Keller als Wohnraum nutzen- Bodenaufbau?

31.05.2008



ich schon wieder, und es eilt!

hab schon versucht, mich durch die vorhandenen beiträge zu arbeiten, aber jedes haus ist anders...

also: haus 1890, in Sand gebaut, ob und welches fundament: keine ahnung.
die hälfte des kellers, super belichtet, wurde noch vor 20 jahren bewohnt.
aufbau: Balken in sand geschmissen (ausläufer märkische schweiz, alles in den sand gebaut), bretter als boden drauf, ochsenblut drauf, fertig.
der "nichtbewohnbare" kellerteil: steine in sand verlegt, fertig.

so. der bewohnbare teil WIRD jetzt wieder bewohnt, der rest bleibt, wie er ist, nämlich keller.

bodenaufbau laut meinem architekt:
- kapillarbrechende kiesschicht, verdichtet
- 14 cm sohlplatte, konstruktiv bewehrt
- 14 cm wärmedämmung
- 5 cm AE- estrich

so steht es geschrieben...

wir haben jetzt die verrotteten bodenbretter rausgeholt und sand rausgeschleppt- so ca 30-40 cm tief.
sieht jetzt aus wie ein überdimensionaler sandkasten, alles schön trocken! ;-)

ist der Bodenaufbau so ok, oder verwirklicht sich da ein architekt? kostet übrigens unsummen...

meine nächste frage: gibt es eine möglichkeit, den Kellerboden auf eine "trockene" art und weise bewohnbar zu machen? bis der scheiß-beton getrocknet ist und begehbar undundund...
uns sitzt die zeit im nacken und irgendwie finde ich das auch irrwitzig, in einen eigentlich nicht soooo feuchten Keller Feuchtigkeit reinzukippen.

HILFE!!!!! ;-)))



Keller als Wohnraum



Hallo,

Wie tief haben Sie unter die Fundamente geschachtet ?
Falls Sie die F-Unterkante erreicht oder gar unterschritten haben, geht an einer dicken Betonplatte kein Weg mehr vorbei.
Dann rettet Sie aber die 14er Betonplatte auch nicht mehr, sondern Sie müssen zum Prüfingenieur, der Sie dann vielleicht noch vorm Grundbruch bewahren kann.
Vorschlag zum Trockenbau (beinahe jedenfalls), falls die Welt noch i.O. ist:
Sand glattziehen, 12 cm Schaumglasplatten einlegen, Kies in die Oberfläche eintreten, mit Fliesenkleber eine Haftbrücke aufziehen und Natur- oder Kunststeinplatten im Dickbettmörtel verlegen.
Auf den ganzen Kram darunter können Sie bei trockenem Bau verzichten.

Grüße vom Niederrhein

Grüße



fundamente



nein, wir sind nicht unter den fundamenten. wir sehen überall noch steine, zwar keine hübschen, aber steine.



Kellerausbau



Okay,

hier gibts den Dämmstoff als Trockenbaualternative (jedenfalls bis hierhin), den Boden müssen Sie noch legen:

http://www.foamglas.de/hochbau/framesets/fs_prod_boards.htm

Datenblatt runterladen, Gebrauchsanweisung ist dabei.

Grüße vom Niederrhein



Sand im Keller



Hallo Henni,
Sie hätten Ihre Frage früher stellen sollen :
Wenn Sie jetzt einen anderen Aufbau wählen,der nicht so hoch ist:
Wollen Sie dann den Sand wieder in den Keller schippen?
Übrigens geht auch ein Aufbau mit Schaumglasschotter.
(mal googlen)
viele Grüße



Keller als Wohnraum



Hallo !

Wir sind Spezialisten für den Fußbodenaufbau!

Als Hersteller von Schwalbenschwanzplatten, die eine Kombination aus verzinktem Stahlblech und Zementestrich darstellen, können wir Ihnen gern weitere Informationen geben (Tel.: 030 / 351 375 48 / 49).

DUOFOR - Schwalbenschwanzplatten haben eine gute Haltbarkeit und zeichnen sich durch hohe Belastbarkeit aus.
Außerdem ist die Aufbauhöhe sehr gering. der Boden ist wasserfest (bei permanenter Lüftung) und die Platten bieten bei außerdem sehr leichter Verarbeitungsweise einen guten Feuerschutz.

Gerne können Sie sich unter www.duofor.de genauer informieren.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr DUOFOR - Team



Kellerboden



Hallo Henni,

der empfohlene Aufbau des Architekten ist gar nicht so abwegig, vermutlich gibt es da noch Folienlagen dazwischen? Bei der Verwendung von Anhydrith-Estrich im Kellerbereich sollte allerdings zu 150% sicher sein, dass hier kein Feuchteeintrag (Regen, Grundwasser, Waschmaschine) zu erwarten ist. Alles andere wäre "schlecht".

