Salzausblühungen Mauerwerk vermeiden

27.10.2014 Franz



Wir haben vor kurzem ein Haus gekauft.
Baujahr um 1900.

In einem Raum weisen die Wände leicht erhöhte Salzgehalte auf, wie eine Salzanalyse ergab.
An einige Stellen wurden in diesem Zimmer Schränke und dergleichen ohne Abstand direkt an die Wände gestellt.
In diesen Bereichen wurden nach rund 5 Jahren dann auch leichte Salzausblühungen sichtbar.

Wohlgemerkt vor 10 Jahren wurde mit frischem Sanierputz bereits verputzt.

Uns wurde nun geraten die Wände erneut mit Sanierputz zu Verputzen und im Sockelbereich eine elektrische Wandheizung über eine
Höhe von etwa 50 cm einzubauen, um die immer wieder auftretenden Salzausblühungen einigermaßen in Griff zu kriegen.
Da so evtl. auftretende Feuchtigkeit aus der Wand verdunsten kann.

Das Haus ist nicht unterkellert, da es auf einem relativ feutchten Grundstück steht. Drainage wurde vor 10 Jahren um das Haus rum gebaut.
Sperre gegen aufsteigende Feuchtigkeit gibt es jedoch keine.

Das Mauerwerk ist etwa 65 cm dick und besteht aus Bruchsteinen.
Die Wände sind nicht weiter gedämmt.

Als Wandheizung wäre nur eine elektrische Wandheizung möglich.
Die Frage nun ist ob das Sinn macht, so eine Wandheizung einzubauen.
Oder geht durch das ungedämmte Bruchsteinmauerwerk zuviel Wärme nach außen,
so dass dies von den Stromkosten her ein Fass ohne Boden ist?

Oder kriegt man das auch schon mit ordentlichen Heizen und, wenn man die Schränke mit etwas Abstand zu den Außenwänden stellt, in den Griff.
Das Haus ist relativ klein (etwa 120 m²) und wird einzig durch einen Grundofen im Zentrum des Hauses beheizt.
Der besagte Raum ist nebenan, so dass dieser ohne weiteres durch den Ofen geheizt werden kann.
Als Zusatzheizung gibt es noch elektrisch betriebene Wandplattenheizung, welche wir aber zum regulären
Heizen eher seltener verwenden wollen.

Ich habe mal umlaufend auf eine Höhe von etwa 70 cm den Putz abgeschlagen.
Das Mauerwerk ist augenscheinlich "trocken". Zwar muss eine gewisse Feuchtigkeit vorhanden sein, da ja sonst keine Ausblühungen entstehen würden,
jedoch habe ich mir das schlimmer vorgestellt, und die Wand machte auf mich wie gesagt einen "ziemlich trockenen" Eindruck.

Über Tipps, Erfahrungen und Ratschläge wäre ich sehr dankbar.



Salzausblühungen



Die Ursachen sehe ich hier in den ungenügend gedämmten Wänden, einer ungünsigen Heizungsvariante und dem daraus resultierenden Kondensatausfall. Ob ein Austausch des Sanierputzes gegen einen normalen Innenputz (oder wieder Sanierputz) erforderlich bzw. möglich ist kann man nur vor Ort klären. Das ist ohnehin nur sinnvoll wenn die Problematik heizen/lüften/dämmen ordentlich gelöst wird. Bis dahin hilft nur Schrank weiter von der Wand wegrücken.



Sanierputz



Das ist Material von gestern MKL Feuchteregulierungsputz ware eine Alternative dazu er lässt Salze im Mauerwerk.
MKL Solid Technology
Haben wir schon zweimal verarbeitet und es funktioniert



An ungedämmten Außenwänden...



hat ein Schrank leider nix verloren. Neben Salzausblühungen (woher kommt das Salz? ehem. Landwirtschaft, Jauchegrube?) kann das auch zu Schimmel führen.

Wenn die Feuchtigkeit in der Wand aufsteigen sollte (welche Etage?), verstärkt eine Sockelheizung den Salztransport.

