Salzwasser auf NICHT WU-Beton?

15.02.2016 andre_grube



Hallo ich möchte mir einen Gartenteich mit 30cm wassertiefe anlegen, der einen Betonboden haben soll.

Es ist mir offen gesagt egal ob ein bisschen wasser durchsickert oder nicht (will ja nicht dadrunter wohnen)aber ich weiß nicht ob das Salzwasser den Beton nicht beschädigt bzw angreift und damit seine Lebenslänge und qualität verringert.

Also nochmal zusammengefasst:
1.Kann ich für den Teichboden und Wand also normalen Beton nehmen oder muss ich auf WU-beton zurückgreifen??
2. Kann ich normalen Sand statt Kies zum herstellen nehmen?



WU- Beton



Wie kommen Sie auf Salzwasser im Gartenteich?
Wollen Sie ein Seepferdchenarium aufbauen?
Beton wird je nach Beanspruchung in Klassen eingeteilt, die sich nach Umwelteinwirkungen, Exposition und Druckfestigkeit unterscheiden.
Bei Ihnen wäre das (geraten) die Klassen XF2, XD3, XC3 und die Druckfestigkeitsklasse C 30/37. Die Klassifikation als WU- Beton ergibt sich aus der Bewehrung und der Verarbeitung des Betons inklusive Vor- und Nachbehandlung.
Das mit dem Versickern mag sein, Sie bauen ja keine Segeljacht oder eine Bohrinsel. Poröser Beton bedeutet aber Zerstörung und WU Beton ist dicht.
Die obigen Klassifizierungen setzen das Mischwerk in die Lage, den entsprechenden Beton herzustellen.
Die Planung, den Einbau und die Vor- und Nachbehandlung richten sich nach der WU- Richtlinie und der DIN 1045.
Will heißen:
Den passenden Beton kriegen Sie geliefert, einfach die obigen Angaben ans Betonwerk geben.
Die Verarbeitung kriegen Sie nicht in den Griff da ich vermute das Sie von WU- Beton nichts wissen.
Machen wir es mal unkompliziert:
Wie soll Ihr Gartenteich aussehen und wieso wollen Sie da Salz ins Wasser kippen oder steht der am Meer?
Wenn es nur ein einfacher Gartenteich ist reicht ein B 20/25 mit einer Innenauskleidung aus Verkieselung und mineralischer Dichtschlämme nebst Schwimmbadfarbe.



salzwasserteich



ja der teich steht in der nähe vom meer, aber nein es soll kein aquarium sondern ein mehr oder weniger normaler gartenteich werden.
ich will in dem teich algen anflanzen allerdings eher aus wissenschaftlichen als aus ästhetischen gründen, weshalb ich auch testen möchte wie preiswert sich das ganze verwirklichen lässt. (deshalb auch die frage ob normaler beton meerwasser überlebt oder wu beton dringend nötig ist.

extra salz werde ich nicht ins wasser kippen aber eben ganz normales meerwasser nehmen.



Gartenteich



Normaler Beton, das wäre Regelbeton C 25/30, überlebt auch etliche Jahrzehnte Salzwasser WENN ER RICHTIG EINGEBAUT UND NACHBEHANDELT WIRD.
Die Verarbeitung machts.
Für Ihren Zweck reicht Normalbeton, unbewehrt und gut verdichtet. Bauteildicke 30 cm. Die Oberfläche empfehle ich nach dem Ausschalen mit einem mineralischen Dichtsystem zu schützen. Falls mal ein Riss entsteht kann man den nachdichten.
Das Foto zeigt die Reste der ehemaligen Kaiservilla Neros an der Küsten von Anzio. Die Mauern sind aus Opus Caementitium (außen verlorene Schalung aus Ziegel, innen ein Betonkern).



WU- Beton



Ein Beispiel dafür das es nicht nur die Mischung macht sondern die Verarbeitung.
Das ist ein Boot zur Entenjagt, eine Canardiere. Gebaut aus Stahlbeton, viele Jahrzehnte alt; wahrscheinlich stammt es aus der Zeit vor dem zweiten Weltkrieg. Gesehen im Marais Potevin, Vendee, Frankreich.
Es liegt im Süßwasser, keine Frost-Tau- Perioden.



Pflanzenteich abdichten



Warum aber für so einen eher untergeordneten Zweck tonnenweise Beton in den Garten oder die Natur schütten?

