Risse in Außenbalken / Brunnenwasser? / Gasheizung?

01.01.2003



Wir (Großfamilie mit 5 Kindern) erwägen ein Fachwerkhaus (Bauernhaus) von 1850 zu erwerben. Anfallende Reparaturen usw. wollen bzw. müssten wir aus Kostengründen selbst ausführen. Das Haus war bis vor einigen Monaten bewohnt – ist nicht verputzt und besitzt eine Ofenheizung und einen hauseigenen Brunnen mit Pumpenraum. Fenster und Dach sind soweit okay. Wir würden gern, falls wir es kaufen sollten, gleich einziehen und erst nach und nach die erforderllichen Arbeiten ausführen.
Da eröffnen sich für uns als Unerfahrene gleich eine ganze Menge Fragen bzw. Bedenken. Ich hoffe, es ist jemand so nett, uns einige hilfreiche Tips auch zur Entscheidungsfindung zugeben.
1. Einige Außenbalken weisen Risse auf. Ich denke, wenn da Wasser reinläuft ist das bestimmt nicht so gut. Gibt es einfache und kostengünstige Möglichkeiten die Risse selbst abzudichten und das Holz zu konservieren? Wie dichtet man Fugen zwischen Gefache und Gebälk ab? Wie schützt man Gefache (Lehm) vor Verfall? Was kostet das?
2. Das Haus hat keinen Anschluß an das allgemeine Wassernetz. Hat ein hauseigener Brunnen Nachteile?
3. In der Straße liegt eine Erdgasleitung an. könnte man ein Fachwerkhaus mit einer Erdgas-Zentralheizung ausstatten, oder ist das gar nicht realisierbar?
Vielen Dank für Lesen!
Familie Horbank



Holz und Gefachschutz



Hallo Fam. Horbank,
Bitte nicht die Risse im Holz und übergang Holz-Gefach abdichten. Holz arbeitet und früher oder später wird doch Wasser eindringen, sich hinter der Abdichtung sammeln, womit ein Schaden am Holz vorprogrammiert ist. Kleine Risse im Holz sind unbedenklich. Wichtig ist, dass Wasser sich nicht irgendwo sammeln kann bzw. nicht hinter überstehende Putzflächen läuft.
Der Anstrich und der Gefachputz müssen diffusionsoffen sein. Es lässt sich nicht verhindern das Feuchtigkeit in die Konstruktion eindringt, also muss es auch wieder problemlos ausdunsten können. Das heißt: keinen Zementputz, keine abdichtenden Lacke, keine Fugenabdichtung usw. Eine traditionelle und bewährte Methode ist, das Holz mit Leinöl und die Lehmgefache mit einem Kalkverputz gegen Witterungseinflüsse zu schützen.
Viele Grüße



Hilfestellung



Hallo Fam. Horbank, erst einmal alles gute für's neue Jahr und nun möchte ich Ihnen meine Hilfe anbieten, indem ich Ihnen anbiete, daß wir uns das Haus gemeinsam mit einem Architekten vor Ihrem Kauf begutachten, um im Nachhinein nicht auf die Nase zu fallen, weil im Verborgenen eine vielleicht viel größere Problematik sich auftut und man dann plötzlich überfordert ist. Teilen Sie mir dazu bitte die genaue Anschrift mit, um mit Ihnen einen kurzfristigen Besichtigungskontakt zu vereinbaren. Bis dahin verbleibe ich mit besten Grüßen aus der Oberlausitz.



Risse Wasser Heizung



Risse in den Balken stellen keine statische Gefahr dar, sollten diese Risse aber Wasser zurückhalten, kann es in Verbindung mit Nassfäulepilzen zu Bauschäden führen. Lehmgefache sind durch Anstriche zu schützen, bei der Erneuerung ist auf die Verwendung von magerem Lehm zu achten (Herr Mühle von der Lehmbude!) Bei einem hauseigenen Brunnen bestehen keine Nachteile, wenn Sie das Wasser zu Trinkwasserzwecken nutzen, ist es allerdings Pflicht, eine jährliche kostenpflichtige Kontrolle durchführen zu lassen. Zur Heizung: warum nicht mit Erdgas heizen, die Frage liegt eher da, für welche Verteilung entscheide ich mich (Wandflächenheizung, Konvektoren etc.!



TV-Reportage



Hallo,

zur Zeit plane ich eine 45 min. Reportage für Kabel 1 über das Thema "Heimwerken" und bin auf der Suche nach Heimwerkern oder Heimwerkerinnen, die in der nächsten Zeit ein größeres Projekt geplant haben. Im Forum habe ich ihr Vorhaben gelesen und wollte fragen, ob sie lust und interesse haben an der Reportage mitzuwirken.

Ich würde mich freuen von Ihnen zu hören

Gruss aus Köln



Status Anfrage



Hallo Familie Horbank,

ich habe ihre Anzeige mit großem Interesse gelesen. Nach meinem Verständnis war zu dem Zeitpunkt, zu dem sie ddie anzeige geschrieben haben noch nicht endgültig klar, ob Sie das Haus tatsächlich kaufen. Da wir in nächster Zeit eine mehrteilige Reportage zum Thema heimwerken produzieren, interessiert mich der momentane Stand ihres Bauvorhaben.

Auch wenn Sie das oben beschriebene Fachwerkhaus nicht gekauft haben, würde ich mich freuen wenn Sie sich mit mir in Verbindung setzen würden.

Viele Grüße

Sonja Strobel



Status Anfrage



Hallo Frau Strobel,
das o.g. Fachwerkhaus haben wird in der Tat nicht gekauft. Dafür ein anderes 200 Jahre altes Fachwerkhaus in besserem Zustand. Nach 4 Monaten Renovierung und Sanierung sind wir nun vor ca. 3 Wochen endlich eingezogen. Es ist zwar nicht alles perfekt - und das wird es vermutlich auch nie werden - aber für uns reicht es. Nach und nach werden wir uns noch so vorarbeiten, daß wir auch für unsere Kinder das Dachgeschoß nutzen können.
Viele Grüße
Familie Horbank



Fernsehproduktion



Hallo Familie Horbach,
das hört sich nach einem interessanten Projekt an und ist mit sicherheit auch nicht immer einfach. Ich bin momentan, für eine Fernsehproduktion, auf der Suche nach einer Großfamilie beim Heimwerken. Sollten Sie also in der nächsten Zeit noch den ein oder anderen Umbau tätigen oder renovieren und keine Scheu vor einer Kamera haben, würde ich mich freuen, wenn Sie sich bei mir melden würden. meine Emailadresse: so.strobel@gmx.de. Viele Grüße Sonja Strobel