Ein Grundofen als Alleinheizung ist eher ungünstig, Ihre Vermutung:

"wird einzig durch einen Grundofen im Zentrum des Hauses beheizt. Der besagte Raum ist nebenan, so dass dieser ohne weiteres durch den Ofen geheizt werden kann."

ist insofern falsch, als daß da zwar möglicherweise genug warme Luft, aber keine Stahlungsheizung ankommt. Der Raum ist insgesamt kälter, die einströmende Warmluft transportiert höchstwahrscheinlich zuviel Feuchtigkeit, so daß ein Anteil von Kondenswasser am Schadbild sehr wahrscheinlich ist.

Grüße

Thomas



@Thomas



@Thomas
...bei dem Haus handelt es sich um ein "Häusleranwesen". Also so ein Kleinstbauernhof.
In diesem Raum waren mal Tiere drin, deshalb die leicht erhöhte Salzbelastung, weil da vermutlich mal ein paar Ziegen o. ä. untergebracht waren.

Von dem Gedanken mit der elektrischen Wandheizung habe ich mich jedoch mittlerweile schon verabschiedet,
als ich mir den jährlichen Stromverbrauch ausgerechnet habe.

Weiterhin habe ich zwischenzeitlich von einem Bauphysiker die Antwort bekommen, dass ein sinnvolles möblieren,
sowie ordentlicher Luftwechsel für diesen Fall zielführender sind als die E-Heizung, zumal das Problem eher
optischer Natur besteht, und wirklich nur in den Bereichen mit direkt an die Wand gestellter Möblierung ein Farbunterschied erkennbar wurde,
was letztlich nur daran liegt, das der Sanierputz Feuchtigkeit aufnehmen kann und der darüberliegende Kalkputz eben nicht in diesem Maß.
Wäre Sanierputz über die ganze Wandhöhe, dann würde es wahrscheinlich nichtmal auffallen...
Von Schimmelbildung sind wir weit entfernt. Dafür ist der Raum zu warm und zu trocken (rel. Luftfeuchtigkeit liegt bei etwa 45 % bei 19° Raumtemperatur).

Der Grundofen steht wie gesagt nur 2 m weg von dem Raum. Ich denke Strahlungswärme kommt da schon noch rein und an die Wände (zumindest für den Fall, wenn
man das Zimmer nicht zustellt).

Den Punkt mit dem begünstigenden Salztransport durch eine Wandheizung verstehe ich nicht ganz. Zumindest für nicht drückendes Wasser nicht.
Wandheizungen werden ja dennoch oft bei alten Baudenkmälern so gemacht, und macht meiner Meinung auch Sinn, also insofern kein permanente drückende Feuchtigkeit vorhanden ist.
Wenn durch den Sanierputz die Feuchtigkeit an die Oberfläche transportiert wird, und durch die Heizung diese austrocknen kann, dann dürften ja keine Salze mehr ausblühen, da dies ja nur geschieht, wenn Feuchtigkeit vorhanden ist.
Oder habe ich da etwas falsch verstanden?



Wenn...



im Sockelbereich eine Heizung existiert, ist es dort unzweifelhaft wärmer. Wasser, das in der Wand aufsteigt (und Salze mitbringt) verdunstet umso schneller und wieder huscht das Wasser (Erdfeuchte) durch die Kapillaren und bringt neues Salz...

Ich würde statt eines Sanierputzes mit Lehm verputzen. Der nimmt einiges auf und als Opferputz ist er leichter zu erneuern.

Alternativ: Eine leichte Kalksalpeterbelastung kann auch mit Vogel-Fluat in der Wand gehalten werden, indem sie in unlösliches Kalziumfluorid umgewandelt wird.

Grüße

Thomas



@Thomas



Wenn es um wirklich aufsteigende Feuchte geht, dann stimm ich Ihnen voll und ganz zu.
Ich bin mir aber nicht sicher, ob das in meinem Fall nicht eher was damit zu tun hat, dass der Taupunkt in der Wand ist, und dort deswegen Feuchtigkeit entsteht...
Wobei es wird ne Mischung aus beidem, weil wie gesagt das Grundstück ziemlich feucht ist.
Man erkennt es typischerweise in den Ecken, weil da halt die Temperatur am niedrigsten ist...
Wegen dem Vogelfluat hab ich geschaut.
Ist das nix anderes wie salopp gesagt ein Salpeterentferner aus dem Baumarkt,
der doch eigentlich nur gegen die Nitrate und nicht gegen Sulfite und Chlorid hilft...

