Erneuerung eines Kellerbodens

18.01.2005



Wir bewohnen ein altes denkmalgeschütztes Haus aus dem Baujahr 1870. Im Keller sind Bodenplatten in Sand verlegt, die sich durch ihr Alter "auflösen" und nicht mehr zu gebrauchen sind. Jetzt soll der Kellerboden neu ersetzt werden. Wie machen wir das am besten? Ist es besser Platten wieder in Sand zu legen, oder kann problemlos (also z.B. ohne spätere Feuchtigkeit) ein Estrich veregt werden? Welchen neuen Boden kann man empfehlen?



Wenn



es keine Feuchtigkeitsprobleme gibt könnte man Ziegelsteine in Sand verlegen.





Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Hat mich sehr gefreut.

Sie würden also auch keinen Estrich legen? Sehen Sie Gefahren bei Estrich?

Lieben Dank



Gefahren -



- vielleicht nicht, aber ein Estrich ist im Grunde genommen ein Beton und als solcher wird er das Keller-Klima negativ beeinflussen. Mit einer Betonsohle, so sehr sie manchmal auch angebracht ist, verschlechtern sich die Kellerqualitäten.



Kellerfußboden



Dachog, ich gebe F.H. im Grunde genommen Recht, verstehe seinen Hinweis auf Feuchteprobleme jedoch anders. Sicherlich meint er damit anstehendes Grundwasser, oder anderweitigen Einfluß durch Wasser. Da sollten sie nachgucken. Große Wassermengen (Niederschlagswasser, Überschwemmungen o.ä. ) üben einen nachhaltigen Einfluß auf Massivbauten aus. In solchen Gebieten vorhandene Häuser können zum Teil schwere Schäden davontragen. Beispiel das Elbehochwasser vor 3 Jahren. Gebäude mit Stahlbetonbodenplatten oder Betonfußböden erhielten einen so großen Auftrieb, daß sie in ihrer vertikalen Achse verschoben wurden, was natürlich zu Leitungsabrissen, Lageveränderungen von tragenden Bauteilen und anderen Schäden führten. Gebäude dagegen, deren Keller mit in Kies verlegten Mauersteinen oder so, lose befestigt waren, hatten zwar Wasser im Keller, aber ansonsten keine Schäden an der Konstruktion. Auch großflächige Estrich- oder Betonplatten in einzelnen Kellerräumen können durch den auf sie wirkenden Wasserdruck, wenn vorhanden, entzwei gehen. Meine Meinung.



Danke Siegfried,



genau das meinte ich mit Feuchtigkeitsproblem, Grundwasser Schichtenwasser ....
Interessant sind deine weiteren Ausführungen bei starkem Auftrieb. Darüber hatte ich in diesem Zusammenhang nicht nachgedacht.



der sand ist nicht gut



hallo, ich würde keinen Sand mehr verwenden und schon gar keinen Estrich. das gesagte ist sehr zutreffend. wir hatten einige Objekte, die vom Hochwasser der Elbe betroffen waren. „Schön“ war bei einigen bereits sanierten L Objekten zu sehen, wie das Wasser bei offenen Fußböden hindurchsickern konnte und nach Rückgang des Wassers wieder verschwand. Bei Beton hätten wir unser Blaues wunder erlebt. Wir durften bei einem selbst sanierten Objekt unsere eingesetzten Materialien in der „praktischen Anwendung“ studieren. Es kommt auf die Qualität des Fußboden an, die sie erreichen wollen und auf den vorhandenen Kostenrahmen. Wenn Sie die Ziegel wieder verwenden wollen, was nichts dagegen spricht, dann verdichten sie den vorhandenen Boden mit Schotter oder Splitt (nachdem sie möglichen Humusboden ausgebaut haben – Achtung! Fundamente nicht untergraben). Statt dem Sand verwenden Sie ein Bett aus Splitt, ohne Feinanteile. Kein Waschkies. Bei Splitt kommen die Ziegel besser zu liegen und die Kapillarität wird unterbrochen. Was meinen Sie mit Platten. Sandstein wäre ideal geeignet.

Viele grüße
Michael Reisinger



Kellerfußboden



Guten Abend,

hinsichtlich baulichen Hochwasserschutzes hat der Kreis Kleve seine Merkblätter überarbeitet:

www. kreis-kleve.de

Gruß



Kellerfußboden



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