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer



P.S.: Fragesteller wie Henni sind gewiss an einer konstruktiven Lösung/Beantwortung der Fragen interessiert. Werbebeiträge lenken da doch eher ab.



Hallo Herr Göbel



:-)
da haben Sie völlig recht!!!
im Zweifelsfall müssen wir wirklich alles wieder reinschippen, wir sind nicht besonders clever!

ach, das ist das Problem:
wir haben uns den Bau nicht zugetraut und GENAU deswegen mit Architekt, Statiker etc... uns Beratung und Information gesucht.

Wir wissen schon, das wir ein bißchen "blauäugig" sind und Information brauchen. Deswegen: nur mit Plan und Konzept.

Mein Problem: irgendwie trau ich den Jungs (trotz bester Reverenzen) nicht so ganz, dafür gabs wirklich schon zu viel Ärger- mit schlecht informierten Handwerkern, unpräzisen Anforderungen, bescheidener Beratung, was Heizung angeht, etc.....

Oder auch: "glattgebügelte" Linien (welcher Idiot will den überall die gleiche Fenster- Brüstungshöhe???? bloß, weil es von AUSSEN schöner aussieht?)

egal- ich habs versucht, ich muss jetzt dabei bleiben, sonst wirds noch schlimmer, weil ich ab 1. nov. keine Wohnung mehr hab und da rein MUSS, weil ich das geld für Kredit UND miete sowieso nicht habe....

;-)
ihr hört schon- der ganz normale wahnsinn. wenn das meine ehe übersteht, bin ich echt gut! ;-)

darf ich jetzt noch mal superdoof fragen?
alles raus auf 20 cm (ich schipp den sand wieder rein, zur not.)
diese glasdingensplatten fand ich toll- aber- eigentlich müßte ich doch auf dem sand sowas ähnliches wie einen "schwimmenden verbund/ -band?" hinbekommen? geht das damit?

sand glattziehen, platten drauf. irgendeine absperrfolie? dann trockenestrich?

im endeffekt passiert in den räumen nachher folgendes:
links: büro (20qm) , soll zum schluß ein Holzboden drauf wg. fußwärme und weil im ganzen haus holzboden ist.
mitte (10 qm) : Treppe von oben und durchgang zum "richtigen keller", und nach draußen in den Hof
klinkerplatten drauf, wischbar.
rechts: "arbeitsbad" (10 qm) - toilette, "hundebadewanne" (statt handwaschbecken gibts die "milchspülwanne" aus der landwirtschaft, ich wohne gerade bei bauers und die plaste-wanne ist TOLL!!!), "menschendusche", waschmaschine und trockner.

*hach*- und am besten alles, ohne feuchtigkeit ins haus zu kippen und fix begehbar- dann könnte ich da ordentlich krempel abstellen, wenn wir erst oben fertig machen.
die hunde müssen im Winter nicht soooo oft geduscht werden! ;-)

ach mönsch- ich hab das echt nicht studiert und mag trotzdem altes haus und hab schon versucht, keinen fehler zu machen und Kohle ist immer n bßchen zu knapp, schon kar, und grad klappt nix....



Kellerausbau



Wieso eigentlich alles wieder reinschippen ? Stimmen die Schwellen für die Türen nicht mehr ?
Auf Sand lassen sich die Schaumglasplatten eben verlegen, mit Versatz gibt es einen "schwimmenden Verband".

Grüße



Trockener Keller



Henni,

Zitat:
„...sieht jetzt aus wie ein überdimensionaler sandkasten, alles schön trocken! ;-)“

Das ist toll, daß alles trocken ist, andere haben ihre liebe Not mit ihren feuchten Kellern.
Also: Nur nicht aufgeben :<).

Warum nicht Sand wieder hereinschippen und den gleichen Bodenaufbau hernehmen wie im unbewohnten Teil, also auf den Sand Steine (Platten) verlegen?
Dann darauf – wie von Herrn Beckmann vorgeschlagen: Steinpllatten in Mörtel.
Macht halt viel Arbeit mit dem Sand, ist aber insgesamt bestimmt nicht so teuer wie der Bodenaufbau, den der Architekt vorgeschlagen hat (Wärmedämmung, bewehrte Platte, Estrich --- Feuchte dadurch!) :<).
Mal den folgenden Link durchlesen und eine Meinung bilden:
http://www.konrad-fischer-info.de/29bau20.htm
Ich weiß, ein Fußboden mit Steinplatten ist kein Holzfußboden, aber wegen Fußwärme kann man auch Hausschuhe anziehen (selbst probiert, geht wirklich, auch auf sehr kalten Fliesen!)
Eine Schaumglasdämmung in Sand ist mir nicht geheuer. Was ich mir nicht unbedingt vorstellen will: Was passiert eigentlich mit der Schaumglasdämmung, wenn Wasser zu ihr gelangt (z. B. Waschmaschine verliert Wasser, und das wird längere Zeit nicht bemerkt).

