sanierung

17.11.2009



hallo liebe fachwerkler !
ich habe mir günstig ein denkmalgeschütztes haus gekauft.
die Außenfassade ist in einem guten zustand und bedarf nur weniger ausbesserungen mit Lehmputz und kalkfarben.
die arbeiten erfolgen selbstverständlich nach rücksprache mit dem bauamt/denkmalpfleger.
der Innenbereich stellt mich hingegen vor deutlich größere herausforderungen.
neben Heizung und warmwasser, muss ebenfalls die elektik erneuert werden.
nun habe ich allerdings einge fragen:
die antworten beziehen sch auf das kleinste anzunehmende budget; dennoch will ich nix bauphysikalisch falsches machen.
1.) ich werde die gesamte elektik Unterputz Verlegen (ggf in die alten, vorhanden kabelkanäle) was muss hierbei bzgl vde beachtet werden ? gibtz da forderungen nach gewinnsen abständen zwischen den leitungen ?
2.) können die elektrischen leitungen bedenkenlos in ein lehmputz installiert werden ?
3.) dürfen die heizungsrohre im Gebäude unisoliert verlegt werden, damit die "abwärme" zum heizen von z.b. fluren verwendet werden kann ?
4.) macht dies bei Warmwasser auch sinn, oder sollte man diese rohre ebenfalls unterputz mit entsprechender Isolierung verwenden ? besteht bei einer entsprechenden isolierung - min stärke rohrdurchmesser - eine gefahr der rissbildung im Putz ? wieviel cm müßte z.b. die lehmschicht über der rohrisolierung sein, damit sie nicht reißen kann ?
danke für eure preisgünstigen lösungsvorschläge
grüße



Hm - lohnt sich das?



Hallo

Ich habe kürzlich auch ein altes Haus weitgehend sanieren lassen. Ich frag mich, ob sich das lohnt, die Elektrik selbst zu verlegen - das war bei mir so billig (4000 € für das ganze Haus - 148 qm), dass ich das kaum selbst günstiger hätte machen können, weil ich das Material nicht so billig bekomme wie das Elektrikunternehmen, und weil ich die Arbeit ja auch von der Steuer absetzen konnte.

Die Leitungen wurden übrigens in Lehmputz verlegt, es gab keine besonderen Probleme (ausser Dreck ohne Ende).

Bei den Rohren: da gibt es die Vorschrift, in unbeheizten Räumen zu dämmen. Nachdem der Flur aber nicht unbeheizt sein soll, gilt das wahrscheinlich nicht. Ich weiss aber aus eigener Erfahrung, dass das nicht viel bringt, man kann den Flur damit nicht heizen (oder nur auf 10 - 12 Grad). Wenn ich bei mir die Heizkörper abdrehe, bleibt es im Flur nämlich kalt! obwohl da alle Heizungsrohre durchgehen.

Gutes Gelingen

stt





Ich würde alle warmwasserführenden Rohre isolieren. Das verhindert auch Knackgeräusche bei Temperaturänderungen oder sogar Spannungsrisse. Für die Wärmeabgabe sind die Heizkörper oder sonstigen dafür vorgesehene Flächen da, nicht die Rohre! Bei Warmwasserleitungen geringsten ausreichenden Leitungsquerschnitt und kurze Leitungswege vorsehen, um das Rohrvolumen geringzuhalten, da diese Warmwassermenge bei jeder Wasserentnahme im Rohr bleibt, was als Energieverlust anzusehen ist.
Bei der Elektrik Leerrohre mit ausreichendem Querschnitt einlegen und Mindestkurvenradien beachten, um das Einziehen nicht zur Qual werden zu lassen. Genügend Leerdosen und Wechselschaltungen vorsehen - eigenartigerweise stehen die Möbel trotz scheinbar sorgfältiger Plaung dann doch immer vor den Steckdosen.
Bei Elektroinstallationen in trockenen Räumen ist hauptsächlich zu beachten, dass getrennte Stromkreise in getrennte Rohre und Dosen gehören.
Ich habe übrigens gerade bei der Elektroinstallation durch Eigenleistungen sehr viel Geld gespart. Bei Festpreisofferten sind die Monteure immer der Versuchung ausgesetzt, mit den Leitungen den einfachsten Weg zu gehen, was der Ästhetik im Altbau nicht förderlich ist. Am besten planen Sie, was sie wo installiert haben wollen, und suchen sich dann einen Elektroinstallateur, über welchen Sie auch das Material beziehen und der dann die Verdrahtung und die Abnahme besorgt. Klare Abmachungen vor Beginn der Arbeiten treffen, damit Sie nicht nachher das Gefühl haben, sie müssten den Monteur für Ihre Eigenleistungen bezahlen.