Risse im Putz - Anschluss Holzbalkendecke und Wand

13.01.2014 Marco Jacob



Hallo,

Im Bereich des Anschlusses von der Wand zur Holzbalkendecke habe ich Risse im Putz.
Das Haus ist BJ 1922 - es wurde noch nichts daran gemacht, soll heißen die Risse waren schon da. Die Anschlüsse waren mit einer kleinen Rundung verputzt, aber selbst diese hatte Risse.

Ich möchte die Wände (Ziegel & KalkZementputz) und Decken (Holzbalken mit Verputzen Strohmatten)erhalten. Im Zuge der Sanierung möchte ich mit Maxit Multi 270 die groben Löscher zuschmieren und dann die ganzen Wandflächen mit Maxit Multi 270FP spachteln. Auch die Löcher in den Decken.

Jetzt habe ich aber Angst das diese Risse wiederkommen.
Die Rundung habe ich schon überall weg gekratz wie ihr auf dem Foto sehen könnt.

Habt Ihr Tipps was ich da machen kann? Ich vermute die Rissbildung kam durch die Schwingung der Holzbalkendecke.

Vielen Dank



Ich



will Dich nicht unglücklich machen - Die Risse werden immer wieder kommen ! Wenn die Balken wirklich schwingen (?), dann sind sie zu schwach und haben je nach Belastung eine andere Durchbiegung. Es ist nun mal ein Altbau ! Wenn Dich die Risse optisch stören - Stuckleisten an die Decke Kleben (nur auf einem Bauteil), die gleiten dann an der Wand entlang ohne Fugen zu hinterlassen.



Oje das klingt nicht gut



Hat noch jemand Erfahrungen mit sowas - viellicht liegts ja nicht an den Balken. Nützt es die Balken oben zu verstärken? Die Schüttung kommt ja eh raus. Wäre dann halt echt sau viel mehr Aufwand.





Hab ich auch, ist halt so im Altbau.
Mit Rundung (Bierflaschen) kannst du das bissel länger aufhalten. Du solltest das dann aber erst putzen nach dem du die Schüttung neu gemacht hast.
Wenn du bei der Schüttung dann was leichteres nimmst, kann die Decke dann noch mehr schwingen. Habt ihr schon die Balkenköpfe geprüft? Nicht das Gammel die Ursache für die Beweglichkeit sind.
Man kann natürlich versuchen Gewebe in den Feinputz einzulegen. Ich hab mir das aber erspart. Ist halt ein Altbau.



Decke schaut gut aus



Von deinem Foto her schaut die Putzdecke ja weitgehend schadenfrei zu sein, insofern sollte sich das Schwingen der Balkendecke insgesamt nicht im unnormalen Bereich bewegen. Mit den Rissen musst du wohl leben, wobei die sicherlich auszubessern gehen und dann auch so krass nicht wiederkommen sollten. Ich hatte ein ähnliches Problem, das mittlerweile gelöst ist. Heute abend stelle ich mal ein paar Bilder ein. Die Stuckkehle / Flaschenkehle jedenfalls, die dort war, hat auch die funktion die Risse zu kaschieren bzw. sie zu verhindern. Ich würde spontan empfehlen, wieder eine sog. Flaschenkehle aus Putz oder Stuckgips zu ziehen.



Hatte mir schon gedacht



das die Rundung für irgendwas gut war. Aber die Rundung selbst hat ja auch einige Risse an versch. Stellen. Am krassesten ist es an den Außenwänden.

Oben habe ich schon mal ein Zimmer aufgemacht, da ist kein Gammel zu sehen. Die anderen öffne ich sobald ich die alte Farbe von den Wänden & Decken geschliffen habe.

In die Decke soll ja wieder was schweres rein. Z.Z. ist da Schlacke drin. Ich möchte da auch gleich FB Heizung als Trockensystem reinpacken und dann neue Dielen drauf.

Hier seht ihr mich bei der Arbeit die Schüttung oben zu entfernen.

http://www.youtube.com/watch?v=0uR1tkzJgww&list=UUTO7srAp71el5dg99Xv1WxA&feature=share





Warum haust du die Schlacke weg? Ist die belastet?
Um die Balkenköpfe grob zu prüfen kann man mit einem dünnen Schraubendreher zwischen Dielung und Wand mal rein stechen.
Wenn in der Mitte des Raumes springt, sollte der Boden nicht federn.



keine Ahnung



ob die belastet ist. Wie stellt man das fest?

Wie gesagt möchte ich gern FB Heizung zwischen die Balken legen und da brauche ich etwas Platz.

Wie viel erfahre ich nächste Woche vom Heizungsbauer.





Wenn du Gewicht aus der Decke raus nimmst, federt die noch mehr.
Warum FBH? Dielung ist Fußwarm wenn drunter kein unbeheizter Raum ist.



die Zimmer



sind zu klein für Heizkörper an der Wand - auch die Wandfläxhe reicht nicht für ne Wandheizung - wir wollen aber ne Flächenheizung, das ist aber ein anderes Thema.



Vorher



Ich versprach Bilder:

Nach dem Freiliegen der Wand, der Decke und der Kehle von Farbe, Lack und Tapeten bot sich folgendes Bild: Die Kehle, die den Anschluss von Wand und Decke herstellte, war mehrfach gerissen, gebrochen und einige Stücke herausgefallen und zugespachtelt worden. Die Löcher in der Decke waren durchhängende Stellen von bis zu 1 cm mit starken Rissen, da der Schilf als Putzträger von der Lattung abriss.



Nachher



... die gerissene Kehle habe ich mitsamt Unterputz bis auf das Mauerwerk entfernt und in mehreren Lagen neu aufgebracht. Ein befreundeter Stuckateur hat die Kehle freihand neu angetragen, sie wurde geschliffen und die Profile oben und unten gesetzt, fertig. Die Löcher in der Decke wurden verputzt, wobei der alte Schilf weiterhin als Putzträger verwendet wurde, jedoch neu an der Lattungbefestigt. Ergebnis: Bislang rissfrei. Mittlerweile ist auch schon Glätte drauf, die Decke sieht damit 1a aus.

Wie gesagt, soweit du sicher bist, dass die Balkendecke in Ordnung ist, sollten die Risse in dieser Stärke nicht wiederkommen,w enn du sie ausbesserst. Mikrorisse gibts natürlich immer.



Das gibt



mir natürlich Mut. Genau so sehen einige Stellen in meiner Decke auch aus. Die Profilleisten scheinen eine gute Idee zu sein. Danke für die Bilder.