Alles Gute!

Marita Kerr



...wie im unbewohnten kellerteil



nun ja- da sollte schon was anderes rein als im unbewohnten teil. die Dielen waren ja komplett durch.

die kälte zieht ja richtig von unten hoch, das hat ja nix mit "fußwarm" zu tun! ich möchte ja auch kein büro in nem kirchenschiff haben.

ist im endeffekt wie camping, nur mit ein paar steinen drumrum statt mit zeltplane.

einleuchtend ist mir, das es blödsinn ist, feuchtigkeit in ein haus zu kippen in form von nassem beton und estrich.

aber wie sieht dann der bodenaufbau konkret aus? schaumglasplatten, darauf trockenestrich?



Kellerfußboden



Hallo Henni,
bevor Sie sich entscheiden, lassen Sie sich von Ihrem Architekten mal den Preis von Schaumglasplatten nennen!
Ich halte sie auch für ein sehr gutes Material.
Aber die Wahl Ihres Architekten hat sicher auch etwas mit dem Preis zu tun.

Viele Grüße



Trockenestrich



Henni,

Zitat:
„die kälte zieht ja richtig von unten hoch, das hat ja nix mit "fußwarm" zu tun! ich möchte ja auch kein büro in nem kirchenschiff haben.“

:<) :<)
Nun, ich sehe schon, es muß eine Dämmung her (oder doch lieber eine Fußbodenheizung?).

Bei Dämmung: dann eben die Schaumglasplatten im „schwimmenden Verband“ einbauen, wie Herr Beckmann es vorgeschlagen hat.
Darauf Trockenestrich, z. B. Zementestrichplatten, darauf die Dielen - oder eben Fliesen, die hoffentlich dank der Dämmung wärmer sind als ohne Dämmung. Armierung nicht vergessen bei starker Beanspruchung des Fliesenbodens (Zitat:“...dann könnte ich da ordentlich krempel abstellen, wenn wir erst oben fertig machen...“)

Ob man sich Folieneinbau unter dem ganzen sparen kann, weil es ja sehr trocken ist im Keller, kann ich nicht sagen.

Marita Kerr



asphalt



sagt mal- ud was ist mit ASPHALT????
wurde vor 15 jahren DAUERND als Baustoff genutzt. der orginal- kohle-schotter (also das "ursprungs-material" liegt heute noch als dämmung zwischen den Sparren unter der Dielung in meinem berliner altbau.

ich kenn leute, die haben ihre bude mit Asphalt ausgegossen-
schnellere trocknungszeit, kein wasser, isoliert, geringerer aufbau....
was ist denn mit dem baumaterial aus vergangenen zeiten?



Sandboden



Hallo,
suche auch nach ner einfachen Lösung für mein Keller-Sand-Boden-Problem. Hab mal gehört, nur noch nicht ausprobiert, das es auch so gehen könnte: Folie doppelt auf den Sand,Konstruktionshölzer darauf, dazwischen Dämmung (z.B. Steinwolle)wieder doppelte Lage Folie, anschließend Verlegeplatten. Was sagen die "Profis" zu dieser Lösung??
LG Harry



wir haben jetzt



beton mit Stahl drin, dann Schweißbahn (hochgezogen), dann entweder konstruktionsholz mit dämmung dazwischen und Diele drauf-
oder nach der dämmung estrich, um darauf platten/ irgendwas zu verlegen. zu verlegen.

die sohlplatte beruhigt schon. wir haben ein gemauertes fundament. sand. dann steine, aus denen ein haus wird. zu der zeit gabs aber keine lkw´s.....

wir idioten haben aber in den offenen sandkasten keine Horizontalsperre eingebaut. besser wär es gewesen....



2einhalb jahre später:



alles trocken nach 2 harten wintern. auch der teil, den wir nicht saniert haben, wo also nur die steine im sand liegen.

wir haben sämtliche tannen (6 stück, je mind. 15 m hoch)ums haus rum gefällt und im vorderen bereich Gefälle vom haus weg- erde umgesetzt auf 1,5-2 metern.

es lag sehr viel an den tannen, die die bude irgendwie "feucht" gehalten hat.