Sachverständiger Kreis Amorbach 63916




Liebes Fachwerkforum,
wir stehen vor der Frage ein Fachwerkhaus am Flusslauf zu kaufen.
Bis auf kleinere Mängel sieht das Gebäude sehr gepflegt und gut aus.
Erbaut wurde es um 1800, hat also schon ein paar Jahre auf dem Buckel.
Ein Zimmermann hat bereits die Holzelemente begutachtet und als "gut erhalten" befunden.
Doch wenn wir die Seiten hier durchschauen und die vielen Möglichkeiten an versteckten Mängeln und Schädlingen sehen, befällt uns doch der Zweifel.

Vielleicht ist es doch besser, tatsächlich einen Sachverständigen hier um Rat zu fragen. Kennt jemand einen kompetenten Berater im Kreis Amorbach?
Und was würde solch ein Gutachten in etwa kosten?

Beste Grüße, Tom





Schauen Sie mal hier nach.
http://www.parisek-saniert.de
Sollte Ihre Ecke sein.

Grüße aus Schönebeck



Fachwerkhaus - Gutachten erstellen



Welche kleineren Mängel haben Sie erkennen können.
Wollen Sie Investitionen in der Modernisierung tätigen.
Sie können Zuschüsse/Darlehen beim Kauf erhalten.
Sie können Zuschüsse/Darlehen bei der Modernisierung erhalten.
Haben sie Einsicht in den Energieausweis für das Gebäude erhalten.

Nach Parametern kann eine Bewertung und Begutachtung erweitert werden. Hierdurch kann eine Wirtschaftlichkeitsanalyse der zu Tätigenden Maßnahmen durchgeführt werden.

Sie können auf der Seite www.reselw.de weitere Tipps erhalten.

Grüße aus Aidlingen



Ein Zimmerermeister



ist doch der beste Fachmann zur Beurteilung eines Fachwerkhauses.

Viele Grüße



Je mehr Augen drüber schauen, desto besser.



Wenn nach dem Kauf bestimmte Sanierungsmaßnahmen angestrebt werden, z.B. energetische Sanierung, können Sie einen Sachverständigen hinzuziehen. Diese sind dann auch staatlich gefördert. Einen Ansprechpartner finden Sie auch unter http://www.verbraucherzentrale-energieberatung.de/web/. Darüberhinaus bietet die örtliche LBS oft einen eigenen Sachverständigen an (kostenlos, wenn Sie einen LBS-Vertrag haben oder einen Absicht haben, einen abschließen zu wollen (müssen Sie aber nicht ;)). Wenn viel zu Renovieren ist, wäre doch ein Architekt für die Planungsphase ratsam (mit Erstellung der Kostenkalkulation). Kosten sind dann je nach Aufwand von ca. 60 € pro Stunde + MWSt oder ca. 1500 €.
Ich hatte vor dem Kauf alle 3 eingeladen + den Zuständigen der unteren Denkmalschutzbehörde. Das verunsichert jedoch etwas den Verkäufer ;)



Ohne Sachverständigen kein Hauskauf?



Danke Euch allen schonmal für die Tips.

Pauschal auch mal die Frage… Beim Kauf eines Fachwerkhauses würdet Ihr immer einen Sachverständigen zu Rate ziehen?
Oder handelt es sich da um eher eindeutig kritische Gebäude, in denen der Rat "teuer" und unverzichtbar ist.

Klar, das ist eine recht simple Frage.

Grüße vom Tom





Ohne Sachverständigen kein Hauskauf !!!

Es sei denn Zeit und Geld spielen keine Rolle.


Grüße aus Schönebeck



Immer kontrollieren lassen!



Hallo Tom,

ich hatte bei jeder Hausbesichtigung mit einem Kaufpotential einen Gutachter eingeladen. Die Kosten lagen bei 200 € pro Haus. Da aber grawierende Mängel entdeckt waren, die ich alleine aufgrund der kurzen Zeit nicht sehen würde, ist nur aus der dritten Immobilie "mein Haus" geworden. Ich würde es grundsätzlich immer so machen, auf jeden Fall, ob neu oder alt. Geld sparen sollte man an einer anderen Stelle. Und noch ein Tipp: wenn Sie ein Teil Ihres Hauses vermieten, sind diese Kosten auch steuerlich absetzbar ;)



Ohne Sachverständigen kein Hauskauf!