Als Pflanzbecken wäre doch eine ausgehobene Erdgrube oder auf den Rasen gestellte Steine mit einer hineingelegten 1,52 mm EPDM-Folie völlig ausreichend.
Als Schutz kann darunter noch ein Geotextil-Vlies verlegt werden.

Selbst auf Flachdächern hält das jahrzehntelang-
die Folie ist ohnehin wurzelfest.
Die max Größe ist mit ca 15 x 30 m sicher auch ausreichend.

Und es kann jederzeit an einen anderen Ort transportiert werden wobei die Kosten auch nur einen Bruchteil von Beton betragen.
Zudem gibts keine möglichen Einflüsse von Farben, Grundierungen, alkalischen Betonbestandteilen auf die Pflanzen.
Erdbeben und Untergrundbewegungen macht die Folie bei einer Dehnfähigkeit von über 300% auch problemlos mit.

Was willst du denn untersuchen und wo befindet sich das Konstrukt?

Andreas Teich



mineralisches dichtsystem, Dicke



Danke für die Rückmeldung.

Wieso muss der beton so dick sein? 30 cm kommt mir ziemlich viel vor wenn da quasi nichts drauf stehen soll. Liegt das an der Erosion durch das Wasser?

Wie sieht so ein mineralische Verdichtung aus bzw wo gibt es die? Findet man die im normalen Baumarkt?



Projekt



ich habe ovr herauszufinden, ob sich eine Open Pond Algen Kultur mit Meerwasser durchführen lässt auf Böden, welche landwirtschaftlich ansonsten sowieso nicht genutzt werden können (Wüste).

Deswegen eben auch das Salzwasser (Entsalzung wäre viel zu energieaufwendig) und Beton habe ich ausgewählt, weil es ca 120 pro m^3 (bei 10 cm Dicke: 12€/m^2) mit ca 100 Jahren Lebensdauer anstatt 20 Jahre bei 4€/m^2 PVC Folie, die aber in derselben Zeit ca 5x ersetzt werden müsste (Ja ich weiß dass ich sowieso nur die ersten 2 mal mitbekommen würde, aber wir wollen ja nicht schummeln).



Pflanzenbecken abdichten



In welcher Wüste soll das stattfinden?
PVC hält wirklich nicht sehr lange- EPDM ist zwar teurer-hält aber fast ewig.
Problemlos bis über 100 Grad hitzebeständig.

Bei nicht wirklich einwandfreier Herstellung wird es schnell Risse im Beton geben, und allein das Wasser aufzufüllen wird ja Kosten für Pumpen, Arbeit etc verursachen-
ganz abgesehen davon, dass das Wasser bei so flachen Becken schnell vollständig auslaufen könnte,
was den Pflanzen dann ein schnelles Ende bereitet.

Wie groß sollen die Becken werden?
Ohne Armierung kann das schwierig werden bei nicht tragfähigen Böden-
die Armierung wäre das Hauptproblem bei den Salzen.

Bei 30 cm Tiefe gibts bei der Verdunstungsrate schnell eine Salzproduktionsstätte- oder wird permanent aufgefüllt?

Andreas Teich



Gartenteich



So kommt man von einem Gartenteich mit Salzwasser zu einer Algenzuchtanlage in der Wüste.
Wenn Sie nicht genau beschreiben WOFÜR das Bauteil gedacht ist kommt eben so eine mehr oder weniger sinnlose Diskussion heraus. Wenn kein Frost auftritt dann auch keine 30 cm Bauteildicke.
Es ist eben sinnlos sich über technische Details auszulassen wenn man noch nicht einmal weiß wozu das Ganze.
Sie wollten wissen ob Beton Meerwasser überlebt:
Ja, wenn er chloridresistent und in der Expositionsklasse XC4 hergestellt wird.
Über Ihre Intentionen, Algen in der Wüste in Salzwasserbecken zu garen lasse ich micht mal nicht aus.



In deiner Rechnung



berücksichtigst du nur den reinen Materialpreis vom Beton. Dazu kommt noch Einbau, Verdichtung, Nachbehandlung, Einschalen, Ausschalen, Bewehrung aus Stahl (oder Fasern?), Arbeitsfugenausbildung, Dehnungsfugen, Fremdüberwachung wegen B2 - Baustelle (;-)) etc.

Die Teichfolie schmeißt du einfach rein ins Loch.



