Fachwerkhaus(alp?)traum

26.08.2005


Wir haben uns vor einigen Wochen ein angebliches Backsteinhaus gekauft. Vom Baustil deutete rein garnichts auf ein Fachwerkhaus hin (Doppelhaushälfte,schon immer verputzt, Baujahr ca. 1930, allerdings keine Baupläne, nur Umbaupläne von 1974,im EG hohe Räume, im OG niedrigere Deckenhöhe verursacht wohl durch Aufstockung, oberste Geschoßdecke: Deckenbalken mit Bimsbeton). Beim Entfernen der Rigipsplatten im zukünftigen Bad, stellte sich dann heraus, daß das Haus wohl doch ein Fachwerkhaus ist. Die Gefache sind mit Bimssteinen ausgemauert, darauf ist Lehmputz aufgebracht worden. Der Schwellbalken ist aufgrund aufsteigender Feuchtigkeit vom Keller her und Rumpfuscherei mit Mörtel in den Siebzigern, mehr als angegriffen, stellenweise fast komplett durchgefault (wird untermauert).Das Dach ist mit Eternitplatten gedeckt, die auch noch vor 6 Jahren mit Metallplatten abgedeckt wurden (kommt alles wieder runter und richtige Tonziegel drauf).Auch den Bimsbeton zwischen den Deckenbalken haben wir bereits entfernt um mehr Raumhöhe zu erhalten.
Die Heizung wird erneuert. Wobei allerdings immernoch nicht gänzlich geklärt ist, ob die Pellets wirklich dauerhaft trocken gelagert werden können, da an einer Kellerwand im Bereich von ca. 70cm leichte Feuchtigkeitsschäden festzustellen sind. Darüber fühlt sich die Wand trocken an. Außen ist der Kellerssockel voll verfliest (grausig).
Als ich heute im Keller auch noch Längsrisse in der Kappendecke (Eisenträger mit Bimsbetongewölbe)entdeckte (man kommt mit dem Spachtel ca. 0,5 cm rein), war es mit meiner Fassung endgültig vorbei. Die Längsrisse zeigen sich allerdings nur in dem Bereich, wo im EG Fliessestrich verlegt wurde.
Hier nun meine dringensten Fragen:
a) Ist die Kellerdecke womöglich einsturzgefährdet? Gibt es eine Möglichkeit diese Risse zu beheben (Der Estrich im EG bleibt garantiert drin, dort soll u.a. ein Bad hin)?
b) Wie hoch ist die Belastung mit Radioaktivität duch die Bimsteinausfachungen (schirmt der Lehmputz das vielleicht ab?)?
c) Hat jemand Erfahrung mit Pelletslagerung in einem alten Keller (Die Außenwände sind übrigens 70cm dick, verputzt)
Für schnelle kompetente Antworten wäre ich mehr als dankbar. Die Kosten laufen uns aufgrund dieser, und noch einiger anderer Überraschungen, davon und im Moment bin ich schon ziemlich verzweifelt.

Danke schonmal im Voraus!
Karin



Hoppla, ein Fachwerk!



Hallo Karin,

wo soll man anfangen:-<

Da Ihr nach und nach erst Euer Haus endeckt und die kleinen(großen?) Mängel zu Tage kommen, wären Lösungsansetze mittels der Glaskugel nicht angebracht!

Ich kann Euch nur den einzigen und ehrlichen Rat ans Herz legen, lasst Euch von einem Fachmann vor Ort an die Hand nehmen!

Hoffende und zugleich grübelnde Grüsse für Euch und das Haus

Michael



Fachleute



waren schon genug da. Jeder hat halt eine andere Meinung. Insbesondere was den finanziellen und zeitlichen Aufwand,sowie die Art der Umsetzung, betrifft. Die Bandbreite der Aussagen ist schon beeindruckend. In Fachwerkdingen bin auch ich nicht ganz unbewandert, da ich schon mal eins hatte und saniert habe (ist allerdings schon 15 Jahre her und damals hat man doch einiges anders gemacht als heute). Weiterhin forsche und lerne ich intensiv in diesem Forum und einschlägiger Fachliteratur.
Was halt drängt ist a) die Zeit (wir müssen spätestens Mitte Oktober umgezogen sein und das mit fast 6jährigem Kind) und b) der schnöde Mammon (bislang waren 53.000,-€ Sanierungskosten für Dach, Bad, Heizung, Elektro und Innenrenovierung angesetzt, mittlerweile sind wir bei 55.000,- angelangt, mehr geht nicht). Das mit der Kellerdecke scheint (?) jetzt doch nicht problematisch zu sein. Aber jeder erzählt dir halt was Anderes. Wem soll man was noch glauben? Das gilt auch für die Radonbelastung durch die Bimsbetonsteine. Vielleicht kann man das messen lassen (kostet dann wahrscheinlich auch wieder richtig Geld)?
Trotz alledem vielen Dank für die Rückmeldung.
Frustrierte Grüße aus der Wetterau!

Karin



Sie sollten sich einen unparteiischen Sachverständigen zur Handnehmen



Guten Tag Karin Kirchner
erstmal nicht verrückt machen lassen und sich eventuell helfen lassen!!
wie Michael schon geschrieben hat sollten Sie sich einen Fachmann hinzunehmen!!
ich würde ihnen vorschlagen dass sich einen der sich auf die Sanierung von Fachwerkhäusern spezialisiert hat einen öffentlich bestellt und vereidigten Sachverständigen hinzunehmen sollten weil der ihnen unparteiisch Rat geben kann.
Diesen finden sich hier im Fachwerkforum dann unter Marktplatz und dann öffentlich bestellt und vereidigte Sachverständige
oder Sie Fragen bei Ihrer zuständigen Handwerkskammer nach einen Sachverständigen aus ihrer Region

sie haben ja selbst geschrieben das schon mehrere Fachmänner Vorort gewesen sind und jeder ihnen das anderes gesagt zwecks Ausführung und Kosten
( was waren das für Fachleute? Architekt Zimmermann Maurer oder auch Sachverständige??)
Selbst-Studium ist schon ganz gut aber das ersetzt keinen Fachmann und hiermit möchte ich sie nicht persönlich angreifen ich möchte Sie nur ein bisschen sensibilisieren das noch sehr viele andere Möglichkeiten gibt

Mit zimmerlichem Gruß
Andreas Vollack
aus Hann. Münden