Also vor dem Verputzen mal damit drüberstreichen und noch austrocknen lassen.
Wie verträgt sich das Vogelfluat mit einem handelsüblichen Sanierputz?

Lehmputz scheidet aus, da ist der Unterschied ja noch größer, wenn dann sollte ich wirklich in dem ganzen Zimmer
den Putz abhauen...



Lehmputz bei Salzbelastung



Hallo Leute,
Den Lehmputz könnt Ihr vergessen hatte voriges Jahr ein Problem mit mauerwerk das ewig nicht trocken wurde. planer hat nach ca 1/4 Jahr feuchtigkeit gemessen wollte trotz Also Putz runter und Sanierputz drauf.
Leider Ich hätte den von MKL genommen da er die Salze im Mauerwerk belässt.
Kostet etwwas mehr funktioniert aber.



Na,



eine nasse Wand macht auch Lehm nicht trocken.

Zum Vogel-Fluat: Wirkt bei Belastung mit löslichen Kalzium - Salzen, die er in völlig unlösliches Kalziumfluorid umwandelt.

Kalciumsulfit scheidet eh aus, Kalziumsulfat auch. Letzeres (Gips) ist nahezu unlöslich. Das Vorkommen von Kalciumchlorid ist in relevanten Mengen eher unwahrscheinlich.

Wahrscheinlich im ehemals ländlich genutzen Bauwerk ist aber Kalziumnitrat (Kalksalpeter), oft inform von feinen weissen Nadeln oder "pelzigen" Schichten. Dieser ensteht aus einer Reaktion des Kalputzes mit Ammoniak, was wiederum dem Mist die geruchliche Würze verleiht.

Das entstehende Kalziumfluorid ist unlöslich und reaktionsträge.

Grüße

Thomas



Mario Süße



anemox wäre auch noch eine Variante intelligente Wandtemperierung



Das sind...



elektrische Heizleisten. Intelligent? Sicher nicht.

Gegen aufsteigende Feuchte nicht empfehlenswert.

Grüße

Thomas



Mario



Temperierung nicht Heizung



Wenn...



"Temperierung" nicht wenigstens eine schwachbrüstige Heizung wäre, wäre sie ja so wirkungslos wie die Trockenlegungsufos eines berüchtigten Herstellers mit "A" aus dem Alpenland. Oder wird da nicht elektrische Energie in Wärme umgewandelt?

Was genau ist der Unterschied zwischen "Heizung" und "Temperierung"?

Grüße

Thomas



… in dem Bereich …



kann man, wie so oft, die "schwachbrüstige" Temperierung als vollwertige Heizung und Feuchtesperre einsetzten … 

die Salze sind nun mal in der Wand aber nur durch Feuchte kommen sie an die Oberfläche

die "klassischen" Sanierputze sperren ab und bringen nicht viel … da sind Opferputze weniger schädlich, denn die fördern die Feuchte und dadurch die Salze raus …

… und eine "Thermische Feuchtesperre" (Temperierung) könnte man auch mi tHilfe von Strom erreichen … ist nicht so "umweltfreundlich" wie über Warmwasser … aber geht auch … 

(wobei sich hier wieder die Glaubensfrage stellen lässt: Warum nicht mir Strom heizen, wenn es doch SO ökologisch sein soll mit Strom Autos zum Fahren zu bringen, wobei man doch weiss, dass gerade die Umwandlung (hin und her) mit den Batterien besonders unwirtschaftlich ist … )

Gutes Gelingen

Florian Kurz



@Florian Kurz



...warum sperren Sanierputze ab?
Gerade durch die Offenporigkeit fördern die doch die Feuchtigkeit und damit auch die Salze nach außen, so dass zumindestens das Wasser idealerweise an der Oberfläche
(wenn den genügend Temperatur vorhanden) verdunsten kann. Und naja die Salz bleiben halt in Form von Ausblühungen...

Aber wie gesagt, ich habe leider jetzt kein Bild parat. Ich rede hier nicht von dem klassischen Schadensbild.
Es ist wirklich nicht gravierend, und nur in den Bereichen mit direkter Möblierung gegen die Wand erkannte man einen Farbunterschied
zwischen Sanierputz und dichtem Kalkzementputz. Ganz unten am Socke kam es zu den bereits erwähnten nadelförmigen Ausblühungen.
In den offenen Bereichen erkannte man gar nichts!

