Risse im Holz/Dachstuhl

01.09.2014 franzl



Mir stellt sich die Frage, ob Risse im Holz irgendwelche Auswirkungen auf die Statik o.ä. haben bzw. wie hoch ist die Gefahr eines (erneuten) Schädlingsbefalls der wohl derzeit bei uns noch aktiv ist. Ein SV hat sich diesen angeschaut und ist der Meinung, dass noch aktiver Befall vorliegt und ich selbst höre diese Tierchen jeden Abend im Kinderzimmer und Wohnbereich. Alles liegt derzeit der Versicherung des Architekten vor. Da der Dachstuhl ausgebaut ist, wird das Begasungsverfahren in Frage kommen. Aber alles wird dann erst. Kann man diese Risse "ausbessern"? Die einzelnen Balken sind ca. 15x15 cm dick. Die Risse darin sind 2-3 cm breit, 3-4 cm tief und teilweise ca. 2 m lang. Bilder lade ich im Laufe des Tages hoch.



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Bild 1



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Nr. 2



Risse



Ich denke mal das die Risse mit dem Schädlingsbefall nix zu tun haben.
Das sind Schwund und Trocknungsrisse,bis jetzt hat die Statik nicht versagt,dann wird sie es in Zukunft auch nicht tun,der Stuhl steht ja nicht seit gestern.

Ich würd mir da nicht so n Kopf machen.


Grüße Martin



Wie nun weiter



Danke für die Antwort. Dennoch stellt sich die Frage, ob die Risse nicht doch als Einladung für den Hausbock oder Holzwurm dienen oder dienen könnten dort die Eier abzulegen. Wie ich gelesen habe, sind gerade die Risse der Ursprung allen Übels, da dort die Eier abgelegt werden. Andererseits verwundert mich, dass der Gipskarton, der auf der OSB-Plate befestigt ist, Risse zeigt. Diese sind ja mit dem Dach/Dachstuhl befestigt. Der Gipskarton wurde zwar mit Schrauben auf der OSB-Platte befestigt aber zwischen den zurechtgeschnittenen Platten, wurde wohl Silikon oder anderes Material verarbeitet. Jetzt, nach ca. 2 Jahren sieht man an vielen Stellen Rissbildung. Gern kann ich dazu auch mal ein paar Fotos einstellen



Hausbock



Einem Weibchen des Hausbocks genügen Risse im Zehntel- bis mm- Bereich für die Eiablage. Ob das im Wohnraum geschieht halte ich für sehr unwahrscheinlich, eher im unbewohnten Dachtragwerk. Risse im Gipskarton sind wahrscheinlch auf Verarbeitungsfehler zurückzuführen. Das beginnt schon mit dem Aufbau, anscheinend wurde hier OSB als Dampfsperre und Traglattung eingesetzt. Dafür sind Altbauten mit ihren unebenen Dachschrägen schlecht geeignet.



Nach Hausbockbekämpfung wie weiter?



Nachdem, wie bereits gesagt, die Begasung wohl nächstes Jahr durchgeführt wird, stellt sich noch die Frage, was bzw. ob bei dem befallenen Holz danach noch etwas gemacht werden muss, speziell in dem Bereich, wo die Schädlinge schon "gewütet" haben. Sollten die Fraßgänge herausgeschliffen werden oder können dann dort die ausgehölten Gänge unter der Holzoberfläche so bleiben? Es gibt aber auch Stellen, wo berist abgebeilt wurde. Wie schließe ich solche Schäden (ca. 5 cm breit, 2cm tief und 50 cm lang)? Oder so lassen? Als letztes noch: Wie Pflege ich am besten einen sichtbaren Dachstuhl. Der Staub setzt sich dort ja auch schön ab.