Salpeter

10.09.2006



hi leute hätte mal ne frage zu dem salpeter . habe mir ne Wohnung gemietet und da hat mir jemand gesagt ich hätte salpeter in der Küche und dem abstellraum und es sehr giftig wäre .da ich 3 kids habe , habe ich tierische angst dass sie mir krank erden . meine frage an euch . stimmt das , das es sehr giftig iss und wie kann ich den Schaden beheben ?? und hat jemand mal bilder wie salpeter richtig in der wohnung aussieht ?? vielen dank im vorraus



Salpeter



Sicher wo Kinder sind da sind sollten solche Faktoren beseitigt werden,nach meiner Meinung diese Flächen mit einen Industriestaubsauger reinigen ,erhältlich zum ausleihen bei jeden guten Baumaschienenhandel z.B MVS-Zeppelin.
Bei starken Befall entfernen und mit Luftkalk von Solubel neu verputzen. Tel.: Solubel 09126/4943 Herr. Ruf gibt weitere Infos zur Verarbeitung und Lieferung der Baustoffe.
Solange Ihre Kinder nicht täglich den Salpeter in den Mund nehmen dürfte es bis zur Sanierung kein Problem sein, achten sie als Eltern bitte darauf das dort erst einmal nicht gespielt wird.
Mfg Torsten Selle



Wieso nehmen Sie an, dass es Salpeter ist?



Hat dies jemand untersucht oder ist es so ein allgemeiner Ratschlag?
Salpeter kommt meist nur im Stall oder angrenzenden Räumen vor.
Evtl. geht es auch mit einer Tapete. Diese gibt es auch mit Metalleinlage.
Salpeter kann auch so aussehen.



Salpeter / Nitrate



Hallo Silvia

Mit der Bitte um Beachtung von Eddi Bromms Einwurf, hier einige Wissensgrundlagen zu Salpeter:

Salpeter ist der Trivialname für die Salze der Salpetersäure, die Nitrate.
Nitrat ist eine Verbindung, die aus den Elementen Stickstoff (N) und Sauerstoff (0) besteht. Die chemische Formel für Nitrat lautet NO3.-
Nitrat ist ein Stoff, der im Boden natürlicherweise vorkommt. Da Pflanzen den Stickstoff des Nitrates zum Aufbau von Eiweiß benötigen, ist dies auch sehr sinnvoll. Nitrat wird dem Boden als Dünger auch zusätzlich zugeführt, um die Erträge zu steigern.
Der Mensch nimmt Nitrat vorwiegend über pflanzliche Lebensmittel und das Trinkwasser auf. Nitrat selber ist nicht giftig. Es ist aber die Vorstufe des gesundheitsschädigenden Nitrits.

Nitrat kann von einigen Bakterien in Nitrit (NO2-) umgewandelt werden. Nitrit ist giftig und an der Bildung der krebserregenden Nitrosamine beteiligt. Chemisch ist die Umwandlung von Nitrat zu Nitrit eine Reduktion, die von der Nitratreduktase, ein in vielen Bakterien und Pilzen vorkommendem Enzym, durchgeführt wird.
Bei Nitrit liegt die tägliche durchschnittliche Aufnahme in Deutschland bei 2-5 mg/Tag. Auch hier liegt die Aufnahmemenge der Deutschen unter dem von der WHO tolerierten Grenzwert von 7,98 mg/Tag. Hauptlieferant des Nitrits sind gepökelte Fleischwaren.
Nitrit besitzt jedoch nicht nur die für das Pökeln sehr wünschenswerte, sondern auch gesundheitlich bedenkliche Eigenschaften. Das Hauptrisiko stellen die Nitrosamine dar, die mit sekundären Aminen gebildet werden. Unter ihnen befinden sich einige Cancerogene. Untersuchungen ergaben, daß Magenkrebs besonders häufig bei Personen auftritt, die vermehrt geräucherte und gepökelte Speisen sowie Salz verzehren.