Für mich soll es jetzt keine Glaubensfrage sein ob nun Strom oder Wasserheizung, sondern eine reine Kosten - Nutzenfrage.

In meinem Fall wurden Heizelemente mit einer Leistung von 150 W/m² vorgeschlagen.
Die beheizte Fläche wären in meinem Fall etwa 8 m².
Angenommen ich betreibe die Heizung von Anfang Oktober bis Ende März auf Stufe 2 von 5 also etwa 40% der Leistung(wobei einmal dahingestellt ob dies ausreichen würde...)
so komme ich auf einen jährlichen Stromverbrauch von (150 W/m² * 8 m² * 0.4 * 24h * 1/2*365)/ 1000 = 2100 kWh.
Bei einem Strompreis von 27 Cent/kWh macht das etwa stolze 570 Euro Stromkosten oder pro Monat verteilt übers ganze Jahr betrachtet gute 47 Euro extra bei der monatlichen Rechnung...

Deshalb bin ich mittlerweile der Meinung das lohnt sich nicht mit der Heizung.



Wieso...



eine "Thermische Feuchtesperre" (in Anführungszeichen!) das kapillare Aufsteigen von Wasser verhindern soll, sprengt vermutlich 'mal wieder die klassische Physik.

"Temperierungs"berechnungen fasst ein ausgebildeter Heizungsplaner üblicherweise nicht 'mal mit der Pinzette an. Sind die alle wirklich dumm oder korrumpiert?

Fragen, die durch die Jahre nie beantwortet wurden, trotz vollmundiger Versprechungen ohne Kenntnis konkreter Zustände vor Ort.

Grüße

Thomas



@Thomas



Da sind wir uns mittlerweile ja glaub ich einig, dass die Wandheizungen dass Wasser nicht aufhalten, und immer wieder Feuchtigkeit nachsteigt.
Es wird jedoch die Gefahr von Schimmelbildung reduziert, da die Oberflächentemperatur der Wand steigt und das Wasser durch (von mir aus Sanierputz) besser verdunsten kann wie durch einen dichten Kalkzementputz.

Was bleibt ist ausgeblühtes Salz. Aber die Gefahr der Schimmelbildung besteht akut nicht mehr.

Fahren wir da auf einen Nenner?



@ FK



OT:
"wenn es doch SO ökologisch sein soll mit Strom Autos zum Fahren zu bringen, wobei man doch weiss, dass gerade die Umwandlung (hin und her) mit den Batterien besonders unwirtschaftlich ist …"

das liegt daran, dass der Wirkungsgrad bei konventionellen Motoren eine vollkommene Katastrophe ist:
Benziner haben 20%-25% mechanischen Wirkungsgrad, Diesel maximal 40%.
Der Rest geht flöten. Mit der Abwärme eines Autos kann man bequem ganze Häuser heizen.

Dafür kann man schon ein paar mal "Umwandeln"

gruß

GE



Sanierputz



Eigentlich war die Frage für mich abgehakt da ohne Ortskenntnis keine konkrete Hilfe möglich ist. Ich gebe meinen Senf dazu weil es Verständnisprobleme der Wirkungsweisen beim Innenputz und speziell beim Sanierputz gibt:
Sanierputze sind hydrophob eingestellte diffusionsoffene Putze auf Zementbasis. Sie verhindern durch ihre wasserabweisende Einstellung kapillaren Wassertransport, lassen aber Wasserdampfdiffusion zu. Wasser kann verdunsten, Salz bleibt im Putz zurück und wird dort eingelagert- das ist das Wirkprinzip eines Sanierputzes. Ein Opferputz macht das auch, er kann aber kein bzw. nur wenig Salz speichern. Opferputz fliegt nach einer Weile von der Wand, Sanierputz nicht (wenn er richtig verbaut ist).
Kalkputz PI CS I ist ein typischer Opferputz. Härtere Kalkzementputze und reine Zementputze sind dichter und wirken mehr kapillar, dafür weniger diffusiv als Kalkputz. Sie bleiben an der Wand da die Kristallisation mehr an der Oberfläche als an der Grenzschicht Putz/Stein erfolgt. Das Salz kristallisiert sichtbar auf dem Putz da das Wasser erst hier verdunstet. Sieht schlimm aus, es ist aber unproblematischer ab und an die Salzausblühungen abzufegen als den Opferputz zu erneuern.
Also:
Kalkputz (nach der reinen Lehre) fliegt runter.
Kalkzement- bzw. Zementputz bleibt an der Wand, zeigt aber sichtbare Salzausblühungen.
Sanierputz bleibt an der Wand, zeigt keine sichtbaren Salzausblühungen.
Dann gibt es noch optisch/taktile Unterschiede:
Kalkputz fühlt sich trocken an.
Kalkzement. bzw. Zementputz fühlt sich feucht an.
Sanierputz fühlt sich trocken an.
Das sind natürlich sehr grobe Einteilungen, die Grenzen sind fließend je nach Salzgehalt, Kondensatanfall und Feuchtenachschub, Putzdichte.
Bei allen Putzen gilt:
Feuchtenachschub abstellen!
Bei Sanierputz kann die Oberfläche durch Kondensatbildung feucht werden da der hydropobe Putz das Wasser nicht einlagert.
Deshalb ordentlich heizen und lüften!



