperre gegen aufsteigende Feuchte, dann ist die Unterlüftung des Bodens nicht sinnvoll, oder aber es existiert keine Sperrschicht, dann ist eine Unterlüftung erforderlich. Der Schaumglasaufbau mag im ständig bewohnten Bereich ohne Unterlüftung auskommen, bei der hier beschriebenen Nutzung kann die Diffusionsoffenheit bis zum Erdreich hin zum Problem werden.

Bei einem Neuaufbau würde ich immer mit Sperrschicht arbeiten.

Grüße

Thomas



Dichtheitsgefahr?



Wenn ich mich nun, um die Fußkälte zu vermeiden, für einen festen Aufbau mit Dichtung und Betonplatte entscheide, bekomme ich dann ein Problem mit aufsteigender Feuchtigkeit in der Wand? Das Haus hat ja keine Horizontalsperre, und normalerweise wird ja wohl die Dichtbahn des Fußbodens mit der Horizontalsperre verbunden, oder? Will halt nix verschlimmbessern...

Peter





Hallo,
wenn es jetzt keine aufsteigende Feuchte gibt, warum sollte es dann welche geben?
Das halte ich eher für ausgeschlossen.

Grüße aus Schönebeck



Bislang nur selten...



...war ich so sehr einer Meinung mit Herrn Struve, wie soeben.

Grüße

Thomas



Bislang nur selten...



...war ich so sehr einer Meinung mit Herrn Struve, wie soeben. Den Nachweis der bauteilübergreifenden aufsteigenden Feuchte allerdings konnte bisher noch niemand überzeugend liefern.

Grüße

Thomas



Bislang nur selten...



...war ich so sehr einer Meinung mit Herrn Struve, wie soeben. Den Nachweis der bauteilübergreifenden aufsteigenden Feuchte allerdings konnte bisher noch niemand überzeugend liefern.

Grüße

Christoph Kornmayer