In deiner Rechnung



berücksichtigst du nur den reinen Materialpreis vom Beton. Dazu kommt noch Einbau, Verdichtung, Nachbehandlung, Einschalen, Ausschalen, Bewehrung aus Stahl (oder Fasern?), Arbeitsfugenausbildung, Dehnungsfugen, Fremdüberwachung wegen B2 - Baustelle (;-)) etc.

Die Teichfolie schmeißt du einfach rein ins Loch.



und



die Nutzungsdauer von Beton ist im allgemeinen 50 Jahre nicht 100



Beton



50 Jahre Nutzungsdauer = Lebensdauer für Beton... Das hakt sich bei vielen Lesern dann fest.
"Ich habe im Internet gelesen Beton hält nur 50 Jahre..."

Da sagt sich doch klein Fritzchen das alle Betonbauwerke die vor 1965 gebaut wurden kaputt und einsturzgefährdet sind.
Das Pantheon steht seit 2.000 Jahren und weiß noch nichts davon und das Betonboot schwimmt auch noch.
Nutzungszyklen sind keine Lebenszyklen und sie unterscheiden sich von Bauteil zu Bauteil.

Nochmal zur Frage:
Laien glauben immer wenn Sie statt normalem Beton WU- Beton bestellen dann ist der wasserdicht. Also rein in die Schalung und schon ist alles gut.
Genau das ist es nicht. Der Beton den man kriegt ist ganz normaler nur das seine Druckfestigkeit etwas höher ist. Damit werden die Kriterian die rezeptseitig einen WU Beton ausmachen bereits erfüllt. Die Wasserzementwert ist begrenzt, es gibt erhöhte Anforderungen an die Sieblinie und einen Mindestzementwert- alles Kriterien die auch für höherwertige Betone gelten.
DIE VERARBEITUNG MACHTS!



Nutzungsdauer nicht Lebensdauer



kennen Sie auch die Inhalte der DIN Norm, die Sie genannt haben?
Nutzungsdauer
50 Jahre: allgemeiner Hochbau (DIN 1045-1)
20 Jahre: bestimmte verfahrenstechnische Anlagen im Industriebau

Also in diesem Falle sogar eher 20 Jahre und nicht 2000 Jahre.
Was (in diesem Falle Streu-)Salz anrichten kann sieht man an den Autobahnbrücken in NRW. Die haben jetzt ihre 40 oder 50 Jahre (oder weniger) auf dem Buckel.



Nutzungsdauer



Es geht nicht darum was ich kenne sondern was unbedarfte Leser hier herauslesen wenn sie so eine Zahl aufschnappen.



Na toll



jetzt haben sie Ihrem Beitrag editiert, jetzt passt wieder...



zu den Fragen



1.Kann ich für den Teichboden und Wand also normalen Beton nehmen oder muss ich auf WU-beton zurückgreifen??

--> Ganz egal, das Wasser wird in der Wüste schneller verdunsten als das es durch den Beton sickert

2. Kann ich normalen Sand statt Kies zum herstellen nehmen?

--> ganz schlecht, wenn du kein abgestuftes Korn hast, brauchst du viel mehr Zement, und das ist der teure Bestandteil am Beton, es wird also noch teurer als in deiner Ausgangsrechnung

Es rechnet sich einfach nicht. Dann denk mal an die Erosion in der Wüste oder an der Küste. In 1000 Jahren hängt dein Behälter auf halb 8 oder ist unter 3 Meter Sand begraben.



Projekt



Dass die algen in der wüste gegarrt werden oder an der salzkonzenttation sterben könnten, macht mir eigentlich am wenigsten sorgen, weil die meerwasserversorgung ziemlich billig ist (das areal liegt unterhalb des meeresspiegels).

Was den gartenteich angeht, wollte ich den wahrscheinlich wirklich bauen, um herauszufinden, wie leicht es für einen laien oder eine nicht in diesem bereich ausgebildete kraft ist, den beton zu Verlegen (kann ich dafür mauretanische arbeiter (1000$/jahr) oder muss ich deutsche (40k/jahr) einrechnen). Nur leider kann icxan dem gartenteich schlechtdie verträglichleit von beton mit salzwasser erforschen sondern nur den arbeitsaufwand beim bau und die Wachstumsrate. Habe über wu beton gelesen, dass der eben ganz bestimmte zusatzstoffe benötigt, die es so einfach nicht zu bekommen gibt. Deshalb meine frage ob auch normaler beton salzwasser überlebt.

Das ganze soll an der arlantikküstebder sahara stattfinden (im grunde ist jede wüste in ordnung, die keine extremen steilküsten hat).

