Kerndämmung

02.04.2007



Hallo,
wir sanieren gerade ein Klinkerreihenhaus von 1937 und überlegen als Wärmedämmmaßnahme eine Kerndämmung der 9cm- Luftschicht zwischen Klnkerfassade und tragendem Mauerwerk durchzuführen.
Hat jemand positive oder negative Erfahrungen mit einem bestimmten Dämmstoff bzw. Verfahren gemacht?
Gibt es bauphysikalische Bedenken oder bekannte Folgeschäden?



Gut gehts mit ..



z.B. Perlite . Guck doch :http://www.hyperdaemm.de/betrieb_wir.html
ist ein Hamburger Betrieb mit viel Erfahrung .
Gruß Jürgen Kube



warum den Kern überhaupt dämmen?



Eine stehende Luftschicht dämmt auch recht gut. Prüfen Sie mal nach, ob die Luftebene eine abgeschlossene Schicht darstellt.



@ Klaus Schillberg



Eine Perlitedämmung hat einen Lamdawert von 0,05 W/mK
9 cm stehende Luftschicht hat einen Lamda-Wert von 0,50 W/mK von einer recht guten Dämmung kann man da wohl nicht mehr reden.
Eine Schaumglasvariante anstelle von Perlite gibt es wohl auch.



@Fred Heim: führt das unterschiedliche Feuchte-Saugverhalten



von dichten Klinkern, Perlite und Hochlochziegeln nicht zu
Problemen im Taupunktbereich? Rein rechnerisch befindet sich der Taupunkt in der Perlitedämmung. Wo soll das Kondens-Tauwasser hingeführt werden?



Wenn es Probleme mit dem Taupunkt



dann eher mit der Luftschicht.

Ich würde hier auch Perlite empfehlen.

Grüße aus Koblenz



Rockwool als Kerndämmung.



Vor 12 Jahren wurde in meinem Haus (Nordseite) Rockwool Mineralwolle eingeblasen. Ziegelkästchenmauerwerk 50 bzw. 40cm stark. War nicht meine Idee, aber vielleicht auch nicht so toll; ich zweifle, ob es etwas gebracht hat.

Gibt es dazu Erfahrungen?

Grüße

Thomas



@Klaus Schillberg



der Taupunkt liegt direkt am Klinker. Das Kondensat "soll" am Klinker nach unten ablaufen und dort durch offene Stoßfugen, natürlich mit entsprechenden Gittern) abgeleitet werden. So schreibt es jedenfalls die Fa. Perlite vor. Aus meiner Sicht funktioniert das auch, sei es nun tatsächlich durch die Feuchteableitung nach unten oder doch durch kapillare Wirkung oder Diffusion (?), (ich hatte schon an mehreren Gebäuden Einblick in alte Perliteschüttungen, die auch nach Jahrzehnten immer noch trocken waren), wenn nicht durch andere Probleme Feuchtigkeit in die Konstruktion eingeleitet wurde und ich denke, dass die Materialien auch noch besser geworden sind.
Das eine 9 cm Luftschicht so gut wie keine Dämmwirkung hat halte ich persönlich für logisch und erwiesen.
Ob ich unbedingt Steinwolle einblasen würde? Ich denke eher nicht. Steinwolle Dämmplatten sollen jedenfalls zum Klinker noch einen Abstand von ca. 2 cm einhalten.



Also ..



.. mal klartext : Das Luft dämmt , ist doch nix wie Hoffnung ,
mal vorsichtig formuliert . Das es mit Einblasdämmung funktioniert , lese ich an jeder Heizkostenrechnung der gahabten Bauleute ab . Mecker wegen Feuchte : keine !! .
GGruß Jürgen Kube



Kerndämmung mt Rockwool



Vielen Dank für die Antworten.
Uns wurde eine Kerndämmung mit hydrophobierter Rockwool empfohlen, die Rockwool wird dabei als kleine Flocken mit hohem Druck eingeblasen.
Perlite geht bei uns leider nicht, da es ein Reienhaus ist und die Mauerschalen zu den Nachbarn nicht zu sind, Perlite würde also leider wegrieseln.

Rockwool erscheint uns aber nicht ganz so positiv bewertet zu sein wie Perlite.
Was nun also tun? Luftschicht luftig lassen oder Rockwool rein?

Vielen Dank,
M. Sommerhoff



Kann man



die Mauerschale zum Nachbarn nicht schließen? Oder gibt es keine senkrechte durchgehende Bewegungsfuge? Und was ist, wenn der Nachbar die Dämmmassnahme mitmacht?



Man kann die Mauerschale zu den Nachbarn schließen, aber



nur mit Rockwool. Und da die Fassade wenig Fläche hat, macht es keinen Sinn dann zwischen den Rockwool Seiten noch Perlite einzublasen.

Da es eine Reihe mit 10 Häusern ist, bekommt man leider die Nachbarn nicht mit ins Boot...

Sieht wohl nicht so gut aus..



War



das schon vorher klar, dass es aus Ihrer Sicht außer Rock wool keine Alöternativen gibt?