Risse in Aussenwand - verputzen

15.10.2007



Hallo,
ich würde euch gerne was fragen!

Ich möchte meine Aussenwand am Haus neu streichen, bzw. neu Streichen lassen.
Die Aussenwand ist fast komplett in Ordnung, bis auf ein zwei Risse, die man nur sieht wenn man direkt davor steht.
Die Hauswand ist schon älter und in einem Grauton. Ich denke wenn die Wand jetzt weiss werden soll, sieht man die Risse schon extremer.
Wisst ihr ob es spezielle Ausbesserungstechniken gibt ohne dass man gleich die ganze Hauswand neu Verputzen müsste.

Liebe Grüsse an alle
L. Herrter



Kurzer Nachtrag



Die Risse sind im Laufe der Zeit entstanden, die Aussenfassade ist schon sehr lange nicht mehr erneuert worden, der Putz ist aber noch einwandfrei und fest. Vor dem Haus ist vor ein paar Jahren die Strasse neu gelegt worden und auch dadurch wird das Haus evt. einen Riss mehr bekommen haben. Es sind aber nur zwei feine Risse die nun da sind aber keine Beeinträchtigung darstellen oder das das Haus noch absackt oder ähnliches.

Mir gehts nur darum neu zu streichen und evt. diue Risse auszubessern.

Evt. wird in ein zwei Jahren das ganze Haus komplett von aussen saniert.

Gruss L. Herrter



Habe mal gegoogelt



Also, so wie ich es verstehe gibt es spezielle Spachtelmasse, mit der man solche Risse ausbessern kann.
Die Frage ist dann, sieht man das wirklich nicht mehr wenn man dann drüber streicht?
Gruss




Löcher und Risse im Mauerwerk und Flecken verschiedenster Art trüben vor allem in Altbauten oftmals das Bild vom schönen Eigenheim. Sie unterscheiden sich in Aussehen, Art und Ursachen – ebenso verschieden sind die Renovationsmethoden.

1. Löcher und lockeren Verputz ausbessern


Materialwahl
(stö) Zu den häufigsten Schäden an Innenwänden gehören ausgebrochene Dübellöcher sowie abgeschlagene Mauerecken und Verputzstücke. Je nach Gestaltungsart (Anstrich/Farbe/Tapete/Kleber) nach der Reparatur müssen Sie die passende Spachtelmasse bestimmen. Die entsprechenden Informationen finden Sie in der Regel auf den Verpackungen, ausserdem helfen Ihnen Fachleute bei Fragen weiter.

Profitipps
Kleine Risse können auch mit einer ausreichend hochwertigen Dispersionsfarbe abgedeckt werden.
Überprüfen Sie beim Kauf von Spachtelmasse ob – und wenn ja – mit welchen Farben sie überstrichen werden kann.
Spachtelmasse enthält häufig aggressive Stoffe, die die Haut reizen können. Daher bei der Arbeit immer Schutzhandschuhe tragen.


Vorbereitung
Entfernen Sie zuerst lose Spachtelreste oder Mauerteilchen und Staub. Nässen Sie den Untergrund.

Reparatur
Rühren Sie die Spachtelmasse an oder verwenden Sie gebrauchsfertige Spachtelmasse und bringen Sie die erste Schicht mit einem Malerspachtel oder einer Stukkateurkelle an. Bei tieferen und grösseren Löchern empfiehlt es sich, ein kleines Stück aus saugfähigem Steinmaterial mit anzubringen. Damit sparen Sie Material und verringern die Spannung. Lassen Sie die Spachtelmasse einziehen, ehe Sie die nächste Schicht auftragen.


Füllen Sie das Loch so Schicht für Schicht auf. Am Schluss ziehen Sie die Spachtelmasse mit einer Glättkelle ab, so dass sie ungefähr 2 mm tiefer liegt als die Maueroberfläche. Anschliessend muss die Masse vollständig austrocknen, was je nach Untergrund zwischen einigen Stunden bis zu einem Tag dauern kann. Dann nässen Sie die Fläche mit einem feuchten Schwamm, tragen eine Feinputz-Schicht auf und verteilen diese mit dem Schwammbrett auf das Mauerwerk.

2. Risse in der Wand verschliessen
Kleine Risse im Mauerwerk können leicht selbst beseitigt werden. Sie benötigen den passenden Spachtel, der selbst angerührt oder als Fertigspachtel gekauft werden kann. Wenn keine grossen Erweiterungen der Risse zu erwarten sind, können Sie mit herkömmlichen Spachtelmassen arbeiten. Bei grösseren Spannungs- und Setzrissen ist der Einsatz von speziell elastischen Rissspachtel- und Dichtungsmassen angezeigt.

Kleine Risse
Um die Spachtelmasse gut anbringen zu können, müssen Sie die kleinen Risse zuerst auskratzen und erweitern. Sämtliche Spachtelreste, Mauerteilchen und Staub entfernen Sie anschliessend mit einem Pinsel. Nässen Sie nun den Untergrund mit einem feuchten Schwamm und tragen Sie die Spachtelmasse mit einem kleinen Spachtel oder einem Pinsel auf. Gleichen Sie die Spachtelmasse mit dem Schwammbrett dem Mauerwerk an.

Alternative: Wenn Sie sich entschieden haben, die Wand oder Decke neu zu streichen, können kleine Risse auch mit einer ausreichend hochwertigen Dispersionsfarbe oder einer speziell elastischen Farbe abgedeckt werden. Auch bei dieser Lösung müssen die Risse zuerst leicht erweitert werden, damit die Farbe gut einfliessen kann.

Grössere Risse
Grössere Rissen werden mit einer Rissspachtelmasse geschlossen. Auch hier gilt es den Riss mittels eines spitzigen Werkzeugs zuerst zu öffnen, damit die Dichtungsmasse gut eingearbeitet werden kann. Kratzen Sie Mauerteilchen und alten Verputz aus. Säubern Sie den Riss mit einem Pinsel. Anschliessend wird auch hier der Untergrund genetzt. Am besten lässt sich die Spachtelmasse mit einer Presspistole in die Fuge einarbeiten. Achten Sie darauf, die Masse langsam und gleichmässig aufzutragen. Sind die Risse gefüllt, glätten Sie die Oberfläche mit einem Spachtel oder der Glättkelle.

3. Feuchtigkeitsschäden
Feuchtigkeitsflecken oder durch Nässe bedingte kleine Schäden am Mauerwerk können selber behoben werden. Wichtig ist es aber, dass zuerst die Ursache der Durchfeuchtung gefunden und anschliessend die Mauer ausgetrocknet wird. Mit einem Putzverhärter oder einem Tiefengrund können durch Feuchtigkeit mürbe gewordene Farbschichten oder Verputze verfestigt werden, so dass sie anschliessend überstrichen oder tapeziert werden können. Fällt aber bereits der Putz von den Wänden, muss der Untergrund entfernt und wie oben im Kapitel «Löcher und lockeren Verputz ausbessern» ersetzt werden.



Sanierung mit Anstrich



Hallo,

es besteht die Möglichkeit den Anstrich mit einer sog. Faserfarbe auszuführen. Das sind Farben mit kleinen Faserzusätzen, die rissüberbrückend wirken und im Gegensatz zu irgendwelchen Spachtelmassen nach dem Anstrich nicht sichtbar sind. Voraussetzung ist, das es sich um Haarrisse handlet, die nicht mehr in Bewegung sind