Eine frage hätte ich noch zu der antwort auf die sandfrage: ist der holraum nicht eigentlich kleiner und damit der zementbedarf kleiner, desto kleiner die körnergröße ist?

Und bezüglich der verarbeitung des betons: welche arbeitsmarerialien und wie viel zeit kann man in etwa einplanen um einen m^3 sachgerecht zu verarbeiten? Wie komplex ist dieser vorgang?

Habe edpm folie für ca nen 10er pro m2 gefunden. Allerdings sind das baumarktpreise. Kennt irgendwer die großhandelspreise oder geben die sich nicht viel?

Sind jetzt dich 3 fragen geworden... tut mir leid :D



Betondecken herstellen



Die Stabilität ist bei gleichem Zementanteil bei gemischtkörnigem Beton größer als bei Einkornmischungen, die bei Sand zwar wasserdicht zu bekommen sind, bei größeren Zuschlagstoffen jedoch kaum.
Es gibt ideale Sieblinien für solche Mischungen-Zusammensetzung kann ich mailen- die sind aber auch in Betonhandbüchern zu finden.

Das setzt aber Siebe voraus, die dort wohl nicht leicht zu finden sind.
Die Verarbeitung würde auch nur mit Schaufen funktionieren oder einer mit Eseln betriebenen Mischmaschine.
Statt Rüttlern kann auch als Ersatz gestampft und mit Hämmern gegen die Schalung geklopft werden.
Das funktioniert aber nur bei plastischem Beton- bei Stampfbeton nicht,der aber den geringsten Zementanteil benötigt, dafür nicht wasserdicht ist.

Die Dichtigkeit kann evt mit einer Tonschicht innen verbessert werden.

Wenn es dort Lehm oder noch besser Ton geben sollte kann auch damit ein wasserdichtes Becken erstellt werden.

Bei unbegrenztem Wassernachschub muß es ja nicht 100% dicht sein.

Andreas Teich



WU- Beton



WU- Beton (genau heißt er Beton mit hohem Wassereindringwiderstand) braucht keine Pülverchen und Mittelchen um wasserdicht zu sein.
Da wir jetzt wieder ein bisschen Informationen vorgestreut bekommen- Marocco- lassen Sie die Teiche von Einheimischen betonieren. Dichten kann man Sie mit Sperrputz (Putz mit Dichtungsmittel), einer mineralischen Abdichtung (Verkieselung mit Wasserglas und darauf Sulfatexschlämme)
oder einer Schwimmbadfarbe.
Ihnen ist hoffentlich klar das Ihr Vorhaben nur funktioniert wenn Sie einen offenen Wasserkreislauf installieren, also ständig frisches Wasser aus dem Meer nachpumpen. Sonst haben Sie eine Saline.



Zusammenfassung



Ok Danke schonmal für die vielen Rückmeldungen! ich will nur sichergehen dass ich alles richtig verstanden habe:

normaler beton (XC4, chloridresistent) ist , wenn er richtig verarbeitet wird,genauso beständig gegen Wasser wie WU Beton, lässt das Wasser aber durchsickern. (egal weil genug vorhanden)

Zum Material u Herstellungspreis kommen noch die Kosten für das Einbau, Verdichtung, Nachbehandlung, Formen. (Baustahlgitter oder Faserverstärkung wollte ich nicht verwenden, Überwachung? wer soll denn tonnenweise eingebauten Beton klauen?,Dehnungsfugen und Arbeitsfugen kosten doch nichts außer das Wasser, welches da durchfließt oder?, fürs ein und ausschalen brauche ich doch nur Formen, welche ich a besten wiederverwenden kann oder?)
Arbeitsgeräte sollten sich organisieren lassen (irgendwie bauen die ja auch Betongebäude). Mir ging es eher um die Lohnkosten, welche deutlich niedriger sind, wenn man Einheimische beschäftigen kann.

Nur Sand als Zuschlagstoff zu nehmen wäre schlecht für die Qualität des Betons. Stattdessen sollte ich noch größere Brocken dazumischen.



EDPM Folie wäre leichter einzubauen (habe mich zuert dagegen entschieden, weil ich einer 5-10 cm Betonschicht mehr vertraue als einer 1,5 mm Folie, aber werde das in erwägung ziehen...danke für die Info)

PVC scheidet aus.

