Fußbodenheizung, Rohrabstand, Estrich einbringen.

26.03.2009



Hallo, wir haben eine Fußbodenheizung in einem Bestehenden Altbau geplant und haben hier noch die eine oder andere Frage. Unser Haus ist zwar alt aber sonst ganz gut isoliert und hat überall Heizkörper. Eine Vorlaufthemperatur von 45 hat bis jetzt prima ausgereicht und wir hatten jetzt folgendes vor:

Rohr 17x2 wählen
• An den selber Verteiler anschließen (45 deg)
• Verlegeabstand 15cm wählen
• Dann 6cm Estrich und Fliesen

Ist so ein Vorgehen OK?

Hat jemand da Erfahrungswerte? Nicht dass es zu Heis bzw. zu Kalt wird … Habe da noch die Frage zur Ausführung: Kann man den Estrich auf kaltes Rohr einbringen oder muss es unbedingt heiß sein?

Würde mich über Beiträge und Diskussionen freuen! Danke, Lina



Hallo Lina,



unter der Fußbodenheizung sollte auf jeden Fall eine Isolioerung sitzen.

Was meinst Du mit 45 deg? = °C Ist recht viel für die Fußbodneheizung. Besser 40°C oder 35°C.

Das Rohr muß kalt sein da sonst der Mörtel aufbrennt (trocknet zu schnell und entwickelt keine Festigkeit).


Was für ein Rohr ( Material) wählt Ihr? Sollte 100% sauerstoffdicht sein!

Ich persönlich würde Dir dennoch eher zur Wandheizung raten.

Grüße Gerd



Bypass



Hallo,
Wenn Sie die Fußbodenheizung an den Kreislauf der Heizkörper anschließen , müssen Sie einen hydraulischen Abgleich machen. Sonst werden die Heizkörper zuerst bedient , weil die Strömungsverluste der FBHZ größer sind.
Ausserden ist 45 grad C zu heiß.
Wie soll denn die FBHZ reguliert werden?
Es gibt Kleinflächenregelstationen, die mit einem Bypass zwischen Vor- und Rücklauf arbeiten. Hier ist auch eine Pumpe drin. (25 W) Außerdem ein Termostatventil mit Stellmotor und Raumthermostat.
Auf jeden Fall würde ich 2 Kreisläufe einbauen.
Viele Grüße



Hallo und danke für die Beiträge:



Bei unter 45 reicht es aber nicht mehr für andere Räume die mit Heizkörpern beheizt werden. Damit es nicht zu heiß wird wollen wir einfach den Abstand zwischen den Rohren vergrößern (nicht 10 wie üblich sondern 15)

Das mit dem kalt vergiesen kann ich nicht so recht nachvollziehen. Wenn das Rohr dann später heiß wird, wird es sich ausdehnen und ev. den Estrich aufsprengen .... oder? Rohr ist 17x2, Vollkunststoff und Sauerstoffdicht.

Wandheizung hatten wir uns (für ein anderes Zimmer) auch überlegt. Was würden Sie empfehlen? 16x2 Verbundrohr + Warm verputzen?

Nur zu Verständniss: ich mache einen "hydraulischen Abgleich" damit die Strömungsgeschwindigkeit in allen Zuleitungen gleich ist ... Soweit kann ich es nachvollziehen - wie ich das aber kontroliere ist mir ein Rätzel ... Durch Topmesser? (unsere Verteiler haben welche) Die Zuleitung wird mit einer Raumthermostat pro Zimmmer und einem STellantrieb pro Zimmer gesteuert (Heizkörper haben keine Termostate) Der Raumthermostat hängt neben dem Eingang uns ist (bzw. wird noch) mit den Stellantrieben verbunden. Wie mache ich einen Hydraulischen Ausgleich? Haben Sie ev. ein Rechenbeispiel für mich? Danke, Lina



Estrich und Fußbodenheizung



Hallo Lina,

habe gerade selber eine Fußbodenheizung verlegt bzw. Verlegen lassen. Habe mich aufgrund der geringen Aufbauhöhe für ein Cufix-System entschieden. Entscheidend war hierbei

Trennfolie zwischen den CU-Rohren

Einbringen des Estrichs bei kalten Rohren

Durchlauf eines speziellen Heizprogramms über ca 2 Wochen mit einem vorgeschriebenen Temperaturprofil. Habe extra ein Steuergerät von dem Hersteller unserer Heizanlage erhalten.

