Holzfaserplatten und bestehende Heizungsrohre

15.10.2010



Hi,
wir haben uns nun dazu entschieden einen Teil unseres Hauses mit Holzfaserplatten (Pavadentro) zu dämmen. Der Heizungsmonteur macht es uns recht einfach indem er uns empfohlen hat, die bestehnde Verrohrung weiter zu verwenden, er würde nur die Heizkörper abnehmen und die Anschlüsse um die Dämmstärke verlängern und nach der Dämmung die Heizkörper wieder ansetzen. Dies würde aber eine Veringerung der Dämmdicke an den Rohren bedingen, dadurch würde sich doch auch der Taupunkt verschieben, oder? Besteht da die Gefahr, dass sich das Wasser vermehrt an den Rohren niederschlägt und diese evtl. korrodieren? Hat jemand Erfahrung mit diesem Produkt (speziell im Bereich Küche und im Aufhängen schwerer Lasten)?

Meinen Gruss und vielen Dank im Voraus
Jörg Appel



Innendämmung



Was für Wasser soll sich an den Rohren niederschlagen?
Warum soll sich der Taupunkt verschieben?



Gedankengang dazu...



Bei einem der Räume handelt es sich um die Küche, Geschirrspüler, Herd und Spüle sind relativ konzentriert in einem Bereich des Zimmers. Dort wird die Luftfeuchtigkeit wahrscheinlich recht hoch sein und ich habe Bedenken, dass es da zu Problemen kommen kann.
An der Stelle wo die Rohre verlaufen, soll ein Kanal in die Dämmung geschnitten werden. Die effektive Dicke der Dämmung wird dadurch um min. 2cm verringert, dass dies über die Gesamtfläche nicht zu Taupunktverschiebeungen kommt kann ich mir denken, wie ist es aber im Mikroklima um das Rohr? Oder ist das völlig zu vernachlässigen?

Gruss Jörg



Innendämmung



Es geht doch hier um Heizungsrohre, richtig?
Und die sind zumindest im Winter warm, oder?
Wie kann sich da Tauwasser bilden?


Viele Grüße

p.s. Haben Sie sich einmal intensiver mit der Funktion einer Innendämmung beschäftigt?
Hier im Forum finden Sie mit etwas Stöbern eine Menge Informationen, die Ihnen sicher nützlich sein können.





Kondensat, verursacht durch die Heizungsrohre, wird es definitiv nicht geben, das fällt kann nur auf Oberflächen ausfallen die kälter sind als die Umgebungstemperatur.

Ich zweifele aber den Sinn der Maßnahme an.
Schließlich heizen Sie mit den Rohren die außen, im kalten liegenden Bereiche der Wand.

Wer A sagt muss auch B sagen!
Die Rohre sollten als schon vor die Dämmung.

Grüße aus Schönebeck



Mal anders formuliert...



Ich dämme meine Küche komplett, aber meine Heizungsrohre garnicht, dann herrscht in der Küche sicherlich ein anderes Klima als um meine Heizungsrohre (nicht isoliert), das sollte ich richtig verstanden haben, oder? Sind die Rohre heiß, so wie es im Winter der Fall ist, wird da sicherlich kein Wasser kondensieren, wie ist es den im umgekehrten Fall? Wenn die Rohre nur 15°C warm sind, sich der Stein aber auf 30°C erwärmt. Was passiert dann, schlägt sich dann Wasser nieder?

@Hr. Böttcher: Sehr geehrtes Forumsmitglied, ich habe mich durchaus mit dem Thema Dämmung befasst, ansonten wäre mir diese Frage nicht gekommen. Vielleicht habe ich mich sehr mißverständlich ausgedrückt, das würde mir leid tun. Eine einfache Antwort wie Ja, das gibt Probleme, oder Nein, da sind keine zu erwarten reicht mir schon!





Wenn Kondensat anfällt, dann passiert das nur auf Flächen deren Temperatur unterhalb des Taupunktes liegt.

Wenn die Raumtemperatur im Sommer 20°C beträgt müsste die rel. LF um den Taupunkt (15,48°C) zu unterschreiten bei 75% liegen.

Von außen gilt rein rechnerisch das gleiche, nur wird in der Praxis relativ wenig Wasserdampf den gesamten Mauerquerschnitt passieren.
Mal abgesehen davon, das sich die Heizungsrohre im Sommer auch mehr den Temperaturen des Mauerwerk annähren.

Einzige Ausnahme sind Kaltwasserleitungen, die werden aber auch durch regelmäßige Wasserentnahme immer wieder gekühlt.

Den Taupunkt können Sie einer Taupunkttabelle entnehmen.


Grüße aus Schönebeck



Super



...danke für die Antwort :)