Risse an der Aussenwand

06.02.2006


Wollte mir ein altes Bauernhaus (Baujahr geschätzt 1849) kaufen, dabei ist mir aufgefallen das am Außenputz in regelmässigen abständen Risse duchgehen von oben nach unten gehen. Das haus würde vor 10 Jahren neu Verputz und unterm Putz befindet sich wie bei einen Fachwerk üblich die Balken. Kann das Haus duch die Risse im inneren an der Außenwand dadurch schimmeln???



verputztes Fachwerk ist eine bewährte Bauweise



Ihre Befürchtungen wg. Schimmelbildung durch Verputzen des Außenfachwerks kann ich nicht teilen.Bauschäden am Holzfachwerk entstehen nur,wenn ein nahezu dampfdichter Außenputz (z.B. Kunstharzputze o.ä.) verwendet wurde.
Die beschriebenen Risse lassen vermuten,daß die Handwerker die vollflächige Putzarmierung falsch (oder gar nicht?) eingebaut haben. Richtig ausgeführt ist das verputzte Außenfachwerk eine jahrhundertelang bewährte Bautechnik.
Zu prüfen wäre, ob es an diesem Haus statische Setzungsprobleme gibt.



ja oder nein


Holzwolle+zementschaden01

Hallo
Da muss ich widersprechen!
Gerade vor 10 Jahren hat man "schnell verputzt"!
Und auch eine vollflächige Armierung hindert einen "dichten" Zementputz / oder Kalkzementputz nicht am reissen!
(je mehr Zement - desto spröder)
gerade diese Aussenrisse lassen bei falschem Putz zwar Wasser rein in die Konstruktion - aber wenig wieder raus
das kann dazu führen - wenn auch noch die Innere Fachwerkkonstruktion mit modernen Baustoffen "saniert" wurde und evtl. innen auch "dicht gemacht" wurde, dass die Konstruktion Schaden nehmen kann
das Holz modert langsam weg.
Wemm sich das Fachwerk als Risse aussen "abzeichnet" denke ich eher an "falschen" Putz als an Setzungsrisse.

Ich wäre da vorsichtig!

Florian Kurz





Auf jeden Fall sollte das Fachwerk überprüft werden. Durch Risse kann Feuchtigkeit an die Balken gelangen, was sowohl zu Schimmelpilzbildung aber auch zur Bildung von holzzerstörenden Pilzen führen kann.

Grüße

Jochen Engelhardt




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