100% Zustimmung - und das für jedes Haus, egal wie alt. Das hat mit Fachwerkhaus oder Betonklotz nichts zu tun, es gab in jedem Jahrhundert Pfusch.
Wie melancholia schreibt schadet es auch nicht, den Ansprechpartner der unteren Denkmalschutzbehörde mitzunehmen, wenn Denkmalschutz eine Rolle spielt. Da klärt sich schnell ob die Ansichten über die Sanierung und zukünftige Nutzung zu weit auseinander liegen. Und ob es am Haus ungenehmigte "Verschönerungen" gibt, die Ihr als Käufer irgendwann ausbaden müsst...



Sachverständiger - aber was hat er zu tun?



Hallo zusammen,
die Frage nach dem Sachverständigen eröffnete mir jedoch noch viele weitere Fragen. Immerhin habe ich drei Angebote, die sich auf ca. 250 Euro belaufen zuzüglich Anfahrt.

Schön und gut!
ABER: was bringt mir das, wenn der Herr nur eine Begehung macht, die Wandfeuchte und Luftfeuchte misst, jedoch nicht hinter die Rigipswände und unter die Bodenfliesen ect. schaut.

Die erste Lösung bringt mir nicht wirklich viel, da ein entsprechende Gerät ausleihbar ist. Der Mensch bringt doch wirklich nur etwas, wenn er in allle Ritzen und Löcher schaut. Und welcher Verkäufer oder Immobilienmakler macht das mit?

Es ist also schnell gesagt: nie ohne Sachverständigen kaufen. Aber wie schaut das konkret aus? Wie seid Ihr vorgegangen?

Ein Sonntagsgruß, Tom





Hallo Tom,
ich hatte es so gemacht: einen Energieberater eingeladen (mit der Begründung: für das Haus soll ein Energiepass erst erstellt werden, da hatte auch der Makler nichts dagegen, sondern übernahm in meinem Fall sogar die Kosten). Der Energieberater war auch ein erfahrener Architekt, der über 3 Stunden das Haus unter die Lupe nahm. Oft gibt es auch nur kleine Hinweise auf mögliche Schäden: Setzrisse an der Außenwand: im Keller hat er daraufhin einen verrosteten Stahlträger gefunden, u.s.w. Nebenbei hatte ich so viel wie möglich dokumentiert. Zum zweiten wurde ein Architekt eingeladen, der die Kostenkalkulation erstellen sollte. Es ist auch völlig legitim, weder der Verkäufer noch der Makler sollte etwas dagegen haben: es geht ja um die Höhe des Kredites für den Hauskauf (ich hatte leider nicht so viel bar ;)). Genau das gleiche galt auch für den LBS-Sachverständigen: die Bank möchte ja nicht falsch investieren. Und der Ansprechpartner seitens Denkmalschutzes muss sowieso involviert werden: ist auch Architekt (theoretisch) und schaut genau zu. OK, zugegeben, die Verkäufer waren am Ende doch sehr gestresst. Aber sie haben das Haus doch verkauft ;).



Bauschäden erkennen!



Hallo zusammen,

aber immerhin geht es doch auch darum, versteckte, unerkannte Bauschäden zu erkennen. Wenn hier so viel die Rede von rigipsverkleideten Innenwänden die Rede ist, wo hinter der Schimmel blüht, dann bekomme ich echt Angst und denke, da müsste jemand das halbe Haus auseinander nehmen.