Man sollte Beton eigentlich nur 20 Jahre benutzen, wenn man ne Anlage baut, aber im Grunde hält er ewig, wenn er richtig behandelt wird (Verdichtung, Nachbehandlung)

Hab ich alles?



Sofern



Sofern Ihnen Herr Teich die versprochenen Sieblinien schon per mail geschickt hat: ja! :-))))



WU- Beton



Was eine Siebline ist weiß auch in Marokko jeder Betonwerker, das Problem ist dort eher die Zuschlagstoffe auch zu kriegen bzw. zu bezahlen.
So komisch wie das klingt, aber es gibt zuwenig Sand und Kies in solchen Ländern, jedenfalls für Beton und Mörtel geeigneten. Die Kornform bei Sand sollte eckig und kantig sein und nicht rundgeschlffen.
Deshalb wird heimlich und illegal Sand und Kies geklaut, von Stränden und aus Flußläufen, nicht nur in Marokko. Es betrifft mehr oder weniger alle Länder mit armer Bevölkerung die nicht von der Eiszeit betroffen waren.
Beton XC 4 mit Chloridresitenz lässt kein Wasser durch weil er ein dichtes Gefüge hat. WU-Beton hat auch ein dichtes Gefüge.
Verstehen Sie, WU- Beton ist nur ein Name, eine Eigenschaft die viele Betone materialseitig bereits haben- nur in der Verarbeitung und Bewehrung gibt es Unterschiede Deshalb habe ich zum Beispiel 30 cm Bauteildicke erwähnt.
Das Ihnen zu erklären wäre aber zu umständlich, ich will hier keine Vorlesung halten. Schauen Sie in die WU- Richtlinie des DAfStB (Deutscher Ausschuß für Stahlbeton) da steht alles drin. Dann wissen Sie was WU- Beton bedeutet und ist und brauchen nicht mit Begriff zu argumentieren der Ihnen unbekannt ist.



Becken herstellen



Am einfachsten wird es sein, ein Becken mit schrägen Wänden auszuheben, den Sand vor dem Betonieren anzufeuchten, damit er nicht hineinrieselt und dann das Becken ohne Schalung mit schrägen Wänden zu betonieren.

Nur würde, wenn doch die Verwendung einer EPDM-Folie in Betracht gezogen wird, auch eine Betonunterlage verzichtbar sein.
Wenn eine Wanderdüne kommen sollte oder ein Sandsturm kann die einfach an einem anderen Ort ausgelegt werden.

Das ist einfacher und womöglich sinnvoller, als mit viel Aufwand ein Betonbecken herzustellen, welches dann uU ohne Funktion jahrzehntelang in der Wüste herumsteht.

Vielleicht gibts dort geeigneten Lehm, um damit ein Becken herzustellen- wenn der gut verdichtet wird genügt das ggf schon ohne Folienverwendung.
Lehmbauten gibts genug und Erfahrungen mit der Verarbeitung.

Andreas Teich



Betonierung



Von Lehm habe ich eigentlich Abstand genommen, weil der, wenn ich nicht noch eine Kiesschicht drüberlege (welchen ich auch benutzen könnte um meinen eigenen beton herzustellen), das Wasser trübt, was ja nicht gerade vorteilhaft für das Pflanzenwachstum ist. Und außerdem müsste man, um das Becken mit ner 30-50 cm Schicht Lehm auszulegen, ziemlich tief buddeln, was auch wieder kosten verursacht.

Ton werde ich mir noch genauer anschauen, wobei ich leider kaum Preisangaben im internet finde. Falls da jemand eine Hausnummer nennen kann, die einigermaßen einen Anhaltspunkt geben kann, wäre ich sehr dankbar.

An die Wanderdünen hab ich noch gar nicht gedacht also an dieser Stelle danke für den Tipp.

Warum ein schräges Becken? und warum darf dort kein Sand reinrieseln bzw. würde der nicht sowieso mit weggespült werden, weil ich konstanten Wassernachschub brauche um die Algen mit den entsprechenden Nährstoffen zu versorgen?

Hängt die Chloridresistenz von Beton auch einfach von der Schalung, Verdichtung und Einbau ab bzw. tritt Lochfraßkorrosion überhaupt auf, wenn keine Eisenstäbe im Beton sind?

Einfach, um die Kosten für Beton besser berechnen zu können:
Hat jemand Ahnung von den ungefähren Preisen für Schalungen, Lösemitteln (oder unerheblich von Kostenfaktor?) und Vibrationsverdichtern?

