Risse und Putzabplatzungen nach Fassaden Sanierung

14.11.2018 Holzwurm_2014



Hallo zusammen,
ich habe meine Fassade inkls. Balkenwerk eines alten Fachwerkhauses im Sep. 2017 durch eine Fachfirma neu angestrichen lassen. Es wurde der alte Anstrich von den Gefachen sowie Balken entfernt, defekte Putzstellen ausgebessert etc.

Genommen wurden laut Firma entsprechende Farben, welche Atmungsaktiv sind (Details muss ich nachreichen).

Nun stelle ich vermehrt Risse zwischen Gefach und Balkenwerk, sowie in den Gefachen fest. Weiterhin, platzen angeputzte Stellen im Sockelbereich (Verputzter Naturstein) wieder ab. Weiterhin sind auch Risse im Anstrich zu sehen, wo Balken aneinander Stoßen.

Nun die Fragen.
1) Ist dies nach der kurzen Zeit normal, was kann der Grund für die Risse im Putz der Gefache und des Sockel sein (falscher Putz?)

2) die Stellen die nun "offen sind" können ja entsprechend Feuchtigkeit aufnehmen, besteht da eine Gefahr für die Bausupstanz?

Ich möchte noch zufügen, das wir in dem Jahr des Sanierung Hochwasser hatten, daher wurde der Sockel wesentlich Später gemacht, als Gefache und Balkenwerk, da wir erst abgewartet haben, bis der Keller und entsprechend der bestreffende Sockel der Außenwand von innen laut Trocknungsfirma eine normale Restfeuchte erreicht hatte.

Ich gehe als nicht Fachmann davon aus, das die Malerfirma, bevor Sie einen Neuanstrich am Sockel durchführt eine entsprechende Feuchtigkeitsmessung gemacht hat (Infos zum Hochwasser hatte die Firma), von daher sollten diese Mängel am Sockel doch auch entsprechend von der Fa. ohne jegliche Kosten für mich behoben werden? Bilder von vorher nachher aus denen ersichtlich ist, wo die Fa. angeputz und wo jetzt der Putz abfällt habe ich.

Bitte nicht falsch verstehen, ich möcht niemanden was Böses, sondern mich lediglich Informieren, wie bei einem solchem Problem weiter vorgegangen wird. Einen Termin zu Begutachtung der Mängel, habe ich gerade angefragt und möchte erst mal abwarten, wie die Fa. reagiert und was zur Lösung des problems vorgeschlagen wird.

Danke und Gruß
Jens



weitere Bilder



weitere Bilder



Bilder



Bilder



Frage:



kann es sein, dass da die Anschlussfugen und Risse mit Acryl / Silikon o.ä. verschlossen wurden ?

Wenn Ja, wäre das ein grober Fehler, ein Kellenschnitt ( Gefache zum Balkenwerk ) wäre besser gewesen.

Die mit Farbe zugeschmierten Balken, finde ich auch nicht gerade prickelnd.

Meine Wahl wäre da eher eine Öl-Lasur.

Aber warte mal ab, wie sich die Firma äußert.

Viele Grüße
Hanno



Meine Vermutungen...



sind, dass der Sockelbereich feucht ist/ war als wenig diffusionsoffene Farbe darüber gestrichen wurde. Auf Grund der Salzbelastung platzt nun der Putz ab.

Ist auf Bild drei braun gestrichenes Mauerwerk oder ein Holzbalken zu sehen. Ist es Letzteres, sollte schnellstmöglich nachgebessert werden ,da dies wie ein Feuchtigkeitsschaden des Gebälks aussieht da auf Grund der falschen Farbe eingedrungenes Wasser dahinter nicht trocknen kann.

Das sind aber alles nur Vermutungen.



Feuchtes Mauerwerk



Habe mir soeben nochmal das erste Bild angeschaut und in diesem einmal die Obergrenze des mit Feuchtigkeit belasteten Bereiches eingezeichnet.



Atmungsaktivität



Hallo zusammen und danke erst mal für die Antworten.

Das Mauerwerk, wurde mit einer Atmungsaktiven Farbe (Silikat) angestrichen. Da wo der Putz abplatz, wurde angeputzt.

Auf dem ersten Bild unten rechts neben der Mauer, dies ist ein Stein, welcher die gleiche Farbe wie die Balken bekommen hat, auch dort Platzt die Farbe ab.

Die Balken wurden komplett geschliffen und ebenfalls mit einem Atmungaktiven Anstrich (Pigmentiertes Öl?) angestrichen. Also Atmungsaktivität sollte bei Sockel als auch Balken gegeben sein. Ich glaube nicht, das die Firma da "geschummelt hat" und Silikon wurde (darauf hatte ich auch hingewiesen) nicht verwendet (prüfe das gern aber noch mal).

Weitere Ideen warum, wieso,weshalb solch eine "Schadensbild nach so kurzer Zeit enstanden ist"

Danke und Gruß
Jens



@flexn



da kann keine Feuchtigkeit hinter sein. Links dahinter ist der Keller (sprich die Keller Decke) und eine Natursteinmauer, welche auf der einen Seite offen zum Keller und auf der anderen Seite Sichtbar zum Eingangsbereich ist (dort mit Kalputz leicht übergeputz) weder im Keller noch Innen im Eingangsbereich habe ich Feuchtigkeit an der Mauer. Der von Außen Sichtbare Sockel geht Innen noch gut 1,6 Meter nach unten (Kellerraum) und die Wand ist ebenfalls "normal Feucht" für einen alten Keller.

Gruß
Jens



Folgendes Material wurde benutzt



Sockel wurde gesandstrahlt, Fehlstellen mit Kalkspachtel verspachtelt und 2x mit Silikatfarbe gestrichen.

Balken wurden geschliffen, gekittet und 2x mit Leinölfarbe gestrichen.

Bei den Gefachen, wurden nicht Tragfähige Farbschichten entfernt, verspachtelt und 2x mit Leinölfarbe gestrichen.

Also das hört sich für mich nicht, nach einem Problem mit dem Material an oder?

Danke und Gruß
Jens



@Camaldoli



was dein "Vorwurf soll" verstehe ich nicht! du vergleichst hier Äpfel mit Birnen....

Wenn ich einer Firma einen Auftrag gebe, erwarte ich auch eine entsprechende Gegenleistung. Und wenn ich dieser Fa. auch noch den Hinweis geben "hatten Hochwasser", sollte die Fa. auch entsprechend arbeiten und den Untergrund prüfen bevor ein neuer Anstrich angebracht wird (ich denke das gehört zum Job eines Malers).

Oder anderst, wenn du von einem Fachbetrieb deine Wohnung neu Tapezieren lässt und nach nach knapp einem Jahr fallen die Tapeten von der Wand, weil der Untergrund so nicht dafür geeignet war, dann zahlst du das Neu Tapezieren noch mal selbst oder wie?.....

Kopfschüttelnde Grüße



Wo ist die Abdichtung zwischen Putz und Bodenbelag?



Ich sehe nichts.
Wurde evtl. ein spezieler Sockelputz verwendet?