Fachwerkhaus in Russland

23.08.2004



Gruß an Alle !

Ich habe vor nach Russland (Ural-Gebiet) dienstlich umzuziehen. Bin von Fachwerkhäusern fasziniert. Bin selbst Bauingenieur.
Frage: Wie soll der Aussenwandaufbau aussehen (Holzfaserplatten-Lehmziegel-Holzdielen ?) um ausreichende Wärmedämmung zu gewehren bei Aussentemperatur bis -35 Grad.
Werde sehr dankbar für Ausführungsinformation für leichtlehmsteine.

Alexander



Info bei Claytec



Hallo Alexander

unter www.claytec.de gibt es gute Infos zu Leichtlehmprodukten und auch Arbeitsblätter zur Verarbeitung und zu Konstruktionsaufbauten.
Schöne Grüsse aus Franken.



Umzug



Ich würde mich vor allen Dingen zuerst über alte vor Ort übliche Konstruktionen und Materialien informieren und dann versuchen diese auf einen heutigen Standard umzukonstruieren und hierbei Mängel alter Konstruktionen durch das heutige Wissen auszugleichen. Das Handwerkszeug dazu sollte Ihnen als Bauingenieur eigendlich zur Verfügung stehen. Als Grundsatz sollte jedoch gelten: Finger weg von synthetischen Baustoffen zurück zu Naturbaustoffen. Wird das eingehalten kann nicht mehr viel schief gehen.
Insgesamt ist das sicher eine spannende Aufgabe und ich würde mich über einen Austausch sehr freuen.



Fachwerkhaus in Russland



Vielen Dank für die Antwort.

Zur Zeit liefern wir Baustammhäuser aus Russland nach Deutschland.
Vielleicht ist die Zeit gekommen auch die Fachwerkhäuser als Bausatz aus Lärchenholz nach Deutschland zu liefern?
Wenn ich so weit bin, werde ich mich beim Forum melden und die Ergebnisse schildern.

MfG Alexander



Ob ein 'Baumstammhaus'



aus Russland, oder sonstwoher, wirklich auf ein 300 m² Grundstück in einem deutschen Neubaugebiet mit Lebensbaumhecke und Gartenhütte im Alpenstil, gehört, wäre dann noch zu diskutieren.





...nun ja. das thema ist allemal eine diskussion wert.
das hochgehandelte landschaftstypische bauen.
landschaftstypisches bauen, was ist das?
erstmal doch, das vorhandene, im laufe der zeit entstandene zu pflegen und zu erhalten. unbestritten!
das sind unsere geliebten fachwerkhäuser, ländliche anwesen in allerlei bauweisen, aus allen jahrhunderten,... oh dazwischen ist aber immermal etwas passiert, einwanderer, weltenbummler, studierte und erneuerer, haben bilder, thesen, technologien udgl. mitgebracht und angewendet. dies lässt sich überall, ob gut oder schlecht, erfahren. blockhäuser wären da nicht das schlechteste, kommt darauf an wie diese interpretiert werden, allemal ein bischen fremd aufjedenfall. jetzt können wir noch abwägen wie ökologisch ein import/export ist?...und gleichzeitig die ökobilanz der häuschen auf 300qm mit Gartenhaus dagegenrechnen! und zum Fachwerk im ural die überlegung des klimas und des sinn oder unsinn eines fw im ural nachdenken. (sicher eher unsinnig)...es handelt sich ja dann nur noch um einen gag oder um ein pontemkinsches dorf, oder wie??
Dies erstmal ein bischen als gedanken und anriss zur diskussion mit der hoffnung auf mehr.
Gruss
christian bernard



noch ein bischen mehr



... ich habe eigendlich gar kein Problem damit, dass Baustile aus anderen Teilen der Welt in die verschiedenen Regionen in Deutschland importiert werden. Ich habe ein gößeres Problem damit, dass die Randbedingungen häufig nicht bedacht werden. Während ein Blockhaus aus Canada auf mich den Eindruck macht, dass es noch einen Quadratkilometer Wald im direkten Umfeld und einen See vor der Haustüre braucht, um zur Wirkung zu kommen, sind die kleinen farbigen Häuser aus Schweden oder Dänemark in unseren Baugebieten (ich schreibe aus dem Raum Aachen) ein echter Lichtblick.
Stirnrunzeln verursachen mir aber immer wieder die Grundstücke, wo im vorderen Bereich ein hypermodernes Architektenhaus aus Beton und Stahl die Nachbarbebauung erschlägt und im hinteren Bereich die Bayernhütte für ländliche Idylle sorgen soll. Und diese Dinge spielen auch immer wieder beim Bauen im Bestand oder bei der Sanierung oder Umnutzung eine große Rolle.
Darüber hinaus spielen natürlich die bauphysikalisch erproben Konstruktionen der Regionen eine große Rolle für ein funktionierendes Gebäude.



Regionatypisch modernisiert!



Einer der Vorredner sprach es bereits an, sich über die überlieferten regionaltypischen Bausysteme kundig zu machen.
Wenn in dieser von Ihnen angedachten Bauvariante als Fachwerkhaus mit Lehmausfachung Ihr neues Domizil entstehen soll, dann würde ich innenseitig eine komplette lehmgestampfte Innenschale vorsetzen.
Dieses Material ist garantiert vor Ort fündig und kann mit dortiger Technik aufbereitet werden.
Ähnlich des nebenstehenden Bildes.

Zu weiteren Fragen stehe ich Ihnen gern bereit.
Mit freundlichen Grüßen
schon etwas näher an der russischen Region wohnend (Lausitz) verbleibt der Lehmbauer Udo.



Praktikum in Russland



Hallo Alexander.
Ich studiere an der BTU Cottbus Bauingenieurwesen. Im letzen Sommer war ich für 3 Monate in Russalnd und bin total fasziniert von diesem Land.
Ich bin auf der Suche nach einem Praktikum in Russland. Irgendwie ist die Suche kompliziert. Können sie mir da helfen.

Im Voraus vielen Dank für jede Hilfe, denn ein Praktikum vermittelndes Forum ist es hier ja wahrlich nicht.
Danke Uli




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