Estrichüberdeckung von 40 mm über Rohroberkante bei mir ausreichend; zuviel Überdeckung führt zu schlechteter Heizleistung

Vorlauftemperaturen von 45°C halte ich auch für zu hoch - weiß, dass bei mir ein Temperaturschutz installiert wurde, der bei ca. 40°C abschaltet.

Wichtig ist wie schon gesagt eine gute Isolierung nach unten und idealerweise eine Alukaschierung zur Wärmeverteilung.

Kann Dir nur raten hier mit dem Sanitärmeister Deines Vertrauens zu sprechen

Gruss
Volker



Und Euer Heizungsbauer?



Warum lässt der Euch allein auf weiter Flur?
Oder macht ihr hier Alleinausflüge, um Geld zu sparen?

Der Estrich ist immer im kalten Zustand einzubauen und wird dann nach vorgeschriebenen Daten langsam hochgeheizt.
Volker sagte da bereits einiges dazu!
Habt Ihr einen Anhydrit- oder Zementestrich vor?

Warum baut Ihr Euch nicht ein sogenanntes Lithothermsystem ein?
Und Vorlauftemperaturen von über 30°C im Fußboden sind sowie so gesundheitlich kritisch.
Was hattet Ihr bisher als Fußboden und warum diese Entscheidung?

Klärende Antworten und Grüße,
Udo



Hallo,



was spricht gegen "Alleingänge" um Geld zu sparen. Aus meiner Sicht erst mal nichts.

An den Topmetern (Durchflußmenegenregelern) läßt sich wie der Name schon sagt die Durchflußmenge regeln.

Kleine Kreise (z.B. wenig Rohr) habe eine großen Durchfluß lange Kreise eine kleinen da hier mehr Wiederstand vorliegt.

Die Durchflußmengenregler lassen sich rein und rausrehen (hoher /kleiner Wiederstand).

Als Rohr empfehlen und verwenden wir ein spezielles 16 x 2 mm Rohr.

Anbei eie Grafik erklärende Grafik.

Viele Grüße Gerd





Ja wir machen es als internes Projekt … Ich setze mich mit den Themen auseinander und mache die Kalkulationen und mein Mann führt es dann aus! Hatten 4 Heizungsbauer vor Ort, jeder hat was anderes erzählt und wir machen es jetzt selber.

Wir haben einen Altbau mit Dielen bzw. Parkettböden überall und wollten die Küche und Flur jetzt mit Fliesen ausführen. In den Bereichen ist die Decke aus Beton und wir haben uns entschieden die Heizkörper zu entfernen und FBH zu verlegen. Da wir es aber nicht zu kompliziert machen möchten wollten wir die 2 Kreise (je ca. 100) mit so einem Abstand verlegen, dass es bei einer Vorlauftemperatur von 45 deg nicht zu heiß wird und die dann wieder an die Stelle anschießen wo die Heizkörper waren.

Das muss doch möglich sein – Wenn man die Vorlauftemperatur den Abstand so zu wählen dass die Fläche nicht über 30 deg erhitzt. Wenn einer hier Erfahrungswerte hat wären wir sehr dankbar!

Geplant war ein Zementestrich von ca. 6cm, Die Überdeckung wäre dann 4,4cm …

Wie macht man so einen Hydraulischen Ausgleich? Haben Sie ev. ein Rechenbeispiel für mich? Mit freundlichen Grüßen, Lina



Fußbodenheizung mit gleicher Vorlauftemperatur



Hallo Lina,

habe gestern mit dem Heizungsbauer meines Vertrauens gesprochen. Für einen solchen Fall, wie bei Euch, würde er das Rotex-System 70 anraten. Ist speziell für den Fall entwickelt, dass die FB mit der gleichen Vorlauftemperatur betrieben werden soll wie die Konvektoren.

Eine Regelung der Estrichtemperatur über die Abstände der der Rohre - mehr als fragwürdige Methode. Ihr wollt doch eine gleichmäßige Wärmeverteilung und nicht die Rohre mit den Füßen erfühlen wollen.

Auch könnt Ihr die Raumtemperatur nur unzulänglich über die Abstände der Rohre regulieren. Einfache und preiswerteste Methode ist hier ein normales Heizkörperventil, welches in den Zulauf der FB eingebaut wird (ist nicht DIN gerecht, funktioniert aber).

Aber bei allem dürft Ihr nicht die Isolierung unter der FB vergessen. Wenn Ihr nur insgesamt 6 cm Aufbauhöhe habt, solltet Ihr die Sache vergessen. Ohne Isolierung heizt Ihr mehr die darunterliegenden Räume. Bei mir haben die eine Isolierung der Klasse 030 mit einer Stärke von 50 mm eingebracht.

Gruß Volker