Fleisch wird oft mit Nitritpökelsalz behandelt. Bei Einwirkung großer Hitze, z.B. beim Braten oder Grillen, können sich daraus Nitrosamine bilden.
Bemerkenswert ist, daß der N-Nitrosamin-Gehalt in über 180°C erhitzten Produkten (Wie liebe ich Bacon+Eggs!) stark ansteigt, Insofern die N-Nitrosamine allgemein zu einem erhöhten Krebsrisiko beitragen.

Nachdem ich aber nicht davon ausgehe, dass ihr die auftretenden Salze zum Würzen verwendet, sehe ich persönlich die direkte Gefahr einer Vergiftung als gering an. Ob allerdings die Wohnqualität insgesamt stimmt, kann ich von hier aus nicht beurteilen.


Gruß

Lutz Parisek



vielen dank



möchte mich recht herzlich bei euch für die antworten bedanken . ich habe mal en paar fotos gemacht davon weiss aber leider nur nicht wie ich die hier bei die antwort rein bekomme . liebe grüsse von silvia



Luftkalkputz auf Salz?



Wenn schon solche Tipps geäußert werden, dann bitte auch mit dem Hinweis, daß dieser Putz dann alsbald salzgesättigt und zermürbt von der Wand fallen wird, denn so funktionieren kapillaraktive Putze nun mal. Übrigens schließt der genannte Hersteller ausdrücklich salzbelastetes Mauerwerk als geeigneten Untergrund aus, es sei denn als Opferputz. Viele Grüße, Johannes Prickarz



Opferputz



Hallo Silvia, hallo Johannes

Vielleicht solte man den Begriff "Opferputz" dann doch noch näher erläutern. Heute kam gerade der Gelbdruck des WTA Merkblattes zu diesem Thema auf meinen Schreibtisch. Hier ein kurzer Auszug:


"...Alle Putze, auch die mit vornehmlich ästhetischer Funktion, dienen dem Schutz von Mauerwerk. Die Nutzungsdauer dieser Putze beträgt in der Regel mehrere Jahrzehnte, in Ausnahmefällen bis zu Jahrhunderten.
Sind Putze als Verschleißschichten konzipiert und nur zum kurzzeitigen Schutz von Oberflächen vorgesehen (Monate bis wenige Jahre), so werden sie - unabhängig von ihrer Zusammensetzung - als Opferputze bezeichnet.
Opferputze sind zeitlich begrenzt anzuwendende Putze mit dem Ziel einer Sanierungswirkung oder Schutzfunktion. Zum einen sollen sie Feuchte- und Salzbelastungen ohne Schädigung des Untergrundes nach außen führen, zum anderen schützenswerte Oberflächen vor äußeren Einwirkungen (z.B. Temperatur, Feuchtigkeit oder mechanische Belastungen) bewahren. Aus Gründen der Reversibilität sollten sie leicht entfernbar sein. Gleichzeitig ist ein ausreichender Oberflächenkontakt für die Einwanderung von Salzen und / oder Feuchtigkeit erforderlich. Sind Opferputze speziell auf einen hohen Salzeintrag ausgelegt, werden sie als Kompressenputze bezeichnet.
Unter dem Aspekt der Salzreduzierung / Entsalzung nehmen die Opferputze eine Zwischenstellung zwischen den Kompressen und den Sanierputzsystemen ein. Kompressen werden kurzfristig über wenige Tage bis Wochen eingesetzt, Sanierputzsysteme erfüllen über viele Jahre ihre Aufgaben, die auch gestalterische Funktionen beinhalten können. Die Opferputze sind mit einer mittelfristigen Anwendungsdauer zwischen den beiden genannten Systemen einzuordnen...."


Gruß

Lutz Parisek



Ich bin kein Freund von Opferputzen....



dann doch lieber eine bestimmte Zeit mit Kompressen arbeiten.
Ist für den Geldbeutel schonender und für die Wand.
Noch dazu in der Wohnung.