@Georg Böttcher



Danke für die Info.

Ab einen bestimmten Grad ist jedoch der Sanierputz auch gesättigt mit Salzen und die blühen auch dort aus...
In meinem Fall hat es so knapp 10 Jahre gedauert...

Ich habe gestern mal mit einem Feuchtemessgerät den Feuchtegehalt der Wand bestimmt.
Der liegt bei etwa 0,6 %...

Was ich nun mit dem Wert anfangen kann weiß ich nicht so genau.

Also auf 1 kg Steinmasse sind halt 60 ml Wasser darin gespeichert.
Aber was heißt das jetzt für mich in der Konsequenz. Ist das viel / wenig? Soll ich nun einen bestimmten Putz nehmen oder nicht?

Da kann mir gerne noch jemand einen Tipp geben.

Das Mauerwerk und der Putz fühlt sich wie bereits erwähnt sehr trocken an.

Sie schreiben jetzt einen wichtigen Punkt. Ich zitiere:

Bei Sanierputz kann die Oberfläche durch Kondensatbildung feucht werden da der hydropobe Putz das Wasser nicht einlagert.
Deshalb ordentlich heizen und lüften!

...und genau das war bei den Vormietern in dem Haus der Fall. Durch die teilweise zugestellten Wände war dort die Wandoberflächentemperatur kälter,
als bei den nicht zugestellten Wänden. Es bildete sich Kondensat an der Wand, weshalb die Wandfarbe in diesem Bereich dunkler wurde, als in den übrigen Bereichen.

Macht doch Sinn oder?

Jedenfalls unten im Sockelbereich der zugestellten Wände kam es dann auch punktuell zu den nadelförmigen Salzausblühungen.

Sie schreiben Sanierputz zeigt keine sichtbaren Ausblühungen.

Kann es dann daran liegen, dass die Salze durch das Oberflächenkondensat zum ausblühen angeregt wurden?

Ich fasse meine Erkenntnisse kurz zusammen.
Heißt mit Sanierputz und ordentlich platzierter Möblierung sowie gutem durchheizen und mehrmaligem Stoßlüften sollte nichts passieren...



Innenputz



Die Feuchtemessung können Sie vergessen, mit so einem Ding lässt sich weder der Feuchtegehalt noch der Durchfeuchtungsgrad der Wand feststellen.
Ich hatte was von sehr groben Einteilungen und von fließenden Grenzen geschrieben.



@Georg Böttcher



...und wie schauts aus mit meiner im unteren letzten Absatz beschriebenen Vermutung? Also mit dem Kondensat hinter den Schränken usw...
Macht das Sinn?



Nun kommt Ihr der Thematik doch schon sehr nahe



"aufsteigende Feuchte" bei einer Natursteinwand ? Wer hat das wie festgestellt ?
Könnte es auch sein, dass diese Wand unten etwas kühler wird?
Und was - wenn es dann ermittelt wird, dass es Tauwasser ist?
Haben Sie mal daran gedacht, dass wenn der Ofen nicht ständig geheizt wird - dies oft dann wenn die Tagestemperatur relativ hoch - die Nächte jedoch sehr kalt sind, die Temperatur im inneren an den unteren Bereichen zu messen.
.
Irgendwie ist das alles noch nicht klar ermittelt.
Feuchtewerte - mit was gemessen?
Dann was heißt es: leicht erhöhte Salze ??
Welcher Art ?
Leider kommen dann noch solche Aussagen - Sanierputz sperrt ab und ähnliche unqualifizierte Aussagen!
Was Sie brauchen ist sicher eine Fachfrau oder einen Fachmann die sich damit auskennen.