Grüße vom Tom



"Sachverständiger" muß nicht zwingend ein vereidigter Sachverständiger sein



Hallo Tom,

mit Sachverständigen meine ich nicht zwingend Leute die das auf der Visitenkarte stehen haben. Dein Zimmermann ist zum Beispiel jemand, der auch ohne überall alles aufzumachen sehr gute Hinweise geben kann. Gute Zimmerleute, Fachwerk-erfahrene Architekten und andere offizielle und inoffizielle Sachverständige ahnen, wo das Fachwerk kaputt ist - meist ohne teure Messgeräte. Ein Architekt der uns bei einer Hausbesichtigung beraten hat, nutzte das "Messgerät" Autoschlüssel: er hat damit an ein paar kritischen Balken im Keller getestet, wie gut sie in Schuss sind. Das ist sicherlich kein hypergenauer Test - gibt aber schon gute Hinweise. Ein guter "Sachverständiger" hat dabei den richtigen Riecher, wo etwas lauern kann. Und hat Erfahrungswerte, welche groben Kosten dabei auf Euch zukommen: Muss das Dach runter? Sind die Fenster "durch"? Wie kann man das Haus dämmen? Sind die bisher durchgeführten Sanierungsmaßnahmen vermutlich fachgerecht durchgeführt worden - oder hat jemand liebevoll und akribisch alle Gefache mit Silikon abgedichtet?

Das sind Dinge, die man mit einem Messgerät nicht findet. Hier ist halt Erfahrung gefragt, die wir selbst nicht haben / hatten und deswegen froh waren dass uns verschiedene "Sachverständige" begleitet haben.

Viele Grüße

Dirk



Kopf hoch!



Hallo Tom,

lass' Dich bitte nicht verunsichern! Ja, hinter Rigipswänden kann es schimmeln. Es muss aber nicht. Und das gilt für Fachwerkhäuser wie für niegelnagelneue Häuser. Als Therapie empfehle ich Häuslebauer-Sendungen, bei denen man Baupfusch auch in Reihenhaussiedlungen findet ohne Ende.
Du kannst bei keinem Haus in jede Ecke sehen. Aber Du kannst das Risiko reduzieren. Erzählt der Eigentümer stolz, dass er alles selbst gedämmt und mit Rigips verkleidet hat mit den tollen Tipps aus dem Heimwerker-Baumarkt? Dein Zimmermann warnt vor dem Wandaufbau? Dann kann man notfalls auch mal mit Genehmigung vom Eigentümer Wände aufmachen.

Alles wird gut... :)

Dirk

Ps: Schau' Dir doch mal unsere Bilder oder unsere Webseite an (im Profil verlinkt). Als Amateur schaut das alles sehr sehr schlimm aus, Zimmerleute und Architekt finden das alles völlig normal... so anders sehen Experten ein Haus.



Vertrauen ist gut . . . ??? Eure Meinung . . .



Hallo zusammen…

also mal angenommen jener Fall: das Gebäude sieht von innen wie außen sehr gut erhalten aus (immerhin 200 Jahre alt). Das Haus wurde 1980 renoviert (Heizung, Dach,…) und von innen ausgebaut.

Ein Zimmermann war auch da und hat das Haus als "gepflegt und gut in Schuss" betitelt. Und außerdem hat es einfach einen gewissen Charme.

Nun denn… würdet Ihr dann noch hingehen und die innenverkleideten Rigipswände öffnen, Fliesen im Erdgeschoss aufheben, Kellerwände entkleiden oder die teilgedämmte Außenfassade (80er Jahre, Außenisolierung, Ostseite) öffnen?????????

Würdet Ihr das machen? Oder würdet Ihr sagen… Preis handeln und einziehen und vertrauen???

Zugegeben, schwierige Frage…
ich möchte einfach nur mal so Eure Erfahrungen und Gedanken hören.

Danke und Grüße,
Tom



Ich bin nur Laie...



... was soll Dir da meine Meinung viel bringen? Oder die von jemandem der das Haus nie gesehen hat?

Aber trotzdem aus dem Bauch heraus: Wenn die Heizung 30 Jahre alt ist, kommen da recht bald Kosten auf Dich zu. Vor 30 Jahren hat man häufig anders saniert als man es heute tun würde. Wurden vor 30 Jahre Kunststoff-Fenster eingebaut?

Also weiter mein Rat: Such' Dir weitere (auch kostenlose) Experten, einen Heizungsbauer der mal über die Heizung schaut, eine Energieberatung schadet vielleicht auch nicht (wenn derjenige den Unterschied zwischen Fachwerkhaus und Niedrigenergiehaus versteht), ...

