Risse im Lehmputz Wandheizung

29.08.2016 Benny42



Hallo liebes Forum,
nachdem ich mich in der Vergangenheit schon vielfach in diesem Forum ?ber das Thema Lehm informiert habe, habe ich mich heute mal angemeldet, um nach Rat zu fragen.
Kurz zur Vorstellung: Es geht um einen Neubau in Brettsperrholzbauweise, also 120mm starke kreuzverleimte Massivholzplatten, darauf wurde eine Schilfrohrmatte von Claytec mit 70 St /m aufgebracht. Darauf befindet sich eine Wandheizung des Herstellers Uponor mit 14mm Aluverbundrohr. Gesamtst?rke von der Holzwand bis Vorderkante Verbundrohr ca. 35 mm (inkl. Schilfrohr).
Diese Lage wurde maschinell von unserem Lehmputzer in einem Arbeitsgang aufgebracht. Material Claytec Lehm-Unterputz mit Stroh. (Bigpacks, erdfeucht).
Das der Lehmputz w?hrend der Trocknungsphase Risse bekommt ist mir bekannt. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob Risse in der Gr??enordnung, wie Sie an unserer Baustelle auftreten, normal sind.
Daher habe ich mal Bilder angeh?ngt, mit der Frage, ob es anhand dieser m?glich ist, eine Aussage zu treffen, ob die Risse normal sind.
Gerade um die Rohre ist der Lehm doch sehr stark geschwindet, so dass der Lehm eigentlich nur noch als einzelne Fragmente zwischen den Rohren h?ngt. Ich hoffe Ihr versteht was ich meine.
?ber eine Meinung eurerseits w?rde ich mich sehr freuen.
Freundliche Gr??e
Benjamin



Weitere Bilder



Ich habe noch weitere Bilder in meine Galerie eingestellt.
Muss ich mir auch keine Gedanken darüber machen, dass der Lehm jetzt nicht mehr zu einer Fläche verbunden ist? Hinter den Rohren ist der Lehm nicht komplett durchgängig. Wenn ich jetzt auf die einzelnen "Lehmelemente", z.B. zwischen Wandschiene und dem Rohrbogen klopfe, bewegen sich diese. Zwar nur minimal, aber jedes Element für sich ist praktisch etwas lose und ein Teil für sich.



Ist das Ihr Ernst?



Das wäre ja eine Katastrophe. Was hat der Handwerker, Ihrer Meinung nach, falsch gemacht, dass das Ergebnis so aussieht?



Hier wird ein Mist geplappert,....



...dass sich die Balken biegen und dem Eigentümer (Fragesteller) eine Angst suggeriert, dass ich jetzt ganz einfach mal hier den Dampf aus der Leitung nehmen muss.
So, wie den Verputzer es dir hier hinterlassen hat, ist es zwar unschön und für dich sicherlich dein Hilfeschrei, aber keine Panik, es muss nicht herunter.
Lediglich hat dein Lehmbauer, so wie ich leider auch viele andere kenne, ein wesentliches Manko.
Ich verputze seit Jahren mängelfrei und rissfrei Wandheitungen in Größenordnungen unter Wärme und bette nach Erstauftrag und leichtem antrocknen sofort in einer leichten zweiten Putzauftragsstärke ein Glasfasergewebe 10 x 10 mm ein.
Diese gesamtebene trocknet dann durch und bekommt als Endbeschichtung dann einen Lehmfeinputz.

Zu Fragen stehe ich dir gern mit parat.
Gern telefonisch!



@ Oliver



Panikmache völlig fehl am Platze!!

Desweiteren hängen nicht 80 kg allein nur am Schilfrohr, sondern das Wandheizungsrohrregister ist die größte Tragarmierung.
Sofern sie richtig und gut verlegt wurde!!

Also immer etwas leisere Töne bitte.
Ich spreche aus über 20 jähriger Erfahrung mit Wandheizungsverputz



Danke...



für die Antwort. Das hört sich auf jeden Fall schon mal besser an. Ich kann den Lehmbauer also ohne Bedenken weiter auf diese Lage aufbauen lassen?
Es kommen jetzt noch so 10 - 15mm Unterputz drauf. Und dann ein 3mm Feinputz.
Als Gewebe hatte ich mich, aus ökologischen Gründen, für Claytec Flachsgewebe entschieden. Da ich jetzt Glasfasergewebe lese, ist gegen das Flachsgewebe was einzuwenden?
Auf Ihr Angebot komme ich gerne zurück und werde mich später telefonisch melden.



Sorry Oliver...



....ich werde hier keinen Flächenkrieg gegen dich eröffnen, weil das dem Fragesteller eher verunsichert, statt hilfreich ist!
Nur kurz:
Einiges was du hier mittels Zitaten oder Dtenblättern offenlegst, ist leider in der Praxis vielfach auch anders!
Rohrummantelung bei drei Zentimeter Lehmauftrag nicht gegeben, ist völliger Schmarren, was du da schreibst.
Klar ist der Schilfrohrputzträgeruntergrund nicht der idealste, ich empfehle da eher die Heraklithvariante geschossen, aber die WH ist trotzdem eine mechanisch haltbare Konstruktion am Baukörper.
Vorrausgesetzt, sie ist fachlich korrekt im Untergrund befestigt.
Und da habe ich beispielsweise auch schon 7 cm Lehm aufgetragen.
Nicht übers Rohr, sondern 6,5 cm darunter!!

20 jährige Mängelfreiheit und 100%ige Funktionsweisen vorzuweisen!
Leider!!



@ Benjamin



Was ich da nun noch von dir lese, sollte doch zu einem Gespräch annimieren.
Da erkläre ich dir die Standpunkte der dickeren Auftagsvariante über Rohr (eher ungünstig!!) und vorallem die schlechtere Wahl deiner Gewebeinteressen.



