Schimmel oder Pilz oder...




Hallo,
in meinem alten Bauernhaus habe ich als Fundament im Innenbereich 50cm Kies, dann 30cm Blähton, dann Trasskalk mit Fußbodenheizung und darauf offenporigen Ziegel. Nun ist das Haus seit 3 Monaten nicht bewohnt und es bildet sich auf dem Boden stellenweise eine weiße Flockenschicht. Es sieht aus, als wären Pappelsamen o.ä. hineingeweht, ist aber eindeutig eine Reaktion des Steins. Wie kommt das, und was kann ich dagegen tun?



Salz



Könnte Salz sein.
Sieht fast aus wie Watte.
Und ist dort besonders stark, wo viel Feuchtigkeit verdunstet.



Stimme



meinem Vorredner zu.
In Wasser auflösen und einen Teststreifen (aus der Apotheke) reinhalten!
Gruß aus Dortmund
Harald Vidrik



Hallo



Danke für die schnelle Antwort!
Ja, sieht aus wie Watte - genau!
Habe keine Zeit für Apothekentest. Morgen kommen potenzielle Käufer für das Haus. Soll ich das einfach wegfegen oder behandeln und taucht das immer wieder auf oder soll ich einfach lüften?
Gru



Wenn Sie



Ihren Käufer bescheissen wollen, wässern Sie lieber, das wäscht das Salz rein. Verdunstung durch Lüften zieht es raus, das ist wie mit aridem und humidem Klime (Erdkundeunterricht in der Schule). Doch Vorsicht: hier liegen juristische Fallen.

Zur Sache: Es kommt immer wieder und ich will nicht ausschließen, daß es am Stein liegt, insbesondere wenn der aus einer nicht mehr nachvollziehbaren Wiederverwendung stammt. Wenn Sie keine Zeit für die Apotheke haben, lecken Sie doch mal dran und schreiben hier wie es geschmeckt hat.

Grüße vom Niederrhein



Haben



auch schon den Lecktest gemacht!
Wird wahrscheinlich nach Salz schmecken.
Gruß aus Dortmund
Harald VIdrik



Schimmel oder Pilz



Hier
noch ein Tip zur Salzbestimmung:
Nehmen sie etwas von dem Salz auf ein Stück Papier und zünden sie es an, damit kann man Nitrate sehr gut nachweisen, die in Bauernhäusern mit Viehhaltung verbreitet sind.
Aber egal, was für Salz das ist, es aus den Ziegeln zu kriegen ist schwer, sie werden damit leben müssen. Durch den Trasskalk wird noch lange Feuchtigkeit durch das Abbbinden des Kalkes in die Steine diffundieren, erst wenn der Fußbodenaufbau völlig trocken ist und von oben trocken bleibt, hören auch die Ausblühungen auf. Also nicht wischen!
Übrigens:
Für Fußbodenbeläge (außer in Kellern) wird Steinzeug verwendet, das dicht gesintert ist und nicht Steingut mit seinem hohen Porenanteil, jetzt wissen Sie auch warum. Also wenn schon mauerziegel als Fußbodenbelag zweckentfremden, dann bitte Klinker.
Sie haben übrigens Glück, das Sie bei Ihrer bergmännischen Tätigkeit beim Ausschachten nicht einen partiellen Grundbruch verursacht haben. Bei der Tiefe Ihres Fußbodenaufbaues (Wofür sind eigentlich die 50 cm Kies gut?) sind Sie sicher in den Bereich der Fundamentsohle geraten!

Viele Grüße
Georg Böttcher



Soviel Kies und keine Dämmung?



Sehr geehrter Herr Märtens,

dieser Kiesaufbau wäre nicht notwendig gewesen.

Was ich vermisse ist eine Dämmung? 30 cm Blähbeton sind schon ein ganz guter Anfang.

Ihr Floor wird dann vermutlich aus Salzen bestehen.

MfG Andrea



Was ich vermisse



ist eine ordentlich mit den Wänden verbügelte Betonplatte, die den zu erwartenden Einsturz Ihres Kellers verhindert. Nehmen Sie doch bitte den Hinweis von Georg Böttcher bitterernst !

Grüße vom verregneten Niederrhein



Es war Salpeter,



den ich jetzt behandelt habe - alles in Ordnung.
zu den anderen Antworten:
Ich will niemanden bescheißen, es soll nur ordentlich aussehen.
Ich habe gar keinen Keller, außerdem ist die Baumaßnahme schon 10 Jahre her und der Salpeter ist erst jetzt, nachdem es drei Monate leer steht, aufgetreten: Ich fühle mich auch im Nachhinnein vom meinem Architekten immer noch gut beraten. Der Kies ist als kapilarbrechende Schicht eingefüllt worden. Was wäre denn Ihre Alternative? Eine Sperrschicht wahrscheinlich, damit das Wasser schön von den Wänden hochgesaugt wird. In meinem Haus wurde bewußt auf verbügelten Beton u.ä. verzichtet. Man kann doch nicht klug reden, ohne sich ein Bild gemacht zu haben. Verschonen Sie mich doch bitte in Zukunft mit schlauen Ratschlägen. Ich weiß, dass es immer jemanden gibt, der es besser weiß.
Danke



Dann



bitte auch keine Fragen mehr stellen, die nicht präzise formuliert sind!
Wer klug fragt.........

Gruß aus Dortmund
Harald Vidrik