Danke im Vorraus! :)

André



Beckenherstellung



Schräge Seitenwände nur deshalb, weil dies die Schalung ersparen würde wenn ein entsprechend geformtes Becken aus dem Boden ausgehoben wird und der Beton hier direkt eingefüllt wird.
Sand soll nur beim betonieren nicht hineinrieseln- hinterher ists ja egal.

Eintrübungen gibts nur bei entsprechend heftiger Wasserbewegung- alles andere setzt sich wieder ab-
wie in jeder Pfütze zu beobachten ist.

Preise aus Österreich oder Deutschland helfen dir ja nicht weiter, oder willst du Schalungen, Ton etc importieren???
Töpfer gibts in jedem Land, wobei du ja nicht die Töpfer-Qualität benötigst.
Wenn du ständig Meerwasser nachfüllst um Verdunstung und Teilversickerung auszugleichen bekommst du irgendwann ein Gegenstück zum Toten Meer und kannst den Salzverkauf starten.
Der liegt ohnehin schon bei ca 35 kg/1000 Liter(3,5%)

Damit läßt sich das Projekt schon finanzieren.

Oder du mußt tatsächlich einen ständigen Durchfluß schaffen,damit der Salzgehalt nicht ansteigt.

Wie groß sollen die Becken werden und wieviele davon?

Ich vermute aber, dass EPDM Folie in eine Vertiefung im Sand gelegt am einfachsten ist- gerade wenn völlig unsicher ist wie das auf Dauer funktioniert.
Umfangreiche Erdarbeiten fallen dabei ohnehin nicht an-, wenn der Sand zur Böschung aufgeschüttet wird muß die ohnehin nur 30 cm hoch sein.
Die Folie gibts in Maßen von 15 x 30 m,
Gewicht knapp 2 kg/qm bei 1,5 mm Foliendicke.
Die läßt sich leicht auf einer Europalette verschiffen.

Andreas Teich



Salz, Größe



Den Salzverkauf werde ich auf jeden Fall auch zusätzlich mit in Betracht ziehen.
Es gibt auch Algen, die hohe Salzkonzentrationen überleben und der Vorteil ist, dass mögliche Schädlinge meist absterben, weil sie unter den Bedingungen nicht überleben können.
Ob ich diese dann wirklich einsetze oder einen Mischmasch mache, entscheidet die Wachstumsrate.
Um genug Nährstoffe (ohne Dünger) für das Wachstum zur Verfügung stellen zu können, muss ich sowieso knaapp 1000 m^3/Jahr über jeden m^2 laufen lassen.
Also ca 35t Salz /Jahr wenn man mal vernachlässigt, was die Algen davon zum Wachstum verbrauchen. Dafür hatte ich überlegt ein zweites Gebiet hinter der eigentlichen Kultur anzulegen, welches noch ein Stückchen tiefer liegt, sodass ich keine Pumpe brauche, und im Grunde als Salzbecken fungiert. Würde ich so etwas nicht einrichten, müsste ich den allergrößten Teil der 1000 m^3 wieder 11 km weit zurückpumpen oder mein Becken würde ziemlich schnell überlaufen.

Was die Größe anbetrifft, rechne ich im Moment mit 1ha/Becken und errechne daraus die Bilanz pro m^2 um das einfach hochrechnen zu können. Wie groß die Anlage letztlich wirklich wird, wird dadurch entschieden, wie viel Geld ich für das Projekt auftreiben kann. Platz wäre auf jeden Fall genug da.

Ohne Schalung zu arbeiten wäre mir auch lieber, weil ich mir denken kann dass es ein ziemlich großer Kostenfaktor ist, dutzende Schalungen zu bauen/importieren und dann jeweils einen halben Tag zu warten, bis ein Stück fertig ist. Dazu spart das auch benötigte Fläche und Lagerkapazitäten, welche man bauen müsste, um den Beton Abdichten zu lassen.

Bleibe aber wie schon gesagt wahrscheinlich beim EDPM. Wenn ich überall 1,5 mm Folie benutze kostet es ca 11€ einen m^2 zu bauen (inkl. Wasserzufuhr, Wand, Transportkosten; exkl. Steuern, Mitarbeiterlöhne, Baumaschinen; Lebensdauer 30-40 Jahre) im Gegensatz zu 17€ bei 0.1 m Beton (inkl. Materialpreis, Transportkosten; exkl. Einbau, Nachbehandlung, Löhne; Lebensdauer: 60-ewig??)