Ganz klar würde ich schon jetzt abraten, wenn Deine Finanzierung "spitz auf Knopf" gerechnet ist, Dir unvorhergesehene Mehrkosten von 5000 Euro den Traum vom Haus zerstören würden. Denn die sind ganz schnell mal eben irgendwo "futsch" - egal wie alt das Haus ist.

Kopf hoch!

Dirk



Wer nicht wagt...



Tom, der Kauf eines Hauses: es ist am Ende doch eine sehr persönliche Entscheidung! Natürlich kann man (und sollte man auch!) die möglichen Risiken einschränken und ca. 20% des Renovierungsbudgets extra vorsehen. Mein Rat: nehmen Sie sich vor allem ausreichend Zeit für die Planung! Dadurch lassen sich schon einige Kosten sparen. Aber, wenn das Haus Ihnen einfach gefällt: dann kaufen Sie!



Liebe/r Melancholia...



... bisher konnte ich jede Zeile die Du zum Thema geschrieben hast unterschreiben - aber die nicht:

"Aber, wenn das Haus Ihnen einfach gefällt: dann kaufen Sie!"

Bitte, bitte nicht. Das geht nur, wenn man Geld, Zeit und Nerven ohne Ende hat. Und die dazugehörige Familie auch.

Ja, wir haben uns auch in unser "Ruinchen" verliebt, haben die nicht sonderlich rationale Entscheidung zum "Kauf" getroffen. Aber wir haben vorher monatelang geplant, Denkmalschützer und IGB'ler gequält, unzählige Bücher verschlungen, zwei Architekten haben unabhängig voneinander Kostenschätzungen erstellt - und können immer noch nicht sagen, wo wir mit den Kosten rauskommen. (Ok, wahrscheinlich sind wir das größte Kostenrisiko! Als Eigentümer kommt man auf ganz schön teure Ideen...)

Das Herz muss bei Eurem Traumhaus hüpfen - aber auch Finanzierung und Kostenschätzungen sollten bitte mit ausreichendem Puffer zueinander passen...

Dirk



Moin Tom,



deine Ängste können wir dir hier nicht nehmen......und ein paar blutige Erfahrungen wirst du wahrscheinlich auch machen müssen.

Aber letzendlich entscheidet sich alles am konkreten Problem im konkreten Objekt: Also Fotos machen und hier einstellen - zusammen mit den Meinungen, die du vor Ort gesammelt hast, kannst du dir dann ein Bild machen.

No risc - no fun!

;-), Boris

P.S. Psst: Es gibt auch funktionierende Rigipswände in über 100 Jahre alten Fachwerkhäusern. Aber sach' keinem hier, dass du das von mir hast........



Kosten für Sachverständiger



Hallo,

ich habe einen Architekten und Baubiologen gefunden, der mir das Haus begutachten wird/kann. Dabei geht es um eine Ansichtnahme; es werden also keine Wände etc. geöffnet. Kostenpunkt liegt bei 500-600€ inkl. Fotos und Bericht sowie Kostenaufrechnung für eventuelle Änderungen am Haus.

Was meint die Fachwerkgemeinde? Preis ok.?

Grüße an Alle,
Tom



Geiz ist Geil - Oder Kompetenz hat Ihren Preis



Hallo Tom,

Sie haben es nicht leicht mit Ihrem Fachwerkhaus am Flusslauf einen Sachverständigen zu finden zwischen Kostenlos und Kostet.

Nehmen Sie die Kosten für die Beratungen in Abwägung Ihrer Investitionen in "Kauf".

Es soll nicht Ihr Schaden sein.

Grüße aus Aidlingen



Die Kosten für einen Gutachter



... und auch unter Umständen für den Architekt in der Planungsphase sind eine lohnenswerte Investition! Außerdem, wenn Sie wirklich sparen wollen, nehmen Sie eine der "kostenlosen" Varianten in Anspruch! Wenn es Ihnen etwas mehr Sicherheit geben kann, wäre ich bereit, von Weinheim aus einen kleinen Ausflug nach Amorbach zu machen ;). Melden Sie sich dann bei mir.