@ Struve



Wortglauberei hin oder her:
...bin mit dem Fragesteller ganz gut in Konsens und was du hier teilweise offenbarst, ist nicht teil meiner Fachlichkeit.
35 mm hin oder her, ich habe auch mehrfach schon stärker verputzt und dummerweise hält dieses bis heute mängelfrei!
Pasta!

Keiner ist perfekt, aber man sollte stets die Kirche im Dorf lassen!



Was will uns das letzte Bild aufzeigen?



Deckengrundputz auf Schilfrohrputzträger.

Hat das etwas mit der Ausgangssituation zu tun?
Eher nicht.
Eigentlich ist das Thema ja bereits ad acta hier.

PS:
Ich klebe bei solchen Arbeiten die Holzbalken vorher ab und hoffe, sind auch wenigstens einmal geölt oder anderweitig vorbehandelt worden!

Frohes Schaffen weiter



Also



Risse im Unterputz sind normal.

Wir sehen nicht nur horizontale Risse sondern auch vertikale!

Am Rohr oder an der Befestigungsschien schrumpft der Putz nicht da an dieser Stelle keiner ist, auch total normal!

Eine Mangel besteht wenn der Putz sich vom Untergrund abhebt und schüsselt!

Die nächste Lage sollte armiert werden und rissfrei sein.

Grüße aus Koblenz



Danke Gerd



Genau so sehe ich es auch und habe es auch durchgestellt.



Hallo Oliver,



am Rohr oder an der Schien kann der Putz nicht oder nur wenig schrumpfen weil an dieser Stelle kein Putz zum Schrumpfen ist!

Wir wissen das Lehmputz, egal wie er eingestellt ist (Materialzusammensetzung)schrumpft.

Das machte er neben einem Rohr oder neben einer Befestigungsschienen aber wir schon erklärt nicht auf dieser.

Nein ich sage nicht das der Putz in einer Lage 35 mm aufgebracht werden soll es sei der der Hersteller sagt das geht.

Der Lehmputz den wir herstellen lässt sich in einer Lager max. 22 mm aufbringen. Wird das Material dicker aufgetragen bilden sich größere Schwundrisse oder und das Material löst sich vom Untergrund.

"
Weshalb treten bei mir nicht derartig große Risse auf?
" Das kann Materialbedinge oder verarbeitungs-bedingte Grüner oder... haben

Grüße aus Koblenz
Gerd



Hier beißt sich aber...



...einer fest!
Irgendwann sollte doch auch endlich einmal Ruhe eintreten.
Hilft das dem Fragenden jetzt noch?



@ OLiver



es gibt viel Wege noch Rom.

Als Sachverständiger der sowas schon im Beweissicherungsverfahren betreut hat kann ich nur sagen das was bei Benny eingebaut wurde ist kein Mangel!

Aber die Leistung ist noch nicht fertig.

Wir beschreiben den Aufbau wie im Foto dargestellt.

Und beschreiben das hier auf Seite 10 auch textlich http://wandheizung.de/fileadmin/user_upload/Redakteure/Gemeinsame_Dateien/Dokumente/Prospekte/WEM_Nasstechnik-Broschuere.pdf

Grüße



@ Struwe



Wenn du mir hier Beleidigungen entgegensetzt, dass ich "Heimwerkersenf" erzähle bzw. poste, dann muss ich mich wohl anderweitig jetzt verhalten!

Gebe jetzt nur noch mal für anonyme Leser und Nutzer zur Erklärung, dass bis dato in meiner Selbständigkeit keine Mängelerhebungen auftraten und bekannt geworden sind!

Es gibt halt Fachbetriebe und Fachbetriebe.
Der User sollte entscheiden!



Oh ne, bitte nict schon wieder!



Hallo Oliver,

wenn ich kurz nochmal klugschei.. darf.

Wie in Deinem Bild auf Weichholzfaser dargestellt würde ich das nicht machen, auch wen das kein Mangel ist.

Wie empfehlen der Putz in ein oder zwei Lagen aufzutragen und über dem Rohr abzuziehen.

Dann muss der Putz trocken bevor weitergearbeitet wird.

Bei Deinem Foto ist die 2 Lage Putz auf einem Vorspritz relativ dick und amiert. Lehmptz schrumpft bekanntermaßen um ca. 3 %. Das hat zur Folge das der armierter Putz (übertrieben) etwas bucklig ist. Die nächste Lage also der Endputz hat dann auch keine gleichmäßige Dicke mehr.

Grüße Gerd



@ Benny 42



zu deiner Frage , das "Schadbild" ist keines der Putzer hat halt n bissl viel auf einmal gewollt, dafür sieht es aber noch akkurat aus.
War die Heizung an oder aus beim Verputzen?
und zum Thema Flachsfasergewebe..hab ich noch nie verarbeitet weil dat so Teuer ist:)
mit Glasfasergewebe oder Jute habe ich noch nie Probleme gehabt.
Beim Nächsten Arbeitsgang sollte der Putzer möglichst Dünn überm Rohr das Gewebe, planeben einbauen. und währenddessen die Heizung hochfahren:)
die Felder die Offensichtlich Lose sind kann man ja wieder ausbauen,dann aber zuvor den lehm wieder anfeuchten sonst macht man mehr kaputt als man wollte..
der Putz sollte in diesem Zustand schon Druckfest sein und mit dem Untergrund verbunden.solch abrisse am Heizrohr und an den Clipschienen ist nahezu normal.
greets Flakes...



Mein Tipp



ist:
Die Heizung erst nach dem Verputzen anschalten