Setzrisse zwischen Fachwerk und Ausfachung

30.08.2004 nick



Hallo liebe Gemeinde,

Ich konnte der Versuchung nicht widerstehen und habe meinen
NE-Neubau mit einer "Kriegsbemalung" versehen :
Als vorgesetzte Aussenhaut habe ich ein Fachwerk mit KS-Klinker Ausmauerung gewählt.

Z.Z. möchte ich gern die (bei der Bauweise unvermeidlichen?) Setzrisse zwischen FW und Ausmauerung schliessen.
Die Bilder brauchen wohl nicht kommentiert zu werden . . .

Seit Monaten "besichtige" ich alle erreichbaren Fachwerke mit Stein-Ausmauerungen. Habe aber noch kein geeignetes Material oder Verfahren gefunden. Auch im Netz ist nichts zu finden.

Mir schwebt ein dauerhaft flexibler, imprägnierter (z.B. geteerter) Köder vor, den man in verschieden breite Risse "stopfen" kann.

Gibt es so etwas auf dem Markt, vielleicht bei "anderen
Fakultäten". Ein rundes und weiches Vollgummiprofil könnte
vielleicht auch dauerhaft funktionieren.

Wer konnte dieses Problem eventuell schon lösen?
Jeder Hinweis oder Rath wird dankbar angenommen,

es grüsst
Claus-Uwe Bening
cubing@nexgo.de



Setzt Risse im Fachwerk!!



Und guten Tag Claus-Uwe Bening
zu ihrer Frage die Sie hier im Fachwerkforum gestellt haben kann ich Ihnen nur raten den ganzen Kram raus zu reißen und dann einen vernünftigen Lehmbau Aufbau zu machen.

Frage wie sind die Gefache gegenherausfallen gesichert?!

Mit zimmerlichem Gruß
Andreas Vollack
aus Hann. Münden



Vorhangfassade



Guten Tag Herr Bening,
da ist Ihnen also Ihre "Kriegsbemalung" ein wenig verrutscht. Wenn Sie ein wenig überlegen, werden Sie schnell feststellen, daß Sie das eigentlich erwarten konnten: Bei moderner schneller Bauweise kann man sich den Einbau 30 Jahre und länger getrockneter (oder gar wiederverwendeter) Holzbalken gar nicht leisten. Das holt das Holz eben nach und wird kleiner (schwindet). Der starre harte (Zement)Mörtel haftet am Stein, fertig ist die Fuge.
In wenigen Jahren steht genug Wasser drin, um Pilzen das Leben zu ermöglichen, die schwarze Farbe wird das Holz auf die dazu erforderliche Temperatur bringen. Vielleicht wird auch noch eine Birke drin wurzeln und ein paar Mörtelbienen und Nagekäfer werden die floristisch- faunistische Idylle vervollkommnen.
Wenn es dazu nicht kommen soll, hilft nur
a) die Radikalempfehlung von Herrn Vollack, der ich Sympathien entgegenbringe, weil ich finde, daß moderne Häuser nicht wie vor 300 Jahren gebaut werden sollten. Konsequent modern, was in diesem Fall "ohne Fachwerkapplizierung" heißt, wäre schadensfrei geblieben.
b) Sie versuchen es mal mit unorthodoxen Methoden, wie dem Kalfatern: Hanf oder Flachs (Stricke oder Isolierflachs) in Leinöl tränken und in die Fugen einklopfen. Alle paar Jahre erneuern. Hanf oder Flachs dürften eingedrungene Feuchtigkeit kapillar aufnehmen und auch schnell wieder abgeben. Darüberhinaus verfestigen Sie die Gefache, die vermutlich auch ohne Dreikantleisten eingemauert sind. (das untrstelle ich jetzt einfach mal, denn wenn es kommt, dann kommt es dicke). Für Ergebnisberichte bin ich dankbar.

Viel Spaß beim Haus kalfatern





moin,

bin ja hier mit meinen Styropor-Ausfachungen bereits als Pfuscher verschrien,
aber wen´s interessiert, meine Fugen habe ich mit Flexkleber ausgefüllt, mit dem hab ich auch die Rigidurplatten innen und aussen ans Styropor geklebt.

wichtug beim verfugen ist, daß die Masse in die Bauschaum-Fuge und in die seite der Rigidurplatten gedrückt wird, sonst liegt die fase hohl.
nach unten hin hab ich ne Tropfkante angeformt, dann läuft das wasser nicht so leicht in die riegel.

was hast du als Längenausgleich zwischen Stein und Holz?
hast du Dreikantleisten?

meine Gefache haben schon 2 Winter ohne Beanstandungen mitgemacht

ersma,