Rostflecken durch Lehm???

25.01.2008



Hallo, beigefügtes Bild zeigt einen solchen Fleck ,der bei uns an ein paar Stellen aufgetaucht ist. Auf dem beigefügten Bild ist der Putz noch feucht, jedoch haben wir solche Flecken auch auf total durchgetrockneten Wänden(dazu habe ich nur kein schönes Bild gefunden).
Wie kann man das beheben? Welche Arbeitsschritte sind erforderlich? Kann man das überhaupt rückgängig machen?



Recherche



Am Plastefenster wird es sicherlich erst einmal nicht liegen.
Was war das für ein Raum bzw. was war vorher auf den Wänden?
Was wurde für ein Lehmputz verwendet (Hersteller, verarbeiter)?

So wie es hier sich abzeichnet, ist sicherlich Metall im Wandbereich (abgebrochene Nägel, Klammern, Tapetenstifte) dafür verantwortlich.

Hier einfach etwas einnässen und dann aufkratzen und im Untergrund schauen, ob sich dies bewahrheitet.
Wenn ja, entfernen und einfach wieder den Punkt verputzen.
Schauen, daß die Gesamtfläche nochmals mit überschwammt wird, um diesen Bereich optisch zu vereinen.

Viel Erefolg

Udo





Das warwen auch schon vorher Wohnräume.
Lehmputz von Claytec(grob/fein/Struktur bzw. Feinputz)
Verarbeitet durch Fachbetrieb
Im Untergrund wurde mit Putzgittern gearbeitet.
Im Ursprungszustand der Wände befand sich solches auch bereits dort, wir haben es jedoch erneuert und es wurden auch nicht rostende Nägel (ich glaube verzinkt) verwendet.
Und beim Öffnen der Stellen an der Wand wird es dann nicht zu einer Vermischung von Unterputz und Oberputz kommen?



Was verstehen Sie unter Putzgitter?



Rabbitzgewebe etwa?
Ist völlig unsinnig, da im Unterputz mit Glasfaserarmierung in dessen Oberfläche gearbeitet wird!

Lt. Ihres Fotos hätte dies ausgereicht.
Desweiteren sind Ihre gesamten Installationseinbauten mit Gips ausgeführt worden, was bei Lehmausbaulösungen nicht sein sollte. Ihr Fachbetrieb dürfte diese Dinge aber wissen und hätte Sie auch darauf hinweisen sollen.
Wird aber nicht unbedingt jetzt locker werden!

Streckmetalleinlagen, Eckschutzschienen etc., welche nur verzinkt sind, werden stets zu Rostfleckenbildung neigen können, da man ja automatisch mit Werkzeugen auf deren Oberflächen bei der Überarbeitung herumkratzt.
Oder weil es eben mit einem Winkelschneider eingekürzt bzw. geschnitten wurde, ist an diesen Stellen nun keine Verzinkung mehr vorhanden.

Was sollte diese Befürchtung mit der Vermischung?

Sie können mich ja auch kurz dazu einmal anrufen, um daß ich Ihnen noch ein paar Dinge abfragen und auch verständlicher erläutern kann (035936-45398 oder 0160-7226041).


Hilfreiche Grüße
Udo



Sperrlack



Ich hatte ein ähnliches Phenomen an den Stellen, an denen ich ein Streckmetall mit nicht verzinkten Stahlstiften befestigt habe (... ich Honk).
Allerdings habe ich mich gegen das Aufkratzen des Putzes entschieden, sondern habe die betroffenen Stellen grosszügig mit einem auf Shelllack basierendem Sperrgrund überstrichen.
Das hat geholfen, der Rost schlägt nicht durch den Endanstrich durch.
Die bessere Methode ist natürlich die von Udo vorgeschlagene ... wenn man sich dazu durchringen kann ;-)





Hallo Udo,
kann ich heute Nachmittag so gegen ca. 17 Uhr auch noch anrufen? Würde die Telefonberatung gerne in Anspruch nehmen, aber jetzt geht es leider nicht.

Hallo Jens,
Mh, die Wände sind aber nun eigenltich schon endbehandelt, wenn ich Dich richtig verstanden habe, müsste dann dem Schellack nochmal der Feinputz folgen, oder?



Fach-Gerede



Geht natürlich!
In Erwartung bis dahin,

Udo



Der Sperrgrund



kam natürlich vor dem eigentlich Farbauftrag direkt auf den Lehm.



Rostflecken



können mit 10%iger Oxalsäure (nicht aufstreichen, punktuell tupfen) beseitigt werden.

Danach sollte es aber nicht mehr sehr feucht werden.

Grüße

Thomas



@elmo



Möchte mich nochmals für das nette Telefonat mit Ihnen bedanken und unseren Dank für das ausgesprochene Vertrauen aussprechen.
Nach der durchgeführten Analyse würde uns eine Nachinformation sehr freuen.
Lassen Sie es uns wissen, was da entstanden ist, Frau Modenbach?

Ein schönes Wochenende

Udo Mühle





Hallo,
unser "Lehmbauer" ist im Endeffekt so vorgegangen:
Er hat den Lehm nicht eingenässt, sondern an den Roststellen einfach vorsichtig abgekrazt.
Dann hat er die Stelle auf Nägel,.. untersucht, ggfs. entfernt. An den Stellen an denen Streckmetall hinterlag hat er den Zustand belassen wie er war, auch nicht mit Lack o.ä. bearbeitet.
Im Anschluss hat er das ganze wieder mit Putz verschlossen, hat aber nach jedem Einfügen von Lehm diesen mit einem Heißluftföhn getrocknet. War etwas langwierig, aber es sind keine Flecken mehr durchgekommen und das ist ja nun schon fast 1 Monat vorbei.
Scheint also zu funktionieren.