@Bromm Edmund



Kurz zu mir bin selber Bauingenieur, jedoch Tragwerksplaner.
Deshalb ist Bauphysik nicht so mein Steckenpferd.
Jedoch möchte ich behaupten, dass ich die Zusamenhänge wahrscheinlich schon besser bewerten kann und eine gewisse Grundkenntnis von der ganzen Materie habe.

UND NOCHMAL, das ganze ist nicht so wild...

Wenn man in einem Neubau einen Schrank gegen die Wand stellt, und 10 Jahre später den wieder wegrückt, dann wird man auch feststellen, dass die Farbe in dem Bereich wo der Schrank war anders aussieht.

Und das ist im Prinzip der Fall, nur dass sich der Unterschied durch den Schichtwechsel von Sanierputz und alten Zementputz halt deutlicher abzeichnet. Aber wie gesagt nur in dem Bereich wo etwas gestanden ist...

Kann das vielleicht jemand mal aufmerksam lesen?

Mir geht es darum das ganze einigermaßen zu verstehen.
Und bislang sind wir ja schon ein Stück weiter gekommen.

Salzmessung wurde von einem Labor durchgeführt.
Dabei wurde festgestellt:

Sulfat < 0,5 M%
Chloride < 0,2 M%
Nitrate 0,1 bis 0,3 M%

Und dann gibt es ja diese Tabelle nach WTA- Blatt 2-6-99D
in der steht was als niedrige oder hohe Salzbelastung zu verstehen ist.

Auf die Feuchtemessung kann man nicht soviel geben, da ich die selbst mit so einem primitiven Teil mit zwei Fühlern mal gemacht habe. Aber wie gesagt, Wand dahinter ist sehr trocken. Aber gut vergessen wir mal die Feuchtemessung...

Wie gesagt das mit dem Taupunkt kommt schon recht nahe. Und ich denke dort ist auch die Ursache zu suchen...

Wandtemperatur mal messen würde nicht Schaden und Taupunkt bestimmen.

Und unser Mauerwerk ist kein reines Natursteinmauerwerk sondern Bruchsteinmauerwerk mit groben Mörtelfugen, Granitsteinen und kleinformatigen Vollziegeln...

Ich möchte jetzt nicht nochmal alles runterrattern was ich vorher geschrieben habe, würde jedoch darum bitten meine Beiträge mal aufmerksam durchzulesen und mir darauf zu antworten.

Beiträge in denen jeder die Meinung und die Fachkenntnisse des anderen anzweifelt bringen da recht wenig.



Nun ich habe alle Beiträge aufmerksam gelesen und gewartet was da alles so geschrieben wird



Nur wollte ich nicht dazu Stellung nehmen da ich im Urlaub war.
Nun was spricht gegen einen neuen Sanierputz? Außer die unqualifizierten Äußerungen von Herrn Kurz?
Das mit den Salzen ist doch auch so zu erklären, dass wenn es hinter und unter Schränken nicht ausreichend warm wird und es somit zu Tauwasser und anschließend zur Verdunstung kommt - kann auch ein Sanierputz nach einigen Jahren mit Salzen "gesättigt" sein.
Warum hatten denn die alten Schränke höhere Füße? Die Menschen haben durch Fäulnisschäden gelernt.
Nun da ich davon ausgehe, dass Sie in Zukunft wieder richtig lüften und heizen und keinen Schrank an die Aussenwände stellen sollte doch das Problem gelöst sein.
Nun das mit der "aufsteigenden Feuchte" wird auch oft falsch interpretiert. Oft auch deswegen weil man dies nicht so einfach nachweisen kann. Auch wenn der Anteil "gut saugender" Mörtel ist bleibt unterm Strich die geringe Saugfähigkeit der Wände.
Aber da kommt leider etwas dazu, denn bei einer sehr geringen Feuchteaufnahme wird die Wärme/Leitfähigkeit wesentlich "verbessert". Dies wiederum führt zu einem kälteren unteren Wandanschluss und somit auch wieder zu mehr Tauwasser.
So und nun kommen manche Menschen auf die Idee diesen Bereich zu erwärmen. Nicht schlecht der Gedanke, aber es sollte dann auch geplant werden was sinnvoll dagegen (Tauwasser) gemacht wird.
Die pauschalen Empfehlungen helfen da oft nicht aus.
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Nun es ist schon beachtlich wie mit nur sehr geringer Feuchte die Dämmung sehr stark abnimmt. Sicher müsste man das bestehende Mauerwerk genauer prüfen um diese Werte für den verwendeten Baustoff zu ermitteln...
Zum Verständnis sollte es jedoch erstmal ausreichen.



Sanierputz ist eine klare und geprüfte Definition nach WTA...



..aber es gibt auch andere Putze.
Welche Eigenschaften diese aufweisen kann jeder Hersteller selbst festlegen.
Als qualifizierte Bauunternehmen sollten doch Produkte verarbeitet werden die den "Regeln der Technik" entsprechen und wenigstens die Vorgaben der Normen entsprechen.
Es mag ja sein, dass der eine oder andere Putz auch an der Wand hält und auch einige Jahre gut aussieht.
Man muss jedoch den Bauherrn explizied darüber aufklären, dass es ein Produkt ist das nach dem anerkannten Regelwerk keine derartige Prüfung aufweist.
Und weiter frage ich mich - wie lange würde ein Sanierputz (WTA) halten.
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Anforderungen (Auszug der Prüfung - und Grundlage der Norm EN 998)
In den Tabellen 2 und 3 des neuen WTA-Merkblattes sind die Anforderungen von DIN EN 998-1 mit enthalten. Demnach kann die Prüfstelle neben der Prüfung nach WTA eine Prüfung nach Norm durchführen und die Ergebnisse in einem Formblatt zusammenfassen. Zukünftige Prüfzeugnisse enthalten dann die Aussage ob das geprüfte System die Anforderungen nach der Norm und nach dem WTA-Merkblatt erfüllt. Es könnte der Fall eintreten, dass zwar die Anforderungen der Norm erfüllt werden jedoch die strengeren Anforderungen nach WTA nicht. Voraussetzung für die Erteilung von WTA-Zertifikaten ist nach wie vor die Erfüllung sämtlicher Anforderungen nach WTA-Merkblatt 2-9-04/D.



@Alle



...an dieser Stelle möchte ich mich mal für die wertvollen Informationen bedanken!
Ich habe beim Kauf vom Sanierputz darauf geachtet, dass dieser nach dem genannten WTA- Merkblatt zertifieziert ist.
Gestern habe ich angefangen den Sanier- Vorputz aufzubringen. Vorgabe war 60% Deckung der Wandfläche. Habe ich soweit glaub ich ganz passabel hinbekommen. Diesen Vorputz lasse ich jetzt eine Woche antrocknen,
Die Putzstärke der Wände beträgt etwa 4 cm.
Am Wochenende folgt dann die erste Schicht Sanierputz mit etwa 2 cm Stärke. Und dann hätte ich wieder eine Woche gewartet und die abschließende Schicht aufgezogen.
Habt Ihr noch ein paar Tipps welche ich beim Verputzen beachten sollte. Bzw. reicht meine Antrocknungszeit pro Schicht von einer Woche, oder soll ich lieber warten und 2 Wochen draus machen.
Das Haus wird regelmäßig geheizt im Moment, allerdings nicht in diesem Maß wie wenn schon jemand drin wohnt. Luftentfeuchter hätte ich auch noch, soll ich diesen mit hernehmen oder besser nicht?



Vorsicht mit der Trockenzeit...



..wenn Sie den Hersteller dazu befragen ist dies richtig. Hier kann keiner Angaben dazu machen, weil nicht jeder Hersteller die gleichen Bedingungen hat.
Bitte nur mit dem Hersteller sprechen.
Wenn man zu lange wartet tritt oft schon eine Hydrophobierung an der Oberfläche ein - was zu Haftungsproblemen führen kann.
Also Hersteller kontaktieren!